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Ostprignitz-Ruppin Erster Weg in die Kyritz-Ruppiner Heide
Lokales Ostprignitz-Ruppin Erster Weg in die Kyritz-Ruppiner Heide
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21:22 20.05.2016
Endlich frei: Amtsdirektorin Susanne Dorn, Stiftungsvorstand Michael Beier, Bodo Schwiegk vom Landesumweltamt und Landrat Ralf Reinhardt (v. l.) öffneten am Freitag die Schranke für den knapp sieben Kilometer langen Wanderweg. Quelle: Peter Geisler
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Pfalzheim

Mehr als 60 Jahre war es verboten, in der Kyritz-Ruppiner Heide zu wandern. Seit Freitagnachmittag ist es wieder möglich – wenn auch vorerst nur auf einem ersten 6,5 Kilometer langen Abschnitt. Dieser führt von Pfalzheim am sogenannten Sielmannshügel vorbei nach Neuglienicke.

„Das ist ein historischer Tag“, freute sich Michael Beier, Vorstandschef der Heinz-Sielmann-Stiftung. Die Stiftung betreut seit knapp vier Jahren ein Drittel des einstigen 12 000 Hektar großen Bombodromgeländes. „Die Heide kann jetzt auf diesem Weg von jedermann und zu jeder Jahreszeit erwandert werden“, betonte Landrat Ralf Reinhardt (SPD). Mehr als 200 Menschen nutzten bereits am Freitag die Möglichkeit, darunter ebenfalls Kurt Hörz (91). Der gebürtige Schwabe lebt seit 1997 in Neuruppin.

Wanderweg wurde intensiv nach Blindgängern abgesucht

Hörz war mit vielen Wanderfreunden des Märkischen Sportvereins (MSV) zum neu errichteten Parkplatz am Rande der Heide bei Pfalzheim gekommen. Die rüstige Truppe, die normalerweise donnerstags ihre sechs bis acht Kilometer langen Ausflüge macht, war schon oft in der Nähe des einstigen Bombodroms unterwegs. Bisher musste sie jedoch stets einen Bogen um den ehemaligen Übungsplatz machen. Der Grund: Das Gelände war von 1952 bis 1993 von der sowjetischen Armee für Panzerschießübungen und dem Trainieren von Bombenabwürfen aus der Luft genutzt worden. „Keiner weiß genau, was sich noch alles im Boden befindet“, sagte Landrat Reinhardt. Er appellierte deshalb an die Wanderer, die vom Kreis aufgestellten Warnschilder ernst zu nehmen und stets auf dem gekennzeichneten Weg zu bleiben. Dieser war in den vergangenen Monaten mehrfach nach Blindgängern abgesucht worden. Dafür investierte die Sielmannstiftung fast zwei Millionen Euro aus ihrem Spendentopf.

15 Meter hoher Aussichtsturm auf dem Sielmannshügel geplant

Der Weg ist auf dem Abschnitt von Pfalzheim zum Sielmannshügel recht sandig. Das könnte für Radfahrer ein Problem sein. Gleichwohl will die Stiftung daran vorerst nichts ändern. „Wir warten erst mal ab, wie sich Wanderer, Radfahrer und Kutschen auf dem Weg vertragen“, sagte Beier. Vielmehr konzentrieren sich die Sielmänner mit dem Landkreis jetzt darauf, Fördermittel für einen 15 Meter hohen Aussichtsturm zu bekommen, der auf dem Hügel entstehen soll. „Von dort hat man dann einen herrlichen Blick in die Heide“, sagte Reinhardt. Der Kreis hat das mittels einer Kameradrohne getestet.

Mehr als 200 Menschen wanderten bereits am Freitag zum Sielmannshügel. Quelle: Peter Geisler

Unklar ist, wann der hölzerne Aussichtsturm gebaut werden kann – schon im nächsten Jahr oder erst 2018. Bis dahin will die Sielmannstiftung für mehr Mischwald in dem jetzigen Kiefernwald sorgen und die Heidelandschaft vergrößern. Ziel ist eine Fläche von 2000 Hektar Heide. Das wäre mehr als in der Lüneburger Heide.

Von Andreas Vogel

Erst trafen sich die Gegner des Bombodroms vor ihr, später beteten sie in ihr. Die Geschichte der Dorfkirche Gadow und des um ihren Erhalt bemühten Fördervereins ist eng mit der Protestbewegung „Freie Heide“ verbunden. Nach aufwendigen Sanierungsarbeiten ist die Kirche mittlerweile eine Art kleines Museum für die Bürgerinitiative von damals geworden.

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