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Fairplay war die oberste Spielregel

Heiligengrabe Fairplay war die oberste Spielregel

Brennball, Abwurfball, Zweifelderball – jeder hat es in seiner Kindheit schon mal gespielt. So auch 24 Kinder und Jugendliche aus Heiligengrabe am Freitagnachmittag. In der Turnhalle der Nadelbach-Grundschule lieferten sie sich ein sportliches Turnier, bei dem es auf eine Spielregel ganz besonders ankam.

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Auf den Kopf zielen war Tabu. Die Kinder und Jugendlichen hielten sich an die Gebote des Fairplay.

Quelle: Christian Bark

Heiligengrabe. Schon bei der letzten Demokratiewerkstatt im November 2017 hatten die Kinder in Blumenthal gegenüber der Dorfkümmerin Deniz Öz und der Schulsozialarbeiterin Madlen Striegler den Wunsch nach mehr Freizeit- und Feriengestaltung geäußert. „Also haben wir ein Sportturnier auf die Beine gestellt, an dem Kinder und Jugendliche aus der ganzen Gemeinde Heiligengrabe teilnehmen können“, sagte Madlen Striegler. Nach einer wochenlangen Voranmeldungsphase hatten sich sechs Teams á vier junge Sportler für das große Zweifelderballturnier zusammengefunden.

Last Whisper mischt mit

Am Freitagnachmittag startete der Wettkampf dann in der Turnhalle der Heiligengraber Nadelbachgrundschule. „Wir nennen uns ’Last Whisper’“, sprach Kai Goletz für sich und seine drei Teammitglieder aus Dahlhausen. Mit seinen 16 Jahren gehörte er zu den ältesten Teilnehmern des Turniers. Sportliche Erfahrung bringe er aus seiner Mitgliedschaft im Fußballverein SV Blumenthal/Grabow mit.

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Langeweile sollte in den Winterferien in Heiligengrabe nicht aufkommen. Deshalb hatten Schulsozialarbeiterin Madlen Striegler und Kümmerin Deniz Öz aus Blumenthal ein großes Zwei-Felder-Ball-Turnier für Kinder und Jugendliche organisiert.

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Mehr Erfahrung im Denksport hatte Noah Sooß. Der Elfjährige spielt in einem Schachverein, wie er sagte. Weil er aber die Großen wie Kai mit im Team habe, sei die Mannschaft bestens aufgestellt. Angefeuert wurde „Last Whisper“ lautstark von Noahs Mutter Katrin. „Schön, dass die Kinder in den Ferien so ein Freizeitangebot erhalten“, lobte die Frau.

Strohmann muss ins Feld

Madlen Striegler erklärte indessen die Regeln: Nachdem alle Teammitglieder abgeworfen seien, müsse der „Strohmann“ ins Feld. Wenn dieser dreimal getroffen werde, gewinne die gegnerische Mannschaft. Allerdings zählten nur Treffer unterhalb des Halses. Bei Kopftreffern sei die getroffene Mannschaft am Zug. „Die Kinder sollen früh lernen, fair miteinander umzugehen“, erklärte Madlen Striegler. Für besonders faires Spielen gebe es sogar Zusatzpunkte.

Inwiefern das eingehalten wurde, oblag auch der Beobachtung von Deniz Öz, die als zweite Schiedsrichterin immer ein Auge auf das Spiel hatte. Neben Spiel und Spaß hatten die sechs Teams nämlich auch die Chance auf attraktive Gewinne.

Sieger fahren ins Sea Life

Für den dritten Platz gab es einen Terminkalender, die Zweiten erhielten Footbags und die Sieger vier Karten für das Wassererlebniscenter „Sea Life“ in Berlin. Am Ende konnte Team „Last Whisper“ sich über einen Besuch in Berlin freuen. „Ich hatte im Vorfeld verschiedene Sponsoren angeschrieben“, berichtete Deniz Öz. Sea Life habe sofort zugesagt. Auch für kommende Veranstaltungen werde sie wieder ihre Kontakte in ihre alte Heimat Berlin spielen lassen, wie sie sagte.

Denn eine weitere Auflage des Sportwettkampfs sei durchaus möglich. „Wenn es die Kinder wollen, wiederholen wir das gerne in den Sommerferien“, kündigte Blumenthals Kümmerin an.

Von Christian Bark

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