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Erste Kraniche im Oberen Rhinluch gesichtet

Zugvögel kehren zurück Erste Kraniche im Oberen Rhinluch gesichtet

Immer wieder heißt es, dass Zugvögel früher in ihre Brutgebiete zurückkehren, weil es dort auch schon in den Wintermonaten warm genug ist. Kranichexperte Ekkehard Hinke erklärt, dass es normal ist, dass der Zugtrieb die Vögel Anfang Februar heimwärts zieht. Trotzdem überwintern immer mehr Kraniche in ihren Brutgebieten. Dabei lauern aber auch große Gefahren.

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Kraniche überwintern immer öfter bei ihren Brutgebieten.

Quelle: dpa

Linum. Sie recken ihre Hälse in die Luft und staken durch die stoppeligen Felder auf der Suche nach Essbarem. Kaum sind die Temperaturen wieder frühlingshafter, tauchen die ersten Vogelschwärme am Himmel auf. Doch dieser Eindruck mag täuschen, wie Kranichschützer Ekkehard Hinke erklärt: „Es ist völlig normal, dass die ersten Kraniche Anfang Februar zurück kommen“, sagt er.

Schon zu Weihnachten hat er die ersten Brutpaare bei Schwante, einem Ortsteil von Oberkrämer, im Naturschutzgebiet Oberes Rhinluch gesehen. Mitten in diesem Naturschutzgebiet befindet sich Europas größter Kranichrastplatz nahe Linum. Ekkehard Hinke ist Vorstandsmitglied im Landschaftsförderverein Oberes Rhinluch und Fachmann in Sachen Kranich. „Nicht alle ziehen im Winter weg, der Großteil macht es aber“, sagt Hinke. Denn Schnee und Frost machen den Tieren nichts aus, solange sich die winterlichen Bedingungen nicht über Wochen hinziehen. „Es würde sie viel mehr Energie kosten, für kurze Zeit in wärmere Gebiete zu ziehen, als einfach da zu bleiben“, erklärt Hinke. „Außerdem sichert frühes Kommen die besten Plätze.“

Stromleitung brach 100 Kranichen das Genick

Ekkehard Hinke kann von Glück reden, dass rund um den Kranichrastplatz in Linum keine langen Stromleitungen stehen. Denn wie der tragische Kranichunfall im Havelländischen Luch im Dezember zeigte, sind sie eine große Gefahr für die Zugvögel. Etwa 100 Kraniche und drei Schwäne kollidierten im Blindflug durch den Nebel mit einer 220-Kilovolt-Leitung bei Möthlow im Havelland, etwa 40 Kilometer südwestlich von Neuruppin. Laut Kranichschutz Deutschland starben die Vögel nicht am Stromschlag, sondern an den Folgen des Leitungsanflugs. „Ihnen wurde förmlich das Genick gebrochen“, sagt Hinke dazu. Demnach war dies der bislang folgenschwerste dokumentierte Kranichunfall an Stromleitungen in Deutschland.

Die Markierung an den Leitungen habe offensichtlich nicht ausgereicht, um die Kraniche vorzuwarnen. „Freileitungen sollten besser gekennzeichnet sein“, fordert auch Hinke. Die betreffenden Stromtrassen bei Möthlow waren mit roten Spiralen und in zu großen Abständen markiert. Experten empfehlen schwarz-weiße Blinkeffekte, die im Abstand von 5 bis 25 Metern an den Erdseilen angebracht werden.

Von Luise Fröhlich

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