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Ex-Amtsdirektor ist Ehrenbürger

Neustadt Ex-Amtsdirektor ist Ehrenbürger

Das Amt Neustadt hat jetzt auch ein goldenes Buch. Beim diesjährigen Jahrsempfang am Donnerstagabend im Hauptgestüt durfte sich als erster der Ex-Amtsdirektor Edmund Bublitz eintragen. Er bekam die Ehrenbürgerwürde für sein unermüdliches Wirken, um Neustadt attraktiv zu machen.

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Edmund Bublitz (links) nimmt die Auszeichnung als Ehrenbürger des Amtes Neustadt entgegen. Bürgermeister Karl Tedsen gratuliert. Bildmitte: Amtsdirektor Dieter Fuchs.

Quelle: Wolfgang Hörmann

Neustadt. Der diesjährige Jahresempfang des Amtes Neustadt am Donnertagabend im Hauptgestüt hatte in seinem letzten Viertel eindeutig den – auch emotionalen – Höhepunkt. Das soll nicht die Reden von Bürgermeister Karl Tedsen schmälern, nicht die gründliche Analyse des Jahres 2016, vorgetragen von Amtsdirektor Dieter Fuchs, schon gar nicht den folgenden hörenswerten Beitrag mit erwarteter Kritik an der geplanten Kreisgebietsreform. Die kam von keinem Geringeren als dem Geschäftsführer des brandenburgischen Städte- und Gemeindebundes Karl-Ludwig Böttcher. Nein, die größte Aufmerksamkeit heimste Christian Gilde ein. Der Ex-Landrat von Ostprignitz-Ruppin hatte die für ihn bisher seltene Rolle als Laudator übernommen. Denn es galt, einen Freund, einstigen Kollegen und aktuellen Begleiter bei schon so mancher Angeltour zweier Rentner nach Norwegen zu würdigen. Die Rede ist von Edmund Bublitz. Der frühere Bürgermeister von Neustadt (1990 bis 1992) und langjährige Amtsdirektor (von 1992 bis 2005) hörte zunächst ahnungslos, was da auf ihn zukam. Es war keine Lobhudelei, sondern ehrliche Anerkennung für unermüdliches Wirken in der kommunalen Familie.

Bublitz zog den dicken Fisch Hüffermann an Land

In die Wirkungszeit des heute 79-Jährigen fiel unter anderem die Firmenansiedlung von Hüffermann-Fahrzeugbau, „mit rund 150 Arbeitsplätzen ein Fisch, den man nicht von der Angel lassen konnte“, wie es Christian Gilde locker formulierte. Der ehemalige Flussmeister Bublitz war entscheidend an der Gründung des heute grundsoliden Wasser- und Abwasserverbandes „Dosse“ beteiligt und kümmerte sich wesentlich mit darum, dass mit dem „Reiten in der Schule“ die Prinz-von-Homburg-Schule ein deutschlandweit geltendes Alleinstellungsmerkmal bekam. Die Graf-von-Lindenau-Halle entstand und Bublitz trieb auf kommunalpolitischer Ebene das Amtsmodell mit weiterhin bestehenden eigenen Gemeindevertretungen samt ehrenamtlichen Bürgermeistern voran. Das Schwimmbad, mittlerweile leider schon mehrere Sommer geschlossen, zog bald schon jeden Mai Badegäste auch von weiter her an, weil Wasser mittels Solarenergie beheizt werden konnte. Der Laudator erwähnte auch das Seniorenheim „Dosseblick“ und das Engagement, mit dem sich Edmund Bublitz dem Erhalt des Denkmals Papierfabrik Hohenofen widmete. „Beim Beschaffen von Fördermitteln legte er eine Energie an den Tag, die nie enden wollte“, erinnerte sich der Landrat a. D.

Edmund Bublitz, der ehemalige Ostprignitz-Ruppiner Landrat Christian Gilde, Karl-Ludwig Böttcher, Geschäftsführer des brandenburgischen Städt

Edmund Bublitz, der ehemalige Ostprignitz-Ruppiner Landrat Christian Gilde, Karl-Ludwig Böttcher, Geschäftsführer des brandenburgischen Städte- und Gemeindebundes (v.l.).

Quelle: Wolfgang Hörmann

„Ich hatte das Glück, zur richtigen Zeit immer die richtigen Leute zu treffen“, würde der so Gewürdigte später sagen. Da war er schon unter Beifall als erster Ehrenbürger des Amtes Neustadt (Dosse) geehrt und in das frisch angelegte Ehrenbuch eingetragen worden. Dann kamen die Gratulanten, allen voran Karl-Ludwig Böttcher, Geschäftsführer des brandenburgischen Städte- und Gemeindebundes, der CDU-Bundestagsabgeordnete Sebastian Steineke, die „Kleeblatt“-Vorderen Bürgermeisterin Nora Görke (Kyritz) sowie ihre Amtskollegen Roman Blank (Wusterhausen) und Stefan Freimark (Gumtow). „Es hat den Richtigen getroffen“, sagte Hermann Haacke, Bürgermeister von Sieversdorf-Hohenofen, was wohl alle im Veranstaltungsraum am ehemaligen Landstallmeisterhaus dachten. Edmund Bublitz und Christian Gilde werden sich wohl schon bald wiedersehen, nicht zur Jagd auf das Schuppenwild, sondern bei der Vorstandsarbeit zugunsten des Klosterstifts Heiligengrabe.

Von Wolfgang Hörmann

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