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Esta-Zirkuszentrum sucht Standort in der Kreisstadt

Neuruppin Esta-Zirkuszentrum sucht Standort in der Kreisstadt

Niemandem etwas vorgaukeln, sondern richtig Zirkus machen – das wollen die Kinder und Jugendlichen, die am Projekt „Gauklerkids“ teilnehmen. Durch Fördergelder soll jetzt ein Zirkuszentrum für das Projekt in Neuruppin entstehen und alle gemeinsam in die große Manege bringen.

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Kunststücke und Akrobatik sind das Angebot der Gauklerkids vom Verein Esta-Ruppin.

Quelle: Peter Geisler

Neuruppin. Die Planungen für das Zirkuszentrum der Esta-Gauklerkids Ostprignitz-Ruppin sind weiter als noch vor ein paar Monaten. Dank einer Förderung der Skala-Stiftung über eine Million Euro soll das Projekt nun in Neuruppin einen festen Standort bekommen.

„Jetzt werden Nägel mit Köpfen gemacht“, sagte Bürgermeister Jens-Peter Golde am Dienstag im Rathaus. Für das Projekt übernimmt Golde die Schirmherrschaft.„Gerade bei der Frage nach Integration und Inklusion spielt das Zirkuszentrum eine große Rolle.“Neben Bewegung, Unterhaltung und dem sozialen Aspekt für Kinder und Jugendliche komme das Zirkuszentrum Neuruppin auch als Kulturstadt zugute. Hier muss nun noch der richtige Platz dafür gefunden werden.

„Momentan sind wir in fliegendes Zirkuszentrum“

Momentan werden verschiedene Orte geprüft, einige Hürden sind noch zu nehmen. „Momentan sind wir ein fliegendes Zirkuszentrum“, sagt die Leiterin und Projektkoordinatorin Gunda Kniggendorf. An zehn verschiedenen Standorten im Landkreis trainieren dezentral mehr als 110 Kinder und Jugendliche bei den Gauklerkids.

„So lange wir noch keinen Platz haben, wandern wir, aber natürlich würden wir unsere Pläne sehr gern noch in diesem Jahr verwirklichen, um noch mehr Angebote machen zu können“, sagt die Projektkoordinatorin. Innerhalb von vier Jahren soll das Zentrum fertig sein und auf eigenen Beinen stehen. Ein Grundstück von etwa 200 Quadratmetern wäre für das Vorhaben gut geeignet.„Es soll ein netter Ort werden, wo man gern hingeht, es soll nicht überdimensional werden“, sagt Gunda Kniggendorf.

Zu einem Zirkus gehört auch ein Zirkuszelt

Ein Zirkuszelt auf einem Gelände dieser Größe ist für kommendes Jahr geplant, sobald der Standort gefunden ist. Dort sollen Trainingsstunden und Vorführungen stattfinden.„Da es auch zu wenige Turnhallen gibt, soll das Zentrum auch für Schulsport und alternative Bewegungsmöglichkeiten eingebunden werden.“

Das Projekt „Gauklerkids“ arbeitet bereits mit der Puschkinschule, dem JFZ und dem Evangelischen Gymnasium zusammen. Dort werden schon alternative Bewegungskonzepte in den Unterricht eingebaut. „Für das Gauklerzentrum wünschen wir uns gemeinsame Projektwochen mit Schulen, kleine Tourneen und die Möglichkeit für die Kinder, sich noch mehr zu entwickeln und zu spezialisieren“, sagt die Projektleiterin.

Im Sommercamp der Gauklerkids sind noch Plätze frei

Donnerstags von 14.30 bis 16 Uhr findet regelmäßig ein kostenfreies Schnuppertraining in der Puschkinturnhalle statt. „Hier kann jeder ausprobieren, was Spaß macht und wozu er Lust hat“, sagt Gunda Kniggendorf, „Einrad fahren, Jonglage oder Körperakrobatik“.

Nach den Sommerferien sind feste Gruppen geplant, in denen sich die jungen Sportler und Zirkuskinder auf ein Angebot spezialisieren können. Vom 30. Juli bis zum 6. August findet im Sportcenter des Evangelischen Gymnasiums wieder das Zirkus- und Gauklercamp mit großer Abschlussvorstellung statt – 20 kostenlose Plätze für Teilnehmer zwischen acht und 17 Jahren sind noch frei. Ob als Artist, Bauchtänzer oder Jongleur – dort können Mädchen und Jungen viele Zirkustechniken kennenlernen und Kontakte knüpfen.

Von Christina Koormann

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