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Erleichterung in Zechlinerhütte

Ausbau der B 122 beginnt im Herbst 2016 Erleichterung in Zechlinerhütte

Urlauber bleiben in Zechlinerhütte im kommenden Sommer vom Baulärm verschont. Die Arbeiten zum Ausbau der B 122 beginnen erst im September 2016. Diese Entwarnung gaben Vertreter des Landesbetriebs. Die Zechlinerhütter sind erleichtert: Eine Saison ist gerettet.

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Als im April in Zechlinerhütte gebaut wurde, schreckten Schilder die Touristen schon in Rheinsberg ab.

Quelle: Celina Aniol

Zechlinerhütte. Groß waren die Ängste von Hoteliers und Gastronomen, als sie hörten, die B 122 könne für zwei Jahre voll gesperrt werden – 2015 wegen des Baus von neuen Kanälen und Druckleitungen für das Abwasser, 2016 wegen Bauarbeiten an der Ortsdurchfahrt. Jetzt gab der Landesbetrieb Straßenwesen Entwarnung. Erst im September 2016 sollen die Arbeiten für den Ausbau der B 122 beginnen. „Wir haben vorher also noch die ganze Saison“, sagt Ortsvorsteherin Dörte Gustmann. „Wir sind sehr froh – man ist uns sehr entgegengekommen.“

Am Dienstagabend hatte Frank Schmidt vom Landesbetrieb Straßenwesen im Ortsbeirat über das 1,7-Millionen-Euro-Projekt informiert. Danach soll ab September kommenden Jahres zunächst eine Baustraße errichtet werden, die vom Ortseingang aus Richtung Rheinsberg zunächst bis zur Waldstraße führt. Zugleich sollen die Bauarbeiter auch den so genannten Vorfluter anlegen, der Regenwasser von der Straße zum See führt. Ob mit den eigentlichen Bauarbeiten an der Ortsdurchfahrt noch im kommenden Jahr begonnen werden kann, ist offen. „Wir müssen sehen, wann wir mit der Umleitungsstrecke fertig sind und wie das Wetter mitspielt“, sagt Schmidt.

Erster Abschnitt vor den Sommerferien 2017

Die jetzigen Pläne sehen vor, dass der erste Bauabschnitt, der vom Ortseingang bis zur Kreisstraße in Richtung Luhme und Flecken Zechlin führt, noch vor den Sommerferien 2017 bewältigt sein soll. Der zweite Bauabschnitt von der Kreisstraße bis zum Ortsausgang schließt sich gleich daran an. Läuft alles nach Plan, rücken die Bauarbeiter im September 2017 wieder ab.

Geplant ist, die Bundesstraße auf einer Länge von 1300 Metern rundum zu erneuern. Dafür müssen die Straßenbauer bis zu 60 Zentimeter tief graben. „Die Straße ist dort noch nicht nie grundhaft ausgebaut worden“, sagt Schmidt. Inzwischen sind die Schäden an der Straße so massiv, dass Erschütterungen durch den Verkehr in den anliegenden Häusern zu spüren sind.

Einige Wünsche gaben die Einwohner von Zechlinerhütte Schmidt mit auf den Weg. „Wir würden einen Fußgängerüberweg an der Bushaltestelle für sehr sinnvoll erachten“, sagt Dörte Gustmann. Ob es einen Zebrastreifen tatsächlich geben wird, ist unklar. „Wir hatten aber das Gefühl, dass man beim Landesbetrieb grundsätzlich für alle Dinge offen ist.“

Über Pumpwerk-Standort ist noch nicht entschieden

Nicht entschieden ist zudem, wo das Pumpwerk für das Regenwasser stehen soll. Der Landesbetrieb würde das Pumpwerk gern an der Winkelstraße errichten – an der Stelle, wo bereits das Pumpwerk für das Abwasser steht. Gustmann und andere halten das Areal jedoch für ungeeignet. „Das ist doch die tiefste Stelle“, sagt Gustmann. Im Falle einer Havarie würden „alle Häuser unter Wasser stehen“. Andere Flächen, auf denen das Pumpwerk errichtet werden könnte, hat der Landesbetrieb bereits geprüft – „im Moment gibt es keine Alternativen“, sagt Gustmann.

In diesem Jahr hatte der Servicebetrieb Rheinsberg an der B 122 neue Kanäle und Druckleitungen verlegt. Während der Bauarbeiten hatten verwirrende Schilder Touristen davon abgehalten, nach Zechlinerhütte zu fahren – sie hatten gedacht, der Ausflugsort sei über die B 122 nicht mehr zu erreichen. Cafés oder das Museum blieben am Wochenende leer. Später waren die Schilder abgebaut worden. Auch die Aussicht, an der B 122 könne an zwei aufeinanderfolgen Sommern gebaut werden, hatte zunächst Ängste vor wirtschaftlichen Einbußen provoziert.

Von Frauke Herweg

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