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Ersatz für alte Windräder bei Neustadt

Stadt macht den Weg frei fürs „Repowering“ Ersatz für alte Windräder bei Neustadt

In Neustadt ist der Bebauungsplan für das „Repowering“ nun beschlossene Sache. Das Windkraftunternehmen Edis-Natur hat damit eine große Hürde genommen, um drei alte, kleine Anlagen durch neue, mehr als doppelt so große ersetzen zu können. Mehr Ertrag ist das Ziel.

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Die alten Anlagen stehen seit rund 15 Jahren. Die neuen werden mehr als doppelt so groß.

Quelle: Alexander Beckmann

Neustadt. Dieser Schritt könnte der erste einer weiteren Etappe der Windkraftnutzung in der Region sein: In Neustadt ist der Bebauungsplan für das „Repowering“ nun beschlossene Sache. Das Windkraftunternehmen Edis-Natur hat damit eine große Hürde genommen, um alte, kleine Anlagen durch neue, größere ersetzen zu können. In der „Windfarm Neustadt“, einem Gelände südöstlich der Stadt nahe der Bahnlinie, sollen drei Windräder demontiert und dafür zwei neue aufgestellt werden.

Investor Edis-Natur erhofft sich davon vor allem eine höhere Leistung. Die alten Anlagen aus den späten 90er-Jahren verfügen bei einer Nabenhöhe von 60 bis 74 Metern über eine Nennleistung von je 600 bis 750 Kilowatt. Die beiden neuen Windräder sollen bis zur Rotorspitze knapp 200 Meter hoch sein und jeweils drei Megawatt liefern, also das Fünffache. Edis-Natur betont außerdem: „Durch den steigenden Wartungs- und Instandhaltungsaufwand für die mittlerweile 15 Jahre alten Anlagen einerseits und die rasante Weiterentwicklung der Windenergietechnik andererseits wird der weitere Betrieb der bestehenden Anlagen mehr und mehr unwirtschaftlich.“

Die Anlagen sind von der Stadt aus kaum zu sehen

Die Änderungen im bestehenden Bebauungsplan für den Windpark wurden zum einen durch die größere Höhe der Ersatzbauten und zum anderen durch Veränderungen bei der Wegeführung und den Servicearealen notwendig. So verlangen größere Rotoren beispielsweise auch größere Montage- und Wartungsflächen um die eigentlichen Anlagenstandorte herum.

Den Neustädter Stadtverordneten bereitete die Entscheidung über das Vorhaben kein allzu großes Kopfzerbrechen. Die Anlagen sind von der Stadt aus kaum auszumachen und zudem Teil eines wesentlich größeren Windparks. Außerdem wurden per Vertrag Ausgleichsmaßnahmen für eine eventuelle Umweltbelastung vereinbart. Nicht zuletzt besteht für die Stadt mit den neuen Anlagen Aussicht auf höhere Gewerbesteuereinnahmen.

Neustädter Bürger äußerten während der üblichen Auslegung des Planentwurfs ebenso wenig Einwände wie Behörden und Verbände. Die Neustädter Stadtverordneten verabschiedeten den Bebauungsplan einstimmig.

Inwieweit weitere Windradbetreiber dem Beispiel von Edis-Natur noch nachfolgen werden, ist offen. Allerdings weist ein Großteil der Anlagen in dem Windpark ganz ähnliche Baujahre auf wie die Anlagen, die jetzt ersetzt werden sollen. Eventuell wird der Windpark verglichen mit heute also irgendwann weniger dicht, aber dafür gut doppelt so hoch sein.

Von Alexander Beckmann

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