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Ostprignitz-Ruppin Etappenziel nach drei Monaten erreicht
Lokales Ostprignitz-Ruppin Etappenziel nach drei Monaten erreicht
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02:15 17.09.2015
Matthias Puppe, Thomas Müller und Björn Borrmann (v.l.) legen Zeitdokumente in die Kapseln. Quelle: Christamaria Ruch
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Wernikow

Großer Bahnhof herrschte am Sonntagnachmittag in Wernikow. Nach nur drei Monaten Bauzeit feierten die Mitglieder der Kirchengemeinde, des Dorfes, Gäste sowie Vertreter aus Politik und Verwaltung den Abschluss des ersten Bauabschnittes an der Feldsteinkirche. Beim Festgottesdienst mit Turmfest erstrahlte die Außenhülle des Gotteshauses mit der neuen Spitze. Gut 350 000 Euro flossen in diese Baumaßnahme.

Mittel aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm des Bundes sowie eine Förderung über Leader gehören zu den Eckpfeilern der Zuwendungen. Darüber hinaus flossen viele Spenden, und Eigenmittel. „Wir waren an den 31. August gebunden, die Bauarbeiten abzuschließen“, sagte Pfarrer Björn Borrmann. Nun bestückte er nach Abschluss der Bauphase mit Superintendent Matthias Puppe und Thomas Müller von der Metalldrückerei aus dem sächsischen Wurzen die Kapseln mit Zeitdokumenten.

Thomas Müller bestückt in luftiger Höhe die Turmkugel. Quelle: Christamaria Ruch

Wenig später stand Thomas Müller im Mittelpunkt des Festgottesdienstes: Ein Kran hob den Mann im Baukorb in luftige Höhe - die neue Turmspitze endet bei 31,20 Meter. Unmittelbar unter dem sanierten und vergoldeten Eisenkreuz legte er beide Kapseln in die Turmkugel ein und stemmte diese unter Beifall wieder zu.

Der Bläserchor aus Wittstock unter Leitung von Uwe Metlitzky umrahmte den Gottesdienst. In seiner Predigt verglich Björn Borrmann den neu erstandenen Kirchturm mit einem Leuchtturm. „Das Meeresrauschen wird durch das Städtebrausen der angrenzenden Autobahn 19 erzeugt.“ Auch der neue Kirchturm soll den Menschen Wegmarke sein und Orientierung geben. In den Wernikowern sieht er Leuchtturmwärter. „Sie sorgen für die Weitergabe des Lichtes und ein Ausstrahlen in der Welt – mit Sanftmut, Barmherzigkeit, Frieden und Gerechtigkeit.“

Das gute Zusammenspiel aller am Bau beteiligten Gewerke sowie das Engagement der Wernikower führten innerhalb dieser kurzen Zeit zum sichtbaren Erfolg. Das Turmdach ist mit Schiefer gedeckt, auf dem Kirchenschiff liegen Biberschwänze und auf der Apsis befinden sich Eichenschindeln. „Die Handwerker haben sich mit einer außerordentlich guten Qualität in die Reihe der Handwerkergenerationen gestellt“, zollte Architekt Christian Kannenberg Respekt.

Der Bläserchor Wittstock umrahmte den Festgottesdienst. Quelle: Christamaria Ruch

Das sprichwörtliche gute Fundament bei dieser Baumaßnahme sieht er außerdem in dem Team der Akteure vor Ort. Denn neben der Kirchengemeinde kurbelten die Mitglieder vom Heimatverein „Alte Schule“ mit der Initiative Kirche Wernikow um Klaus Mundt das Vorhaben an. Viele andere Akteure wirkten ebenfalls mit. Was mittlerweile selbstverständlich ist, stellte sich vor gut 15 Jahren noch völlig anders dar. „Damals war wenig Engagement in der Gemeinde zu spüren“, blickte Architektin Bärbel Kannenberg kritisch zurück. Umso mehr hofft sie, dass sich die Akteure „das Engagement und die Kraft für die weiteren Arbeiten an der Kirche erhalten.“ Das Trockenlegen des Fundamentes, die Innenausmalung, Hollenbachorgel und Uhr gehören zu den weiteren Sanierungsvorhaben. Ein Zeitpunkt steht dafür noch aus.

Von Christamaria Ruch

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