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Externes Büro soll Radwegekonzept schreiben

Rheinsberg Externes Büro soll Radwegekonzept schreiben

Um die maroden Radwege, aber auch neue Verbindungen für Fahrradfahrer in Rheinsberg soll sich ein externes Büro kümmern. Das hat in dieser Woche der Bauausschuss vorgeschlagen. Die Planer sollen ein Konzept erstellten, aus dem die genauen Kosten und die Wichtigkeit der Strecken hervorgehen.

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In und rund um Rheinsberg gibt es schon viele Radwege – allerdings aus Sicht der Stadt nicht genug und selten in guter Qualität.

Quelle: foto: Celina Aniol

Rheinsberg. Rheinsberg und Räder – die naturreiche Region scheint wie geschaffen für diese Symbiose. Allein: Aus Sicht der Stadt gibt es schlicht zu wenige gute Radverbindungen, um sich als Fahrradhochburg zu profilieren oder auch nur gute Bedingungen für Alltagsradler zu bieten. Und diejenigen, die es gibt, sind oft in einem miserablen Zustand. „Man hat in der Vergangenheit viel Geld für Radwege ausgegeben“, gibt Jörg Möller zu. Doch der Rheinsberger Bauausschussvorsitzende weiß auch, dass es nicht genug war: Weil bei deren Bau an den Wurzelsperren gespart wurde, sind die Wege jetzt wieder kaputt. Die fachgerechte Reparatur oder gar mancherorts anstehender Neubau würde das schmale Budget der Kommune vermutlich sprengen.

Dennoch: Rheinsberg will an der Situation dringend etwas ändern. Das sei erneut im Bauausschuss klar geworden, der sich in dieser Woche mit dem Radwegekonzept beschäftigt hatte, so Möller. Es habe sich aber auch gezeigt, dass es mit Stopfen der Löcher hier und da und ein paar Meter Asphalt mehr nicht getan ist: Zu lange sei die Liste der maroden oder fehlenden Radwege, die die Ausschussmitglieder in der Sitzung benannt haben, zu problematisch das Benennen der dringendsten Projekte. Deshalb hat sich der Ausschuss am Ende dafür entschieden, dass ein externes Fachbüro hinzugezogen werden soll. „Wir wollen uns Kompetenz einkaufen.“

Die Fachleute sollen eine Bestandsanalyse der bestehenden Verbindungen – auch der innerstädtischen – samt Kostenschätzung für die notwendigen Arbeiten an ihnen liefern. Zudem sollen die Planer Vorschläge machen, an welchen Stellen Lückenschlüsse im Radwegenetz notwendig sind. Dabei soll vor allem darauf geachtet werden, dass die Rheinsberger Strecken an überregionale Radwege andocken und dass Rundwege entstehen. „Jetzt gehen fast alle Wege sternförmig von Rheinsberg ab“, beschreibt Möller das Problem. Für Touristen sei es aber viel attraktiver, wenn sie nicht zehn Kilometer nach Menz und dann dieselbe Strecke wieder zurückfahren müssen. Am Ende soll das Büro eine Prioritätenliste für alle Radwegevorhaben erstellen, die der Stadt als Handlungsanweisung dienen soll. „Bei beiden Themen – der Bestandsanalyse und der Kostenschätzung – fühlen wir uns als Laien ein bisschen überfordert“, gibt Möller, der als Stadtverordneter der SPD-Fraktion angehört, unumwunden zu. Als Ortskenner wollen sich die Rheinsberger dann aber wieder einbringen: Damit die Externen aber keine Luftschlösser bauen oder Strecken vernachlässigen, die die Rheinsberger als wichtig erachten, will der Aussschuss zusätzlichen einen Arbeitskreis ins Leben rufen, der gemeinsam mit den Fachleuten an dem Konzept arbeitet. Wie viel dieses am Ende kosten wird, das sei noch offen. Falls die Stadtverordneten der Idee zustimmen, soll das Geld dafür aber schon im nächsten Haushalt eingestellt werden.

Doch selbst wenn sie das tun: Es wird einige Zeit dauern, bis der Stadt Ergebnisse der Facheinschätzung vorliegen und sie mit den Arbeiten wirklich loslegen kann. Um bis dahin bei den Radwegen nicht völlig tatenlos zu sein, empfiehlt der Ausschuss schon im kommenden Jahr zumindest ein Projekt in Angriff zu nehmen. Deshalb hat er jetzt auch beantragt, dass für die Fahrradverbindung zwischen der Kernstadt und Zechlinerhütte ein Kostenvoranschlag erarbeitet werden soll, damit die Arbeiten so schnell wie möglich losgehen können. Möller hofft auch, dass die Verwaltung sich um einen Schulterschluss mit Nachbarkommunen in Sachen Radwege bemüht. Zum Beispiel um den mit der Fontanestadt, um den Weg über Zechow nach Neuruppin in den Griff zu bekommen. Wichtig sei auch die Zusammenarbeit mit dem Landkreis. Denn nur dieser darf Fördergeld für Radwege beantragen, von denen auch Rheinsberg direkt profitiert: Dank des Kreisantrags soll bis 2019 für etwa 920 000 Euro die 7,5 Kilometer lange Trasse zwischen Dorf Zechlin über Kagar nach Rheinsberg ausgebaut werden (die MAZ berichtete).

Von Celina Aniol

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