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Ostprignitz-Ruppin Familie Metz in Strubensee lebt für Gemüse
Lokales Ostprignitz-Ruppin Familie Metz in Strubensee lebt für Gemüse
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00:18 16.04.2016
Volker Metz im Radieschenbeet. Bald leuchtet es dort saftig-rot. Quelle: Peter Geisler
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Strubensee

„Die Schwalben bringen uns Glück“, so empfindet es jedenfalls Volker Metz. Auch wenn er gerade mal wieder die Hinterlassenschaften der Obermieter beseitigen muss. Es zwitschert inbrünstig – die Innenbrüter haben es sich schon in der Scheune behaglich gemacht, die Außen-Schwalben werden noch erwartet. Sie sind seit Generationen im Gemüsehof Metz zuhause. Das gleiche gilt auch für die menschlichen Bewohner. Volker Metz und sein Bruder Hartmut betreiben das Gewerbe nunmehr in dritter Generation. „1961 wurde es von unserem Opa Gustav gegründet, dann von unserem Vater Horst weitergeführt.“ Philipp Metz steht bereits in den Startlöchern für die Staffelübergabe – der 26-Jährige hat Landwirtschaft studiert – fürdie Brüder ein Grund zur Erleichterung. Nicht alle Familienbetriebe finden Nachfolger.

Im Hof herrscht noch gebremster Trubel – bislang sind erst die Radieschen in den Gewächshäusern am Wachsen, auch Bohnen und Petersilie keimen schon. „Diese Woche fangen wir mit Paprika, Tomaten und Gurken an“, erzählt Volker Metz, der eigentlich gelernter Koch ist und ursprünglich zur See fahren wollte. „Das hat nicht geklappt“, erzählt er. Er kam aus Warnemünde zurück nach Strubensee und eröffnete eine Kantine – für die Landratten. „Ich habe jeden Tag für 20, 30 Leute gekocht – auch aus den Nachbar-LPGs“, erinnert er sich.

In den Achtzigern habe man in Strubensee noch Hallen angebaut, so der Koch, der sein Handwerk in der Sportschule Lindow gelernt hat: „Die beste Lehrstelle, die man im Kreis Neuruppin bekommen konnte“, schwärmt er. Nach der Wende hieß es dann jedoch „Koch ade“ und er stürzte sich ebenso ins Gemüse wie sein Bruder. „Ich lebe für Gemüse“, sagt er überzeugt. Das landwirtschaftlich überlässt er seinem Bruder. „Der weiß, wie es geht“, sagt er und der Erfolg bei den Kunden gibt ihm recht. „Dafür kann ich besser auf dem Markt verkaufen“, so Volker Metz, dessen Stand auf dem Neuruppiner Wochenmarkt von Anfang an dabei und nahezu unverzichtbar ist.

Die Käufer lieben die Metz’schen Möhren: „Die sind bei uns besonders süß.“ Saisonal baut die Familie samt Mitarbeitern alles an, was das Herz begehrt: die komplette Kohl-Palette, Bohnen, Lauch, Tomaten, Radieschen, Gurken aller Art. Zwei große Gewächshaus-Zelte und sechs kleine werden in Strubensee für den Anbau genutzt: das sind immerhin 4200 Quadratmeter. Auch die Äpfel sind begehrt. Und Spargelliebhaber müssen nicht extra nach Beetz oder Beelitz fahren. Das Edelgemüse ist auch bei Familie Metz zu haben – direkt vom Hof, oder auch auf dem Wochenmarkt. „Nur Erdbeeren machen wir nicht“, so Volker Metz. „Das war zu aufwendig, weil sie zeitgleich mit dem Spargel kommen.“

Von Regine Buddeke

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