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Ostprignitz-Ruppin Es lebe die Musik
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00:17 12.04.2017
Rund 120 Sänger stimmten beim Finale der 12. Neuruppiner Chorgala in den gemeinsamen Gesang ein. Quelle: Cornelia Felsch
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Neuruppin

Es ist Frühling und so ruft der Kuckuck auch am Sonnabend in der Neuruppiner Kulturkirche. Unsichtbar, doch für die Ohren der 300 Konzertbesucher deutlich zu vernehmen – aus den Kehlen der Gymnasiasten des Schinkelgymnasiums.

Einen Abend voll Chormusik boten der Neuruppiner A-capella-Chor und seine drei Gastchöre. unter dem Motto „Viva la musica“, „Es lebe die Musik“. Hans-Peter Schurz, der Leiter des A-capella-Chores, lädt im Frühjahr regelmäßig auch Gastchöre aus ferneren Regionen ein. Für die Sänger eine gute Gelegenheit auch einmal Vokalisten aus anderen Landstrichen kennen zu lernen und beim geselligen Beisammensein nach dem Konzert freundschaftliche Kontakte zu knüpfen. Diesmal kamen die Gäste aus Wuppertal und Südtirol. Annely Fiebelkorn begleitete den Abend als Moderatorin mit poetischen texten über die Musik und den Gesang.

Nun fanget an

Den Auftakt zur 12. Chorgala übernahm der Gastgeber selbst – mit seinem Programm von Hans Leo Haßler über Johann Hermann schein bis zu Ferdinand Möhring. „Nun fanget an, ein guts Liedlein zu singen, lasst Instrument und Lauten auch erklingen“, heißt es im Neuen Deutschen Gesangbuch von 1596.

Brasilianisch geht es dann weiter mit dem Märkischen Jugendchor und einem Psalm-Chorstück von Ernani Aguiar. Die Hoffnung der Liebe besingen die jungen Gesangskünstler mit einem Werk aus der Spätrenaissance des Italieners Giovanni Giacomo Gastoldi.

Hexentöne im Chorgesang

Aus Wuppertal stammt der Kammerchor „amici del canto“, der sich am Sonnabend vorwiegend zeitgenössischer Chormusik widmete., unter anderem von schwedischen, englischen und einem finnischen Komponisten, der mehrer Shakespeare-Songs schuf. „Double, double toil and trouble“ beschreibt das Treiben dreier Hexen aus der Tragödie von Macbeth. Der Kessel brennt über dem Feuer, Eingeweide und Kröten werden gekocht, Froschschenkel, Fledermäuse und Hundezungen kommen hinzu. Geheimnisvoll murmeln die Chorsänger ihre Beschwörungsrituale beim musikalischen Kochen der Höllenbrühe. Der kräftige Beifall der Zuhörer ist ihnen sicher, obwohl sie mit ihrem Programm noch nicht am Ende sind.

Lieder der italienischen Heimat

Aus Südtirol stammt der Männerchor „Coro Plose C.A.I.“ Brixen, der im zweiten Konzertteil für internationales Flair sorgt. Die Sänger, die sich dem weltlichen und geistlichen Liedgut ihrer Heimat widmen, sehen sich als große Familie. Einen Spruch des Dramatikers Ricardo Monti haben sie sich als Leitsatz ausgewählt: „Singen im Chor bedeutet zunächst einmal lernen, miteinander zu leben“. Die Neuruppiner bedachten die sympathischen Sänger mit tosendem Applaus nach jedem Stück und brachen in Jubel aus, als die Sänger schließlich das Lied der Berge anstimmten, „La Montanara“. Das Lied ist weltweit berühmt worden und erklingt jedes Jahr im September im Val di Sole, wenn sich die weltbekanntesten Männerchöre aus dem Trentino ein Treffen geben. Ein Chor-Hit, der wohl nicht nur im italienischsprachigen Alpenraum bekannt und beliebt ist., denn auch aus den Zuschauerreihen wurde nun Gesang hörbar. Rund 120 Sänger verabschiedeten sich schließlich mit gemeinsamen Gesang von den begeisterten Zuhörern.

Von Cornelia Felsch

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