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Ostprignitz-Ruppin Erst Reuter, nun Gottesdienst up Platt
Lokales Ostprignitz-Ruppin Erst Reuter, nun Gottesdienst up Platt
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00:17 07.11.2016
Angret Thiele bringt die Demerthiner Platt-Kinnings am 7. Dezember in den Freundeskreis mit. Quelle: Wolfgang Hörmann
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Kyritz

Kurz vor seinem 206. Geburtstag stand der Dichter Fritz Reuter am Mittwoch im Mittelpunkt, als sich der Freundeskreis der Plattdeutschen traditionell im „Gelben Gewölbe“ versammelte.

Als profunder Kenner des Mannes, der wie kein anderer die niederdeutsche Mundart in die Literatur einbrachte, erwies sich einmal mehr Fritz Neye. Er sprach über Leben und Schaffen des am 7. November 1810 in Stavenhagen Geborenen und erwähnte dabei auch die politische Gesinnung des jungen Reuter. Sie brachte ihm sieben Jahre Haft ein, die er in der Festung Dömitz verbüßte. Auf dem Weg dorthin verbrachte Fritz Reuter auch eine Nacht in Kyritz. Zu seinen Werken gehört neben den bekanntesten Romanen „Ut de Franzosentid“, „Ut mine Stromtid“ und „Ut mine Festungstid“ die Erzählung „Kein Hüsung“, aus der Fritz Neye las.

Platt-AG an Demerthiner Grundschule

Begonnen hatte die monatliche Zusammenkunft mit einem Bericht von Angret Thiele. Die Lehrerin an der Demerthiner Grundschule leitet dort die kleinen Plattdeutsch-Arbeitsgemeinschaft. Mit den vier Mitgliedern nahm sie kürzlich am zweiten Kreativ-Wettbewerb in Potsdam teil, zu dem auch Gleichgesinnte aus Prenzlau und Putlitz angereist waren. Das Programm sei sehr gut aufgenommen worden, so Angret Thiele. Es wird in einem Monat beim letzten Treffen des Freundeskreises in diesem Jahr gezeigt. Am 7. Dezember um 13.30 Uhr geht es dann im „Gelben Gewölbe“ schon vorweihnachtlich zu.

Der nächste Höhepunkt für die Kyritzer kommt aber zunächst am Sonntag um 14 Uhr mit dem ersten plattdeutschen Gottesdienst in der Kolonistenkirche Großderschau. Die Predigt hält Pfarrerin Ute Eisenack, die jetzt in Neuruppin beheimatet ist.

Von Wolfgang Hörmann

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