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Erster Goethe-Tag an der Grundschule

Kyritz Erster Goethe-Tag an der Grundschule

Die Kyritzer Goethe-Grundschüler haben sich am Mittwoch einen ganzen Schultag lang mit Johann Wolfgang von Goethe beschäftigt. Dafür gab es verschiedene Aktionen in den einzelnen Klassenstufen. Es wurde gemalt und gebastelt, aber auch gelesen.

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Die Schüler beschäftigten sich kreativ mit Goethe, malten ihn, verkleideten sich und brachten seine Daten auf einen Zeitstrahl.

Quelle: Sandra Bels

Kyritz. An der Goethe-Grundschule stand am Mittwoch einen ganzen Schultag lang der Dichterfürst und Namensgeber im Mittelpunkt. Das Lehrerteam hatte für die Kinder den ersten Goethe-Gedenktag organisiert. Der Schulleiter Holger Wichert war mittags nach seinem Rundgang durch die Schule begeistert. „Jeder von uns weiß jetzt ein bisschen mehr mit Goethe anzufangen“, sagte er. Und damit ist für ihn das Ziel des Tages erfüllt. Die Lehrer hatten vielfältige Aktionen zusammengestellt, um den Kindern Goethe näher zu bringen. „Ich bin mir sicher, dass es allen gut gefallen hat“, so Wichert.

In den 1. und 2. Klassen herrschte kreative Unruhe. An Stationen in den Klassenräumen entstanden Lesezeichen, Frühlingsgedichte, ein gestalteter Goethe-Kopf und ein Deckblatt für das Portfolio, dass die Kinder von nun an bis zur 6 Klasse weiter führen. Dann soll es ein richtig dicker Hefter sein. Für die Schnellen gab es noch ein Goethe-Puzzle. Filzer, Buntstifte, Schere, Klebstoff lagen auf den Tischen. Die Kinder waren konzentriert und hatten viel Spaß bei der Arbeit. Dazwischen gab es Kekse und Obst. Warum? Na weil Goethe auch Kekse und Obst geliebt hat, erfuhren die Erstklässler von Christina Wegwart.

Die Klasse 3c von Ulrike Janda braute Holunderblütenlimonade nach einem alten Rezept. „Es stammt aus einer Sammlung aus Goethes Zeit“, erzählte die Lehrerin. Die süße Limo kam bei den Schülern super an. Es wurde gleich mehrmals für Nachschub gesorgt. Aber auch hier wurde gebastelt und gemalt, zum Beispiel Plakate für den Verkauf der selbst gemachten Limonade.

Die 4. Klassen beschäftigten sich mit Goethes Kindheit. Dazu gab es einen Text. Wer ihn aufmerksam gelesen hatte, konnte anschließend die Fragen schnell beantworten, die auf einem Arbeitsblatt standen. Die Schüler versuchten auch ein Gedicht zu reimen und lösten ein Gitterrätsel. Dazu lief eine CD mit einem Stück über das Leben von Goethe.

In der Klasse 5b, die von der Deutschlehrerin Birgit Michalk betreut wurde, entstand ein Zeitstrahl mit Weggefährten und Erfindungen von Johann Wolfgang von Goethe. Außerdem fanden sich auch wichtige Ereignisse der Zeit darauf. Auf Tapetenstücke wurden Sprüche und Weisheiten geschrieben und gestaltet. „Sie sollen das Schulhaus schmücken“, so Birgit Michalk. Die Fünftklässler befassten sich auch mit Goethes „Zauberlehrling“. Es gab ihn im Original, als Comicverfilmung, aber auch als spannende Geschichte und als Rapversion.

„Wir hatten für jeden Jahrgang Schwerpunkte festgelegt“, sagt Sabine Kölzow. Sie ist Fachkonferenzleiterin an der Schule und hatte die Organisation des Tages in die Hand genommen. Künftig soll es den Gedenktag jährlich geben – immer an Goethes Todestag, dem 22. März. Sabine Kölzow war erfreut darüber, wie wissbegierig sich die Schüler mit eingebracht und neues Wissen erarbeitet haben. „Wenn man eine Goethe-Schule ist, dann sollte Goethe auch Schwerpunkt sein“, sagte sie. Einen ersten Vorstoß für einen solchen Gedenktag gab es bereits vor einigen Jahren, als das Schulhaus 100 Jahre alt wurde. Das Projekt war dann aber eingeschlafen und wurde nun aktiviert.

Von Sandra Bels

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