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Ostprignitz-Ruppin Esta Ruppin im Finale für Integrationspreis
Lokales Ostprignitz-Ruppin Esta Ruppin im Finale für Integrationspreis
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17:57 07.12.2016
Songs in 14 Sprachen: Shamsalla Mohamadi, Jenny Krieger, Aziz Rasooli, Esther Githanji und Max Lingk von „Estabien“ (v. l.).   Quelle: Peter Geisler
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Neuruppin

 Der Verein Esta Ruppin erhält am Dienstag in Düsseldorf einen Preis für seine Integrationsarbeit mit geflüchteten Kindern und Jugendlichen. Mit seinen verschiedenen Projekten hatte es der Verein bis ins Bundesfinale des Deichmann-Förderpreises für Integration geschafft (MAZ berichtete). Welchen der ersten drei Preise der Verein bekommt, erfährt die Esta-Delegation am Vormittag. Mit bis zu 15 000 Euro Preisgeld könnte das Team zurück nach Brandenburg reisen.

Auch Aziz Rasooli wird bei der Preisvergabe in Düsseldorf auf der Bühne stehen. Ganz alleine war der inzwischen 16-Jährige von Afghanistan nach Deutschland geflüchtet – im Januar kam er an. Nur zwei Monate später begann er bei „Estabien“ zu singen, einer gemeinsam mit dem Jugendfreizeitzentrum ins Leben gerufenen Initiative, die jungen Geflüchteten Zugang zu Jugendkultur öffnen soll. „Estabien“ ist eines von mehreren Projekten, mit denen Esta Ruppin jungen Flüchtlingen die Ankunft in Deutschland erleichtern möchte. Auch das Spielemobil, das zu Gemeinschaftsunterkünften tourt, gehört dazu.

„Estabien“ versteht sich als offene Musikschule

Etwa 20 Jugendliche aus Fluchtländern und aus der Region musizieren bei „Estabien“. „Tendenz steigend“, sagt Musiker Max Lingk. Das Projekt versteht sich als offene, mobile Musikschule. Anfangs tourte Lingk viel durch die Region, um im Heim für unbegleitete Flüchtlinge in Wittstock, im Übergangswohnheim in Treskow und anderswo Interessenten zu finden. Inzwischen trifft sich ein Teil der Teilnehmer immer mittwochs zu einem festen Probentermin in Wittstock. In Neuruppin sucht Esta noch einen geeigneten Probenraum, wo Jugendliche Musik machen können.

„Wir wollen nicht bespaßen“, sagt Lingk. „Wir arbeiten ergebnisorientiert.“ Zwei Monate nach seiner Gründung traten die Projektmitglieder erstmals auf. Inzwischen haben sie mehr als zehn Auftritte absolviert. Wer sich selbst ausprobieren kann, so hoffen die Projektmacher, gewinnt auch an Selbstvertrauen.

Über die Musik Freundschaften knüpfen

Vielleicht das Wichtigste an „Estabien“: das Projekt ist eine Freundschaftsschmiede. Über die Musik lernten Aziz und Shamsalla, der auch allein aus Afghanistan nach Deutschland flüchtete, junge Leute aus der Region kennen. Jenny Krieger etwa, die mit den beiden afghanischen Flüchtlingen das Oberstufenzentrum in Neuruppin besucht und inzwischen gemeinsam mit ihnen singt. Fast täglich treffen sie sich.

Dass junge Menschen völlig auf sich gestellt aus Afghanistan in die Fremde flüchten – davon hatte die 21-Jährige zuvor nie was gehört. „Auch diese ganze Kriegsgeschichte“ war der jungen Frau aus Schweinrich vorher nur wenig vertraut. Inzwischen haben ihr Aziz und Shamsalla viel erzählt. „Das ist wirklich beeindruckend.“

Nur wenige haben musikalische Erfahrungen

Musikalische Erfahrungen hatten die wenigsten Projektteilnehmer. Esther Githanji ist eine der wenigen, die vorher schon gesungen haben. Mit der Band „Strom & Wasser“ absolvierte die junge Frau aus Kenia mehrere Auftritte. Doch dann kam ihre kleine Tochter zur Welt und die 29-Jährige konnte nicht mehr so einfach auf Tournee gehen. Als sie angesprochen wurde, ob sie bei „Estabien“ mitsingen wolle, sagte sie sofort zu. „Ich wollte wieder zu Hause singen.“

Von Frauke Herweg

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