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Experimente beim Bibliotheksfest

Wusterhausen Experimente beim Bibliotheksfest

Das Bibliotheksfest in Wusterhausen zog am Sonnabend viele kleine und große Gäste an. Es wurde reichlich experimentiert und in Büchern geschmökert. Die Hauptattraktion stellte die Experimentalshow „Feuer und Flamme“ des Dortmunder Unterhaltungskünstlers Joachim Hecker dar.

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Der Auftritt von Joachim Hecker aus Dortmund mit seinen Experimenten war der Höhepunkt des gutbesuchten Bibliotheksfestes.

Quelle: André Reichel

Wusterhausen. Bestens besucht war das Bibliotheksfest, das am Sonnabendnachmittag ab 14 Uhr in den Räumen der Wusterhausener Bi-bliothek stattfand. Viele Eltern und Großeltern strömten mit ihren Kindern und Enkeln in die Bibliothek. Bei 150 Besuchen hörten die Organisatoren auf zu zählen.

„Unsere Veranstaltungen werden immer gut besucht, doch dass so viele Gäste kommen, hat uns umgehauen“, sagte die Bibliotheksleiterin Kerstin Jonas. Ein buntes Programm für die ganze Familie wurde den Gästen versprochen und es wurde Wort gehalten. Das Motto des Bibliotheksfestes lautete: „Experimente und mehr: Entdecke deine Sinne“. Kerstin Jonas und eine Gruppe ehrenamtlicher Mitstreiter hatten in den Räumen und Fluren der Einrichtung Stände aufgebaut, die zum Mitmachen und Staunen einluden. Mit von der Partie war auch wieder das Wegemuseum, das im gleichen Haus wie die Bibliothek untergebracht ist. Dessen Leiterin Katharina Zimmermann beteiligte sich mit einem Experimental-Tisch. Jeder, der wollte, konnte dort versuchen, 15 verschiedene, in Luftballons verstaute Dinge zu ertasten und zu erkennen.

Bei  Erika Lugauer (r) konnte man verschiedene Gegenstände in einem Fühlkasten erkennen

Bei Erika Lugauer (r.) konnte man verschiedene Gegenstände in einem Fühlkasten erkennen.

Quelle: André Reichel

Unten in der Bibliothek saß zeitgleich Erika Lugauer in der Kriminalabteilung an einem Tisch mit einem Fühlkasten. Die pensionierte Lehrerin engagiert sich seit 15Jahren als eifrige Vorleserin in der Bi-bliothek. Aktionen wie das Bibliotheksfest unterstützt die agile Seniorin jedes Mal. Gleich nebenan war eine feine Nase gefragt. Annette Tessmer und Martina Pelzer hatten Dinge aus der Küche, wie Zitrone, Essig und so weiter in Überraschungseier gesteckt und ließen die großen wie die kleinen Gäste erraten, was sich in den gelben Plastikeiern verbirgt.

Doch auch draußen auf dem Hof gab es einige Angebote für die Kinder. So ließen Bettina Archut, Koordinatorin des Wusterhausener Familienzentrums „Mittendrin“ der Arbeiterwohlfahrt (Awo) und ihre ehrenamtliche Mitstreiterin Astrid Peschel beim Kinderschminken ihrer Kreativität freien Lauf. Das Team der Awo war auch Mitorganisator des Bibliotheksfestes wie auch die Museumsleiterin Katharina Zimmermann. Unter dem Torbogen betreuten Helga Schimpke, Hannelore Schmidt und Edith Thomsen vom Wusterhausener Kulturverein ebenfalls einen Stand. Besonders kreative Jungen und Mädchen konnten hier schneeweiße Steine bunt anmalen.

Kinderschminken am Stand der Awo auf dem Hof

Kinderschminken am Stand der Awo auf dem Hof.

Quelle: André Reichel

Die Hauptattraktion stellte die Experimentalshow „Feuer und Flamme“ des Dortmunder Unterhaltungskünstlers Joachim Hecker dar, die ab 15 Uhr in Windeseile alle großen und kleinen Besucher aus den Räumen heraus in den Hof lockte. Dort war genügend Platz für alle und schon begann der Unterhaltungskünstler mittels eines auf den Kopf gehaltenen Stethoskops, gekoppelt mit einem Mikrofon, Geräusche laut hörbar zu machen, die beim Zerkauen von Zwieback oder Chips entstehen. Dafür holte er auch eine Reihe Freiwilliger nach vorn und erklärte hinterher auch sämtliche Mechanismen.

In einem weiteren Experiment – ebenfalls mit Freiwilligen – wurde gezeigt und auch hörbar gemacht, wie elektrischer Strom durch den menschlichen Körper geleitet wird. Aus einer Spritze, einer Schnur und einem Plastikrohr fertigte der Künstler eine Überraschungsei-Kanone, die per Unterdruck funktioniert. Per Heißluft wurden noch Buttermilchbecher zu einer Scheibe geschrumpft und als Höhepunkt und letzten Akt seiner Show stellte Joachim Hecker mittels einer Flasche halb voll mit Essig und einem metallenen Bleianspitzer Wasserstoff her. Dieses Gas fing er in einem Luftballon auf. Dieser explodierte mit einem lauten Knall, als ein Feuerzeug darunter gehalten wurde. Das Publikum war begeistert und applaudierte lange. Die Gäste hatten danach noch Gelegenheit, bei einem Flohmarkt Bücher abzugeben oder zu tauschen und sich im ganzen Haus umzusehen.

Von André Reichel

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