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Erst die Kunst, dann das Vergnügen

Wusterhausen Erst die Kunst, dann das Vergnügen

Auf farbenfrohe Bilder und witzige Ideen stoßen Besucher des Wegemuseums in Wusterhausen seit Freitag. Das hat jedoch einen nicht unbedingt lustigen Hintergrund: Mittels Kunst näherten sich Flüchtlingskinder und Einheimische an. Eine Aktion also, wie sie manchem Erwachsenen nicht schaden dürfte. Tatsächlich witzig wurde es etwas später beim Sommertheater.

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Im Wegemuseum wird seit Freitag besondere Kunst von Kindern gezeigt. Katrin Mason Brown (r.) erläuterte das Projekt.

Quelle: Wegemuseum

Wusterhausen. Der Eintritt für das diesjährige Sommertheater auf dem Wusterhausener Marktplatz lohnte doppelt. Nicht nur, weil von der Gruppe „Theater 89“ gleich zwei amüsante Stücke des irischen Dramatikers Sean O’Casey gezeigt wurden („Das Ende vom Anfang“ und „Gutenachtgeschichte“) und Wusterhausen damit erneut dieses Sommertheater-Angebot als Mitglied der Arbeitsgemeinschaft „Städte mit historischen Stadtkernen“ nutzte. Sondern Inhaber einer Eintrittskarte konnten sich zuvor in dem nur einen Steinwurf entfernten Wegemuseum umtun. Es war am Sonnabend dazu bis um 19 Uhr geöffnet.

Das „Theater 89“ vor dem Rathaus, wo die Gruppe 2015 schon auftrat

Das „Theater 89“ vor dem Rathaus, wo die Gruppe 2015 schon auftrat.

Quelle: Wegemuseum

Wer das Museum an sich schon kannte, der fand in einem Raum jedoch ganz Neues vor. Denn seit Freitag und noch eine ganze Woche lang ist im Wegemuseum Kunst von Kindern zu sehen. Sie entstand in diesem Jahr innerhalb eines Workshops der Kinder- und Jugendkunstakademie im Wusterhausener Gemeindeteil Ganzer.

Kinder beschäftigten sich im Kunstprojekt mit den Themen Akzeptanz und Toleranz

Kinder beschäftigten sich im Kunstprojekt mit den Themen Akzeptanz und Toleranz.

Quelle: Wegemuseum

Unter dem Titel „Who are you?“ beschäftigten sich fast 20 Mädchen und Jungen mit den Themen Akzeptanz und Toleranz. Dabei wurde mit dem Flüchtlingsheim in Wusterhausen kooperiert, mit dem Wohnverbund in Lögow sowie der Wusterhausener Astrid-Lindgren-Grundschule. Gemeinsam entstanden am Ende unterschiedlichste Werke: Stillleben von Lieblingsspeisen oder Begriffssammlungen, in denen gemeinsame Ziele beschrieben sind. Neben der Leiterin Katrin Mason Brown unterstützten ehrenamtliche Mitwirkende das Projekt: Katrin Meilke und Gabi Dittrich aus Kyritz sowie Michael Gotzmann aus Ganzer.

Ziel war es, dass sich die Kinder und Jugendlichen auf künstlerische Weise gegenseitig kennenlernen und dabei Misstrauen und Ängste auf beiden Seiten abbauen. „Die Menschen zueinander zu führen, die Flüchtlinge bei ihrer Inte­gration zu unterstützen“, galt es laut Katrin Mason Brown. Dazu wurden die jungen Künstler nach der Schule abgeholt und auch wieder zurückgebracht. Trotzdem konnten sie bei dem Projekt völlig unentgeltlich mitmachen. Es wurde innerhalb des Programms „Kultur macht stark“ angeboten, unterstützt mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und betreut vom Bundesverband Bildender Künstler.

Von Matthias Anke

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