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Esta bien ließ es ordentlich krachen

Wittstock Esta bien ließ es ordentlich krachen

Ob mit ganz exotischen Klängen oder aber Rock, Pop und Rap lockte das Musikfestival „Culture Beats“ am Samstagabend die Wittstocker in den Vereinssaal „Zur Eiche“. Veranstalter war das Musikprojekt „Esta bien“, das in Wittstock ein Probenstudio hat. Neben den jungen Musikern sorgten auch namhafte Künstler wie der Berliner Rapper Fargo für gute Stimmung.

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Beim „Freestyle“ rappte Fargo (r.) durch die Reihen und dichtete aus dem Stegreif Passagen über die Gäste.

Quelle: Christian Bark

Wittstock. Bei so vielen Proben, die das Musikprojekt „Esta bien“ seit fast einem Jahr im Wittstocker Studio in der Gröperstraße 33 abhält, wollen die Musiker hin und wieder auch ihr Können einem breiten Publikum zeigen. Dazu hatten sie am Wochenende beim von „Esta bien“ veranstalteten und mit Landesgeld finanzierten Musikfestival „Culture Beats“ Gelegenheit. Am Freitagabend rockten die Musiker das Jugendfreizeitzentrum in Neuruppin, am Samstagabend den Vereinssaal „Zur Eiche“ in Wittstock.

Esta bien trat natürlich auch auf

Esta bien trat natürlich auch auf.

Quelle: Christian Bark

„Ich bin nicht allein hier, ich hab meine Posse bei mir“, riefen die Esta-bien-Schüler und ihr Projektbetreuer Max Lingk. „Posse bedeutet soviel wie ’loser Zusammenschluss’“, erklärte Max Lingk. Was die jungen Musiker auch seien. Sie lockten mit Hip Hop, Reggae und Rock’n’Roll auf die Tanzfläche. Mit einem stimmgewaltigen Solo begeisterte Asef Rahilani, der auf Dari, der afghanischen Farsi-Sprache, sang. Mit dabei waren auch Gruppen, die dem Projekt nicht angehörten, wie der Trommelzirkel „One Beat Family“ und die Band „Retarded“ aus Neuruppin.

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Das Musikprojekt „Esta bien“ veranstaltete am Samstagabend das Festival „Culture Beats“ in Wittstock. Mit dabei war auch Rapper Fargo aus Berlin.

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Stargast in Wittstock war aber ohne Frage der Berliner Rapper Fargo, der eigentlich Falk-Arne Goßler heißt und „Esta bien“ von Tonaufnahmen in einem Berliner Studio kennt. Er macht eigentlich eher Popmusik mit dem Stilmittel Sprechgesang, wie er sagte und das bekamen die Gäste in Wittstock auch zu hören. Weil die Musik so gut tanzbar war, füllte sich das Parkett vor der Bühne schnell. Fargo stimmte in sein Konzert mit dem Titel „Das ist gerade erst der Anfang“ ein und widmete sich dann Themen wie der ersten Liebe, die man nie vergisst – auch wenn es die eigene Lehrerin war. Für den Titel „Ich bin verliebt in meine Lehrerin“ bat er Esta-Ruppin-Geschäftsführerin Carola Wöhlke, quasi als Lehrerinnenbild, auf die Bühne.

Freie Musikschule und Integrationsprojekt

Im März 2016 wurde das Musikprojekt „Esta bien“ ins Leben gerufen. Die offene Musikschule ist dem Verein „Esta Ruppin“ angegliedert und ermöglicht jungen Menschen zwischen 6 und 27 Jahren kostenfrei das Lernen in der Vielfalt und bietet eine Plattform für herkunftsübergreifende Begegnung und aktive Freizeitgestaltung. Der Name ist spanisch und bedeutet „Es ist gut“.

60 Teilnehmer gibt es aktuell aus ganz Ostprignitz-Ruppin. Seit November 2016 finden die Proben im „Studio W“ in der Gröperstraße 33 statt. Auch im Jugendfreizeitzentrum in Neuruppin wird geprobt.

Das Musikfestival „Culture Beats!“ fand in Wittstock und Neuruppin statt. Vom
1. bis 4. November ist ein Musikcamp in Schloss
Bantikow geplant. Mit einem Text- und Songworkshop dabei ist auch Rapper Fargo. Die Teilnahme ist kostenlos. Etwa 19 Plätze sind noch frei.

Der Rapper bezog nicht nur in diesem Song das Publikum mit ein, spontaner wurde es beim „Freestyle“. Dabei rappte er mit Texten aus dem Stegreif durch die Reihen, bezog die Passagen auf Leute, die ihm gerade in den Blick kamen. Das sorgte für ausgelassene Stimmung im Vereinssaal – auch wenn sich die Veranstalter etwas mehr Gäste gewünscht hätten. „Es kommt nicht immer auf die Größe des Publikums, sondern auf die Stimmung der Leute an. Die war in Wittstock super“, sagte Fargo.

Max Lingk freute sich am Ende des Abends über zwei gelungene Veranstaltungen in Wittstock und Neuruppin. Immerhin seien ins Neuruppiner Jugendfreizeitzentrum gut 120 Gäste gekommen. „Einige Musiker sind aber leider krankheitsbedingt ausgefallen“, sagte er. Auch Max Lingk lobte die Stimmung während der Konzerte. Das gebe Auftrieb für weitere Veranstaltungen von „Esta bien“ in der Region. Die nächste finde bereits im November statt. Dann können Nachwuchsmusiker bei einem Musikcamp in Bantikow einiges über Töne, Rhythmen und Texte lernen. Auch Rapper Fargo werde mit einem Workshop am Start sein.

Von Christian Bark

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