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Ostprignitz-Ruppin Experimentierfreude am Grillrost wächst
Lokales Ostprignitz-Ruppin Experimentierfreude am Grillrost wächst
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00:18 21.04.2016
Reichhaltiges Grillsortiment: Fleischer Klaus Ribbe (r.) und seine Mitarbeiter wollen den Geschmack der Kunden treffen. Quelle: André Reichel
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Wusterhausen

Langsam füllt sich die Fleischtheke von Klaus Ribbe in Wusterhausen wieder mit Grillspezialitäten. „Die Grillsaison startet und wir wollen die Kunden nicht warten lassen“, sagt der Obermeister der Fleischerinnung Nordbrandenburg, der an die 20 Fleischerbetriebe in den Kreisen Ostprignitz-Ruppin, Prignitz, Oberhavel und Uckermark angehören. Für den Winter hat Ribbe in seinem Wusterhauser Stammhaus sowie den zwei Filialen in Kyritz und Groß Pankow natürlich trotzdem ein Standardsortiment von zwei bis drei Wurst- und Fleischsorten für die „ganz harten Griller“, wie er sagt.

nach wie vor beliebt: Die klassische Rostbratwurst. Quelle: Peter Geisler

Jetzt zu Saisonbeginn sei aber wieder Kreativität gefragt. Zwar liefen die Klassiker wie Rostbratwurst oder Nackensteak in Kräutersauce nach wie vor gut aber der Anspruch der Kunden werde immer größer. „Heute müssen Sie als Fleischer auf fünf Rädern fahren“, sagt Ribbe. Soll heißen, dass auch Vegetarisches wie Kartoffel- oder Gemüsespieße sowie gefüllte Paprika immer öfter auf den Grillrosten im Ruppiner Land und in der Prignitz landen. Zudem werde das Fleisch- und Wurstsortiment sowie deren Marinade sehr viel raffinierter. „Ob Curry- oder Biersauce, Grillen soll immer mehr zum Geschmackserlebnis werden“, sagt Ribbe. Zudem müsse er zwischen verschiedenen Fleischsorten variieren, also Schwein, Geflügel und Rind. Steaks aus Rind seien übrigens besonders gefragt.

„Besonders regionale Ware wollen die Leute“, berichtet Ernst Büttner von der German Barbecue Association (GBA), die sich als bundesweiter Dachverband von etwa 1000 Grillfreunden sieht. Büttner zufolge befindet sich die Grillkultur im Wandel und mit ihr auch die dazugehörigen Getränke. „Zur klassischen Rostbratwurst passt natürlich das Bierchen“, sagt er. Beim Rinderhüftsteak griffen viele Grillfreunde aber auch mal zum Rotwein oder bei gegrilltem Obst zum Fruchtcocktail. „Es gibt fast nichts, was Sie nicht grillen können“, erklärt Büttner. Neben Gemüse stehe mittlerweile auch Fisch hoch im Kurs. „Die Fleischvernichtungsorgien von früher gibt es kaum noch.“ Gleichzeitig werde immer mehr gegrillt. 13 mal im Jahr werfe der Durchschnittsdeutsche seinen Grill an, darunter befänden sich fast 30 Prozent Elektrogrills.

Grillerlebnis darf ruhig etwas kosten

Und die Kunden ließen sich den Grillspaß was kosten. Über eine Milliarde Euro würden sie zusammen im Jahr allein für Grillzubehör ausgeben, zitiert Büttner Zahlen des Bundesverbands der Zubehörhersteller.

„Die Leute lassen sich auch gerne mal was grillen“, sagt der Obermeister. Dann würde einer seiner Mitarbeiter oder auch er selbst auf der Grillparty erscheinen und den Rost hüten oder schaugerecht erklären, wie so ein Steak ideal zubereitet wird. Ansonsten gehe es für ihn und seine Fleischerkollegen auch mit eigenen Grillwagen raus in die Region. „Wir grillen auch auf Erntefesten“, informiert Ribbe. Dort wie in Privathaushalten werde das Spanferkel immer beliebter.

Dass er seinen Kollegen dabei ins Gehege kommt, glaubt Ribbe nicht. „Die wenigen, die noch da sind, können sich untereinander schon verständigen und haben alle gut zu tun“, sagt er. Und dass es auch in einigen Jahren noch Vertreter seiner Zunft in der Region geben wird, davon ist Ribbe überzeugt. „Wir wussten gar nicht mehr, wie gut Fleisch doch schmecken kann“, sollen Kunden, die zuvor immer nur beim Discounter gekauft hatten, mehrmals zu ihm gesagt haben.

Von Christian Bark

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