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Ostprignitz-Ruppin Fahnenweihe in Rehfeld
Lokales Ostprignitz-Ruppin Fahnenweihe in Rehfeld
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00:17 23.06.2016
In einem feierlichen Rahmen wurde die Fahne der Feuerwehreinheit Rehfeld geweiht. Quelle: Foto: privat
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Rehfeld

Etliche Jahre gibt es schon eine Fahne bei der Feuerwehr Rehfeld. Bisher ist sie aber nicht geweiht worden. Das holten die Mitglieder nun am zurückliegenden Wochenende nach. Anlass war der 105. Geburtstag der Wehr. Er wurde zwei Tage lang gefeiert.

Der Festakt fand am Sonnabend zur Mittagszeit statt. Angetreten wurde auf dem Sportplatz. „Wehren aus Kyritz, Kötzlin, Berlitt und Drewen waren zu Gast“, berichtet Ilona Mielke. Sie stand bis Februar 2016 an der Wehrspitze, musste sich dann aber aus gesundheitlichen Gründen aus dem aktiven Dienst zurückziehen. Als Ansprechpartnerin für Zugführer Thomas Lebedzow – die Feuerwehreinheiten Berlitt, Rehfeld und Kötzlin bilden seit 2015 einen Löschzug – bleibt sie aber erhalten.

Die Fahnenweihe nahm die Kyritzer Bürgermeisterin Nora Görke vor. Zuvor war die sogenannte Fahnenbraut mit der Fahne auf den Platz marschiert. Dazu erklang Marschmusik. Ilona Mielke gab einen kurzen Rückblick über die Geschichte der Feuerwehr. So wurde sie nach ihren Recherchen am 23. Juni 1911 gegründet. Wehrleiter war damals Otto Bernau. Alles, was inzwischen passiert ist, findet sich in einer Chronik wieder, die am Wochenende neben Fotoalben zum Anschauen auslag.

Jeder Haushalt musste eine Notausrüstung haben

Die Festbesucher erfuhren auch, wie Löscheinsätze vor der Gründung der Feuerwehr in Rehfeld gehandhabt wurden. So gab es für alle Frauen und Männer Pflichteinsätze. Jeder Haushalt musste eine Notausrüstung – Eimer, Leiter, Hakenstange – haben. Es gab aber auch eine Handdruckspritze, einen Wasser- und einen Schlauchwagen. Alle Geräte befanden sich in einem hölzernen Spritzenhaus auf dem Schulhof. Die Bauern mussten im Brandfall Pferde und Wagen stellen.

Ilona Mielke erinnerte auch an Einsätze, die den Kameraden in Erinnerung geblieben sind, wie das Elbehochwasser in Quitzöbel im Jahr 2013. Außerdem zählte sie die Brände von 1911 bis heute auf, zu denen die Feuerwehr gerufen worden war. Die größten ereigneten sich 1914 und 1927 im Grund. Auch als der Feuerteufel in Kyritz wütete, war die Feuerwehreinheit Rehfeld im Einsatz. Ebenso war die aktuelle Situation der Feuerwehreinheit Thema der Festrede. So hatte die Wehr laut Stand vom 31. Dezember 2015 elf aktive Mitglieder, vier in der Jugendwehr, neun Fördermitglieder und 14 in der Alters- und Ehrenabteilung.

Es mangelt an Feuerwehr-Nachwuchs

Nach der Rede folgte die feierliche Weihe der Fahne. Mit dabei waren der stellvertretende Kreisbrandmeister des Landkreises Ostprignitz-Ruppin, Olaf Lehmann, und der Stadtbrandmeister der Feuerwehr Kyritz, Meinhard Giese. Sie dankten allen aktiven Rehfelder Feuerwehrkameraden für ihren Einsatz. Als Geschenk gab es eine finanzielle Unterstützung.

Lehmann und Giese erinnerten aber auch daran, dass ohne Nachwuchs die Zukunft der Feuerwehreinheit Rehfeld gefährdet ist. Nora Görke rief die bisher nicht in der Wehr aktiven Rehfelder auf: „Kyritz und Rehfeld brauchen jeden Engagierten und jede Engagierte, denn auch Frauen sind herzlich willkommen!“

Ein Zeichen für eine hoffnungsvolle Zukunft der Feuerwehreinheit Rehfeld setzten zum Ende der Fahnenweihe die jungen Wehrmitglieder, die zusammen mit den Jugendabteilungen aus Kötzlin und Berlitt als Jugendwehr am Vormittag den 1. Platz beim Bundeswettbewerb im Landkreis Ostprignitz-Ruppin in Zühlen belegt hatten. Dafür gab es den Applaus der Rehfelder. Im Anschluss wurde den ganzen Nachmittag bis weit in den Abend hinein im und um das Festzelt gefeiert. Es gab Kaffee und Kuchen und für die Kinder ein Puppentheater sowie Spiel und Spaß. Herr O., der singende Polizist aus Manker, sorgte für die musikalische Unterhaltung.

Beim Frühschoppen am Sonntag konnten die Gäste bei einem Fußball-Gaudi-Turnier ihre Kicker anfeuern. Angetreten waren Teams aus Rehfeld, Wilhelmsgrille und Alt Ruppin. Letzteres gewann.

Von Sandra Bels

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