Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Ostprignitz-Ruppin Fachkräftemangel und Wolfsattacken
Lokales Ostprignitz-Ruppin Fachkräftemangel und Wolfsattacken
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:17 28.05.2017
Sebastian Steineke (l.) im Gespräch mit Horst Hildebrandt vom Hirschhof. Quelle: Björn Wagener
Anzeige
Heiligengrabe/Freyenstein

Fachkräfte sind Mangelware. Das bekommt auch die Firma Beton- und Energietechnik Heinrich Gräper GmbH in Heiligengrabe zu spüren. Dort werden jährlich rund 1300 Trafostationen gebaut, manche davon knapp 60 Tonnen schwer. „Unser Markenzeichen ist, dass wir alles aus einer Hand liefern“, sagt Betriebsleiter Lars Lehmann. Das heißt, die Häuschen aus Beton und ihre elektrotechnische Ausstattung werden in Heiligengrabe gefertigt. „Vor Ort müssen sie dann nur noch angeschlossen werden.“ Doch diese umfängliche Wertschöpfungskette braucht Fachwissen.

Betriebsleiter Lars Lehmann von der Firma Gräper (l.) und Sebastian Steineke beim Blick in eine im Bau befindliche Trafostation. Quelle: Björn Wagener

Die Stammbesetzung von insgesamt zwölf Ingenieuren könne noch gut Verstärkung gebrauchen – einen Elektro- und einen Bauingenieur, berichtet Lars Lehmann. Aber ausgebildete Kräfte zu finden, sei sehr schwierig. Hinzu komme der wachsende Druck von Mitbewerbern aus Osteuropa. Die Gräper GmbH wolle 2017 unter anderem wieder selbst ausbilden und verstärkt auf Ausbildungsmessen präsent sein.

Blick in eine der großen Fertigungshallen der Firma Gräper. Quelle: Björn Wagener

Zur Sprache kam das alles am Mittwoch, als der Bundestagsabgeordnete Sebastian Steineke (CDU) zwei völlig unterschiedliche Unternehmen in der Region besuchte – die Gräper GmbH und die Pension mit Bauernhof „Hirschhof Hildebrandt“ in Freyenstein. Steineke wollte damit sein Ohr an der Basis haben und aus erster Hand hören, wo es eventuell Probleme gibt.

In Freyenstein ging es vor allem um Wolfsattacken. Schließlich gehören zum Hirschhof 100 Stück Damwild, 60 Mufflons und 30 Schottische Hochlandrinder. Den letzten Angriff des vierbeinigen Räubers habe es im August vergangenen Jahres gegeben, berichtete Senior-Chef Horst Hildebrandt. Zwar sei das Wildgehege inzwischen mit Untergrabungsschutz und anderen Maßnahmen weitgehend wolfssicher, aber die Weiden der Nutztiere noch nicht.

Für schnelleres Entschädigen

Steineke plädierte im Gespräch dafür, dass Entschädigungszahlungen für gerissene Tiere viel schneller und unbürokratischer erledigt werden müssten. Zudem müsse festgestellt werden, wie viele Wölfe die Kulturlandschaft überhaupt verträgt. „Und wenn man diese Anzahl von Tieren dann will, muss man nach Attacken auch Ausgleichszahlungen übernehmen.“ Das gelte in ähnlicher Weise auch für Schäden, die der Biber anrichtet. „Ich habe da auch keine Patentlösung, aber das muss geregelt werden“, betonte Steineke.

Nach seinen Firmenbesuchen in Heiligengrabe und Freyenstein spendete er in Wittstock T-Shirts für die Kinder der Jugendrotkreuzgruppe, die sich am Landeswettbewerb in Wittenberge beteiligen werden, der dort vom 9. bis 11. Juni ausgetragen wird. Zwölf Kinder, vier Betreuer und zwei Schiedsrichter werden die Dossestadt bei diesem Ausscheid vertreten. Außerdem gab es von Philipp Wacker vom CDU-Kreisverband Warnwesten für die komplette Jugendrotkreuzgruppe.

Von Björn Wagener

Der Käufer der Immobilien in Mechow und Heinrichsfelde erwarb beide Gebäude

mit der Absicht, sie in ihrem Zustand zu belassen und weiterzuveräußern. Wie er der MAZ weiterhin verriet, engagiere er sich mit dem Gewinn aus solchen Geschäften im Tierschutz. Bemerkenswert ist dabei die Spanne zwischen der Versteigerungssumme und dem jetzt verlangten Kaufpreis.

28.05.2017

Die Stadt Kyritz will zum MAZ-Fußballturnier am 30. Juni ab 16.30 Uhr auf dem Kyritzer Sportplatz ein Hanseteam ins Rennen schicken. Dafür werden Kicker gesucht, die früher einmal in der Stadt gelebt haben. Die extra angefertigten Hanseteam-Shirts hatten bei der Tour de Prignitz ihre Premiere.

28.05.2017

Drei Tage probte der Chor vom Wittstocker Gymnasium im Feriengut in Sewekow. Das hat bereits seit 2001 Tradition. Das Programm ist jedes Mal sehr straff und erfordert Disziplin. Am Ende belohnen sich Chorleiterin Sigrun Stahmleder und ihre Sänger mit einem Konzert in der Dorfkirche und kurzen Nächten am Lagerfeuer.

27.05.2017
Anzeige