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Ersatzverkehr, weil Lokführer fehlen

Rheinsberg Ersatzverkehr, weil Lokführer fehlen

Neun Tage lang, mitten in der Saison, fuhr kein Ausflugszug der Niederbarnimer Eisenbahn von Berlin nach Lindow und Rheinsberg. Grund ist Personalmangel bei der Privatbahn. Es gibt zu wenig Lokführer, die vorhandenen mussten auf einem neuen Fahrzeugtyp geschult werden. Auch andere NEB-Strecken waren betroffen.

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NEB Pesa Link Triebzug der Baureihe 632 auf Testfahrt bei Nassenheide.

Quelle: Christian Bedeschinski/NEB

Rheinsberg. Neun Tage lang fuhr kein Zug auf der RB54 zwischen Berlin, Lindow und Rheinsberg – eine Woche und zwei Wochenenden mitten in der Saison, vom 18. bis einschließlich 26. Juni. Die Niederbarnimer Eisenbahn (NEB) betreibt die Strecke erst seit Ostern. Sie hatte sich in einer Ausschreibung gegen den bisherigen Betreiber DB Regio durchgesetzt.

Die NEB setzte nun neun Tage lang Busse im Ersatzverkehr ein. „Aus betrieblichen Gründen“, wie es auf der Internetseite hieß. Die Busse könnten Fahrräder nur sehr eingeschränkt mitnehmen, war dort weiter zu leben. Die RB54 dient vor allem dem Ausflugsverkehr von Berlin nach Rheinsberg.

Nicht Bauarbeiten waren schuld an dem Zugausfall, sondern Personalmangel. Das räumte Corinna Alder von der NEB auf MAZ-Anfrage ein. „Wir haben eine dünne Personaldecke. Wir sind selbnst nicht damit zufrieden“, räumt sie ein. Die NEB würde sofort Lokführer einstellen, wenn sie welche fände. Auch andere private Eisenbahnen werben offensiv um Lokführer. „Warum steuern Sie diesen Zug nicht selbst?“, steht zum Beispiel an der Fahrertür der Triebzüge der Ostdeutschen Eisenbahngesellschaft, die unter anderem Wittenberge ansteuert.

Die NEB setzt auf der Strecke nach Rheinsberg täglich nur einen Triebwagen und zwei Fahrer im Schichtdienst ein. Dass das Personal selbst dafür nicht reichte, liegt daran, dass die NEB gerade nagelneue Züge vom Typ Pesa Link aus Polen geliefert bekam. Jeder einzelne Lokführer muss nun ein bis zwei Wochen lang auf dem neuen Fahrzeugtyp geschult werden. Damit gab es keine Reserven mehr. Auch auf anderen Strecken seien deshalb Züge ausgefallen, nicht nur auf dem Weg nach Rheinsberg.

Die neuen Züge, die wegen ihres „Haifischmauls“ auch „Regio-Shark“ genannt werden, sollen vereinzelt auch schon nach Rheinsberg fahren. Weitere Zugausfälle mit Ersatzverlejr in die Prinzenstadt seien derzeit nicht geplant, sagt Corinna Alder, ganz ausschließen kann sie es aber auch nicht.

Bewerbungen als Triebfahrzeugführer nehme die NEB aber in jedem Fall gern entgegen.

Von Christian Schmettow

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