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Es soll nicht nur beim Turmbau bleiben

Tornow Es soll nicht nur beim Turmbau bleiben

Erstmals saßen nun alle Verantwortlichen zusammen, um über einen Fördermittelantrag für die Sanierung der Tornower Kirche zu sprechen. Es soll nicht nur der Turm des Gotteshauses wieder aufgebaut, sondern das gesamte Gebäude in eine Sanierung einbezogen werden.

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Birgit Theiselmann-von Dallwitz, hier bei einem Vor-Ort-Termin mit Gemeindevertretern, ist nicht nur „Gutsherrin“. Sie steht auch dem Förderverein „Lennépark und Kirche Tornow“ vor.

Quelle: Hörmann

Tornow. In die seit langem diskutierten Sanierungsarbeiten an der Gutskirche in Tornow kommt Bewegung. Das kleine Gotteshaus gehört der Gemeinde Wusterhausen. Ohne Fördermittel aus dem Leader-Programm, einem europäischen Fördertopf, lässt sich der hauptsächlich angedachte Neuaufbau des Kirchturmes nicht bewerkstelligen.

Nachdem vom Förderverein „Lennépark und Kirche Tornow“ ein Nutzungskonzept erarbeitet wurde, scheiterte eine Antragstellung an den Leader-Förderverein seitens der Gemeinde bisher an einem 1969 schriftlich festgelegten Vermerk. Der besagte, dass „nichtchristliche Feiern“ in der Kirche „nicht gestattet“ seien. Darüber und über andere strittige Punkte wurde bei einer jüngst stattgefundenen Zusammenkunft in Tornow gesprochen. Mit Wusterhausens Bürgermeister Roman Blank, der Vereinsvorsitzenden Birgit Theiselmann-von Dallwitz, Pfarrer Daniel Feldmann, dem Bausachverständigen Gerhard Ganswindt, Ortsvorsteher Uwe Tackmann und einer Vertreterin des Tornower Kirchenvorstandes saßen erstmalig alle an einem Tisch, die in Sachen Kirchenbau etwas bewegen wollen.

Trockenlegung, Dach und Neubau des Turmes

Greifbare Ergebnisse zeichnen sich ab. Der Passus der Ausschließlichkeit, nichtchristliche Veranstaltungen betreffend, wird im zuständigen Kyritzer Gemeindekirchenrat diskutiert. Die Kostenermittlung betrifft die Gesamtsanierung inklusive Elektroarbeiten, Trockenlegung, Dach und Neubau des Turmes. Den Auftrag dafür soll ein in Kirchenbauten erfahrener Architekt erhalten. Das Geld wird aus dem Eigenanteilsfonds vorgestreckt und später mit der Gesamtmaßnahme verrechnet. Die Vertreter der Kirche halten den Kontakt zur Verwaltung der Gemeinde Wusterhausen. „Wir werden den Fördermittelantrag zum September dieses Jahres stellen, um nach positivem Entscheid 2018 beginnen zu können“, sagte Bürgermeister Roman Blank auf Nachfrage bei der jüngsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses. „Und wir haben das Ziel, es nicht beim Neuaufbau des Turmes zu belassen, sondern das gesamte Gebäude einzubeziehen.“ Das vom Verein vorgelegte Konzept sei mit der Fördermittelstelle geprüft und für ausreichend befunden worden.

Die finanzielle Abwicklung des gesamten Vorhabens übernimmt die Gemeinde Wusterhausen. Der vorhandene Mietvertrag mit der evangelischen Kirche ist den aktuellen Bedingungen anzupassen. Erstmals wurden klare Verantwortlichkeiten festgelegt. Einen Folgetreff soll es im Mai geben.

Aus dem Nutzungskonzept für die Gutskirche Tornow

Zwischenstopp am Fontane-Wanderweg zwischen Ganzer, Dessow, Trieplatz, Tornow, Bantikow und Wusterhausen; Zwischenstopp am Radwanderweg über Wusterhausen, Bantikow, Tornow, Sechzehneichen, Kyritz oder am Wasserweg für Kanutouristen auf der Dosse;

Erhalt des denkmalgeschützten Ensembles Gutskirche, Gutspark, Gutshof mit Gutshaus von 1803;

Gottesdienste (auch besondere Ferien- und Kindergottesdienste, Wortgottesdienste, Andachten, Frühgottesdienste mit einem gemeinsamen Frühstück);

Kirchliche Trauungen, auch im Zusammenhang mit dem Standesamt der Gemeinde Wusterhausen auf Gut Tornow, Taufen;

Einkehrtage in Kooperation mit dem Gut Tornow oben unterm Dach;

Ausstellungen von Arbeiten hiesiger Künstler, auch zum Fontane-Wanderweg, Flucht und Vertreibung, Geschichte der Prignitz am Beispiel der Gutskirche vom Mittelalter bis heute, Ausstellungen gemeinsam mit dem Wegemuseum Wusterhausen;

Vorträge (Fontanes Erzählung über Tornow in „Der Hauptmann von Capernaum“), Geschichte der ehemaligen Gutsbesitzer, kulturhistorische Gegebenheiten der Mark bis 1945, Geschichte der Johanna von Dallwitz – Eigentümerin bis 1945 – ,
Geschichte des Gartendenkmals, Parkanlagen, Lenné-Park, Kirche im Wandel, Besiedlungsgeschichte der Prignitz am Beispiel Tornow.

Von Wolfgang Hörmann

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