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Ostprignitz-Ruppin „Es kann überall passieren“
Lokales Ostprignitz-Ruppin „Es kann überall passieren“
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18:49 18.08.2017
Blumen und Kerzen auf der Flaniermeile Las Ramblas, auf der am Donnerstag viele Menschen zu Tode kamen. Quelle: dpa
Neuruppin

Mar Panicot Colls ist mit ihrer Familie gerade in Neuruppin (Ostprignitz-Ruppin) zu Besuch. Von dem Anschlag in Barcelona hat sie am Donnerstagabend aus dem Internet erfahren. „Im ersten Moment war ich geschockt“, sagt sie. Mit ihrem Mann betreibt sie in Barcelona eine Sprachschule. Die liegt zwar ein gutes Stück von der Rambla entfernt. „Aber viele meiner Freunde leben dort in der Gegend“, sagt die 42-Jährige. Ein Freund ist jeden Donnerstag auf der Straße unterwegs. Ausgerechnet an diesem Donnerstag hatte er seinen Termin aber verschoben.

Berlin, Paris – und nun auch Barcelona

Den Sommer verbringt Mar Panicot Colls oft mit ihren Kindern Sophia und Gabriel bei der Schwiegermutter in Neuruppin. Nach dem Anschlag an der Gedächtniskirche im Dezember hatte sie diesmal schon große Bedenken, den üblichen Ausflug nach Berlin zu machen. „Und dann hörst du, dass es in deiner eigenen Stadt auch passiert“, sagt sie: „Das ist unfassbar.“ Damit habe sie nicht gerechnet, Barcelona sei schließlich viel kleiner als Berlin oder Paris. „Aber letztlich ist Barcelona eben auch eine Stadt der Europäer und es kann überall passieren.“

Alle Familienmitglieder wohlauf

Übers Internet hat sie sich inzwischen vergewissert, dass es ihrer Familie und den Freunden gut geht. Niemand von ihnen ist von dem Anschlag direkt betroffen. „Ich bin hin und her gerissen“, sagt die Katalanin: „Zum einen bin ich froh, hier in Sicherheit zu sein. Zum anderen würde ich jetzt am liebsten bei meiner Familie dort sein.“

Auf der Flaniermeile Las Ramblas war am Donnerstagnachmittag ein Lieferwagen in eine Menschenmenge gefahren und hat dabei mindestens 14 Menschen getötet. Alle Infos zum Terroranschlag von Barcelona.

Von Reyk Grunow

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