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Ostprignitz-Ruppin Erntefest brachte die Dörfer zusammen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Erntefest brachte die Dörfer zusammen
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16:45 01.10.2017
Der Tross bunt geschmückter Wagen zog dieses Mal wieder durch die Stadt. Nächstes Jahr soll Metzelthin an der Reihe sein. Quelle: Matthias Anke
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Wusterhausen

In bewährter Manier zogen am Sonnabend Vertreter sämtlicher zur Großgemeinde Wusterhausen gehörender Dörfer als ein gemeinsamer Erntefestumzug los. Alle zwei Jahre ist die Stadt selbst an der Reihe, wo sich nach dem Ereignis von 2016 in Läsikow nun also viele wiedertrafen.

Doch ganz so leicht, wie alles wirkte, soll es hinter den Kulissen nicht gewesen sein. Nur die mühevolle Arbeit beispielsweise von Rosemarie Blank, die alle Beteiligten persönlich kontaktierte, brachte am Ende dieses Ergebnis, wie Karola Eichmann von den Landfrauen berichtete.

Unter Beteiligung sämtlicher Dörfer der Großgemeinde Wusterhausen kam es am Sonnabend zu einem grandiosen Ernteumzug durch die Stadt. Anschließend wurde auf dem Gelände an der Dosse-Halle mit einem bunten Markt und in einem Festzelt ausgiebig gefeiert.

Die zehnköpfige Gruppe war auch dieses Mal wieder federführend. „Aber ohne den Schützenverein oder den Bauhof wäre das alles überhaupt nicht zu machen gewesen“, erklärte Karola Eichmann: „Dass der Erntefestumzug so groß wird, hätten wir nicht gedacht. Und wenn man hier so guckt, was im und am Festzelt los ist, ist das schon beeindruckend.“

Landfrau Helga Wagner aus Segeletz hatte zum Umzugsstart eine Liste mit fast 30 durchnummerierten Schaubildern in Händen. „Theiselmann aus Tornow suche ich noch und auch den Treckerverein aus Blankenberg. Eine Tagesmutti samt Kindern meldete noch ganz kurzfristig an“, sagte Helga Wagner: „Dafür fehlt bis jetzt die gesamte Delegation aus der polnischen Partnerstadt.“ Plötzlich war es 11 Uhr. Der Startschuss sollte fallen. Da bog der Reisebus aus Przytoczna um die Ecke. Dietmer Lemke vom vorneweg laufenden Fanfarenzug ließ derweil die Instrumente warm blasen. Schon konnte es losgehen.

Aktionen auch im Rathaus und in der Stadtbibliothek

Nach dem traditionellen Stop mit einem Extra-Ständchen vor dem Seniorenheim ging es quer durch die Stadt um den Marktplatz herum zurück zur Festwiese vor der Dosse-Halle. Dort lud ein bunter Markt aus vielen Ständen zum Bummeln ein. Neben Handwerkern und Händlern hatten Schausteller auch für Kinder so einiges vorbereitet.

Wer derweil einen letzten Blick in das mittlerweile leergezogene Rathaus vor dessen grundlegender Sanierung erhaschen wollte, hatte die Gelegenheit dazu: Restaurator Hendrik Seipt und Bauamtsleiterin Melanie Füllgraf erklärten die bisher gemachten Befunde und wie es nun weitergeht. Unterdessen wurden Kinder auch in der Stadtbibliothek nebenan gut beschäftigt.

Wo als nächstes im Jahr 2018 derart gemeinsam gefeiert werden könnte, verriet Bürgermeister Roman Blank der MAZ am Rande der Veranstaltung: Nach den bisherigen Erntefesten in Ganzer und Läsikow, wo sich bereits Dorfjubiläen angeboten hatten, komme nun Metzelthin in Frage. Dort steht die 725-Jahr-Feier an. In Wusterhausen selbst indes wird es kein eigenes Erntefest mehr geben, auch nicht in kleinerer Form, wie es die Landfrauen noch voriges Jahr organisierten. Dafür aber werde ein Altstadtfest geplant. Termin dafür ist bislang das erste Juni-Wochenende. Dieses Altstadtfest soll ebenso im Zweijahresturnus abwechselnd mit dem Sommerfest am Volksgarten erfolgen.

Von Matthias Anke

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