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Ostprignitz-Ruppin Fairplay in Neuruppin
Lokales Ostprignitz-Ruppin Fairplay in Neuruppin
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00:37 20.07.2015
Die Streetsoccer aus Neuruppin. Quelle: Jan Philipp Stoffers
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Neuruppin

Dank der großzügigen Unterstützung von MAZ-Lesern können zehn Neuruppiner Streetsoccer nun doch zum Bundesfinale der Fairplay-Soccer-Tour nach Rügen reisen. Am Donnerstag hatten wir über die Jugendlichen berichtet, die für das Finale qualifiziert sind, aber kein Geld für die Reise haben. Nun kommt Hilfe von allen Seiten.

„Wir sind total überwältigt“, sagt Daniel Krogmann von einem der Teams. Eine MAZ-Leserin, die anonym bleiben möchte, hat den jungen Sportlern spontan 200 Euro zugesichert. Das Unternehmen Taxi-Klaus aus Neuruppin folgte einem Aufruf im Internet und steuerte 80 Euro bei.

Eine E-Mail aus Potsdam raubte den Neuruppinern den Atem

Eine E-Mail machte Krogmann sprachlos. Sie kam von Andrea Ulmer, die in der Staatskanzlei des Landes Brandenburg in Potsdam für das Büro des Ministerpräsidenten Dietmar Woidke arbeitet. „Ich solle mich so schnell wie möglich bei ihr melden“, erzählt Daniel Krogmann. Also rief er an. „Setzen sie sich erstmal hin“, sagte Andrea Ulmer. Der 23-jährige Neuruppiner hielt das Ganze zunächst für einen Scherz. Die Mitarbeiterin der Staatskanzlei erklärte ihm, dass der Ministerpräsident den Aufruf gelesen und sich sofort bereit erklärt habe, die Jugendlichen zu unterstützen. „Sie wollen uns 800 Euro überweisen,“, sagt Daniel Krogmann. „Wir sind total aus dem Häuschen.“

Spendenaufruf war die letzte Hoffnung

Das Bundesfinale der Sparkassen-Fairplay-Soccer-Tour wird vom 30. Juli bis zum 2. August in Prora auf Rügen ausgetragen. Den Neuruppinern wäre es aus eigener Kraft nicht möglich gewesen, die Startgebühr und die Anfahrtkosten von 80 Euro pro Person aus eigener Tasche zu bezahlen. Die Jugendlichen zwischen 14 und 26 Jahren kommen aus sozial schwachen Familien – der Spendenaufruf war ihre letzte Hoffnung, den Traum vom Finale wahr werden zu lassen. Dank der Unterstützung kamen bis Donnerstag mehrere Hundert Euro zusammen.

Nun können die Jugendlichen doch nach Rügen zum Bundesfinale reisen. Ihre Dankbarkeit können sie kaum in Worte fassen, so überwältigend sei die Hilfsbereitschaft. „Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen, die das für uns möglich gemacht haben“, sagt Daniel Krogmann. „Wir werden auf dem Platz unser Bestes geben und die Zeit auf Rügen genießen.

Von Jan Philipp Stoffers

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