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Ostprignitz-Ruppin Es hält kein Schiff mehr im Zietendorf
Lokales Ostprignitz-Ruppin Es hält kein Schiff mehr im Zietendorf
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02:15 18.05.2017
Idyllische Lage mit Problemen: Die Fahrgastschifffahrt Neuruppin macht vorerst nicht mehr in Wustrau fest. Quelle: Peter Geisler
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Wustrau

Ein schwerer Schlag für den Tourismus in Wustrau und für alle Unternehmen, die auf Touristen angewiesen sind: Das Zietendorf ist bis auf Weiteres von einem der wichtigsten Zubringer für Besucher abgeschnitten. Zwar fahren die Ausflugsdampfer der Fahrgastschifffahrt Neuruppin weiterhin bis Wustrau am südlichen Ende des Ruppiner Sees. „Aber wir legen dort zurzeit nicht mehr an“, bestätigte Daniel Schmidt. Er ist Geschäftsführer des Tourismusservice Bürgerbahnhof in Neuruppin, der die Ausflugsdampfer seit 2012 betreibt.

Offenbar gibt es Unstimmigkeiten zwischen dem neuen Eigentümer der Dampferanlegestelle in Wustrau, dem Tourismusservice Bürgerbahnhof und den Stadtwerken Neuruppin; die Stadtwerke sind Eigentümer der Neuruppiner Ausflugsschiffe. Der Disput dreht sich unter anderem um die Frage, wem der Steg in Wustrau gehört und wer für die Sicherheit der Gäste haften muss, wenn ein Schiff anlegt. So lange das nicht eindeutig geklärt ist, sieht die Fahrgastschifffahrt keine Möglichkeit, in Wustrau festzumachen, damit Passagiere dort ein- oder aussteigen.

Der Steg wurde vom Insolvenzverwalter verkauft

Auslöser für die Unstimmigkeiten ist offenbar ein Verkauf des Stegs. Der Insolvenzverwalter der Firma SSG Wustrau, der früher unter anderem das Seeschlösschen samt Anleger gehörte, hat den Steg an Arnd Heymann veräußert. Heymann als neuer Eigentümer findet für den öffentlichen Bootsanleger aber keine Versicherung, weil der Steg in so schlechtem Zustand ist, dass Fachleute des Tüv ihn nicht für verkehrssicher halten. „Ich würde den Steg sofort reparieren lassen“, versichert Heymann. Rund 2800 Euro würden die dringendsten Arbeiten kosten. „Das Geld ist nicht das Problem“, sagt Arnd Heymann. Doch anscheinend gibt es Zweifel, ob der Verkauf des Steges durch den Insolvenzverwalter korrekt war.

„Ich gehe davon aus, dass ich rechtmäßiger Eigentümer bin“, sagt Heymann und hat das vom Insolvenzverwalter bestätigt bekommen. Daniel Schmidt von der Fahrgastschifffahrt ist sich da nicht so sicher. Er ist überzeugt, dass auch der Landkreis beim Verkauf einer öffentlichen Anlegestelle ein Wörtchen mitzureden hat. So lange die Frage nicht eindeutig geklärt ist, gibt Heymann die Reparatur nicht in Auftrag. Heymann hatte in den vergangenen Tagen versucht, den Bürgerbahnhof in Neuruppin und die Neuruppiner Stadtwerke bei der Sanierung des Steges und bei der Versicherungsfrage mit ins Boot zu holen. Doch auch dabei sind sich die drei nicht einig geworden.

Stadtwerke sollen sich um eine Lösung bemühen

Die Situation ist so verfahren, dass die Fahrgastschifffahrt ihre Dampfer aus Gründen der Sicherheit nicht mehr anlegen lässt. Und das, obwohl schon etliche Besucher für die Fahrten nach Wustrau gebucht hatten. „Wir haben allen Gruppen in den kommenden zwei Monaten für Wustrau abgesagt“, sagt Schmidt. Auch den Restaurants in Wustrau und dem Brandenburg-Preußen- Museum gehen damit Besucher verloren.

Inzwischen hat sich Neuruppins Bürgermeister Jens-Peter Golde in den Disput eingeschaltet. Er hat die Stadtwerke am Montag gebeten, die Situation gemeinsam mit der städtischen Wirtschaftsfördergesellschaft Inkom und der Gemeinde Fehrbellin zu klären. Wie schnell sich eine Lösung finden lässt, war allerdings noch unklar.

Von Reyk Grunow

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