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Ostprignitz-Ruppin Es geht um die Wurst
Lokales Ostprignitz-Ruppin Es geht um die Wurst
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00:20 18.09.2017
Firmenchef Matthias Dülfer führt durch den Betrieb. Quelle: Regine Buddeke
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Neuruppin

Wie die Wurst aus der Fleischerei Dülfer schmeckt, weiß in Neuruppin fast jeder. Wie sie hergestellt wird, nicht. Doch das können einige MAZ-Abonnenten jetzt ändern. Die Sommerpause ist vorbei, im September gibt es wieder den „Betriebsausflug“, bei dem die Märkische Allgemeine und die Regionalentwicklungsgesellschaft Nordwest Brandenburg (REG) in mittelständische Betriebe einladen. Dort können die Abonnenten exklusiv einen Blick hinter die Kulissen werfen.

Der nächste Betriebsausflug führt in die Traditionsfleischerei Dülfer in Neuruppin. Firmenchef Matthias Dülfer wird die Besuchergruppe am Mittwoch, 27. September, ab 10 Uhr durch die Produktionsräume in der Hermann-Riemschneider-Straße 9 führen. Die Teilnehmer können den Zerlegeraum und die Wurstverarbeitung sehen und auch mal einen Blick in den Kühlraum werfen – hier empfiehlt sich ein längerer Aufenthalt nicht.

Seit 1997 hat Dülfer seinen Sitz im Gewerbegebiet Treskow. In den modernen Produktionsräumen wird täglich eine Tonne Fleisch verarbeitet.

Hier gibt es mehr Wurst, als man essen kann. Quelle: Peter Geisler

Vor allem Schweine und Rinder, manchmal aber auch Lamm und Kalb werden zu Bratenstücken, Koteletts, Steaks, Aufschnitt, Würsten und Sülzen verarbeitet. Regional ist hier die erste Wahl. Die Rinder liefert der Schlachthof Hakenberg, Schweine der Schlachthof Neuruppin. Aus dem Hause Dülfer kommen ebenso Wurst-Konserven, allerlei Küchenfertiges wie Rouladen oder Schaschlik und Salate. Insgesamt sind es mehr als 130 Produkte. „Der Renner ist – damals und heute – unsere Zervelatwurst mit Rum“, sagt Geschäftsführer Matthias Dülfer . Der 48-jährige Fleischermeister hat 2007 das Unternehmen vom Firmengründer Burkhard Dülfer übernommen; zuvor hatten Vater und Sohn 14 Jahre lang zusammen die Geschäfte geführt. 2013 starb der Firmengründer, der auch langjähriger Stadtverordneter war und dem für sein langjähriges Engagement in Politik und Handwerk die Ehrenbürgerwürde verliehen wurde.

In Neuruppin ist Dülfer in aller Munde

Die Fleischerei Dülfer ist in Neuruppin im wahrsten Sinne in aller Munde. 1966 hat der junge Fleischermeister Burkhard Dülfer mit seiner Frau die Fleischerei in der Neuruppiner Virchowstraße übernommen. Vorn wurde verkauft, hinten zerlegt. Die Kundschaft stand geduldig Schlange. Das kleine Ladenlokal in der Virchowstraße war das einzige Geschäft der Fleischerei Dülfer, die darüber hinaus aber noch zwei Konsum-Verkaufsstellen belieferte, ein Kinderheim und Kantinen wie die der Elektrophysikalischen Werke Neuruppin (EPN) oder die des Feuerlöschgerätewerkes. Damals war das Metzgerhandwerk echte Knochenarbeit, die Rinder- und Schweinehälften wurden auf dem Buckel in den Betrieb geschleppt. Burkhard Dülfer verarbeitete das Fleisch, seine Frau verkaufte. Heute hat die Firma Dülfer sechs Filialen und 48 Mitarbeiter, davon 16 am Standort Hermann-Riemschneider-Straße. Einen Lehrling gibt es zurzeit nicht, obwohl Dülfer gern ausbilden würde und auch Fachkräfte sucht. Es sei eben eine „körperlich anspruchsvolle Arbeit“ für Leute, die zupacken können, sagt der Chef.

Der Betriebsausflug in die Fleischerei Dülfer startet am Mittwoch, 27. September, um 10 Uhr und dauert etwa zwei Stunden. Die Aktion von MAZ und REG ist exklusiv für MAZ-Abonnenten. Zehn Leser dürfen die Führung durch die Produktionsräume erleben.

Interessenten können sich anmelden per E-Mail unter kundencenter.neuruppin@maz-online.de oder ab Montag 9 Uhr telefonisch im MAZ-Kundencenter unter 03391/45 75 40. Gibt es mehr Bewerber als Plätze, entscheidet wie immer das Los. Die Gewinner werden am Freitag, 22. September, in der MAZ bekannt gegeben

Von Kathrin Gottwald

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