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Ostprignitz-Ruppin Fanfarenzug ist 25 Jahre alt
Lokales Ostprignitz-Ruppin Fanfarenzug ist 25 Jahre alt
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00:17 11.05.2017
Der Fanfarenzug des Amtes Neustadt heute: Er ist mittlerweile weit über die Amtsgrenzen hinaus bekannt. Quelle: privat
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Neustadt

Vor 25 Jahren im Frühjahr stellte der damalige Neustädter Amtsdirektor Edmund Bublitz den Kyritzer Dietmar Lemke vor eine große Aufgabe. „Er hatte die Idee einen Fanfarenzug zu gründen und ich sollte sie umsetzen“, erinnert sich Lemke. Bublitz versprach damals, sich um die finanziellen Mittel zu kümmern. Lemke machte sich daran, Schüler zu finden, die lernen wollten, Fanfare oder Trommel zu spielen. „Ich nahm die Herausforderung gern an“, so Lemke.

Von den ersten Spendengeldern konnten Fanfaren und Trommel gekauft werden. Lemkes Tochter Ivonne mobilisierte ihre Freundinnen. So war mit ihr, Nicole Friese, Peggy Schaldach (Fanfare) und Mareen Ziemann (Trommel) der erste Schritt zum Fanfarenzug getan.

Noch im Jahr 1992 gesellten sich die Fanfarenspielerinnen Stephanie Hadrawa, Josephine Kumke und Claudia Selle sowie Heiko Schulz, Oliver Bischkop, Frank Heinrich und Monique Hamann an der Trommel dazu. Theresa Matthiske versuchte sich als Tambourmajor. Die ersten Töne aus der Fanfare, die ersten Schläge auf der Trommel mussten immer und immer wieder geübt werden. „Ich habe damals kleine Melodien aus den ersten, für die Mädchen spielbaren Naturtönen zusammengesetzt und leichte Rhythmen für die Trommel geschrieben“, Lemke. Die Melodien wurden mit Nummern von eins bis drei betitelt.

Von der 1994-er Truppe sind heute noch einige im Ensemble. Quelle: privat

Die sechs Fanfarenbläser, fünf Trommler und der Tambourmajor mussten nun das Marschieren üben. „Jeden Freitag liefen wir auf dem Amtsgelände mit unseren drei Melodien immer hoch und runter, wenn es das Wetter zuließ“, erzählt Lemke. Der erste Auftritt des Fanfarenzuges fand bei einer Feier in der Aula der Grundschule statt. Danach gesellten sich weitere Mitstreiter zu den Musikanten. „Wir wuchsen zu einem stattlichen Fanfarenzug heran und unsere Melodien wurden zu Liedern“, so der Chef der Formation.

Vom Landesblasmusikverband Brandenburg, in dem die Neustädter mittlerweile Mitglied waren, bekam der Fanfarenzug 1995 neue sogenannte „Bb- und Eb-Umstellfanfaren. Damit konnten nicht nur Naturtöne gespielt werden. Noch im gleichen Jahr stellte sich der erste Erfolg für die Neustädter ein. Sie nahmen bei einem Blasmusik-Ausscheid in Angermünde voller Stolz den Preis für Nachwuchskünstler entgegen. Seit 1996 repräsentieren sie Neustadt bei den jährlichen Treffen der Arbeitsgemeinschaft „Neustadt in Europa“ – in diesem Jahr zum 21. Mal.

Mit der Umstellung auf Trompeten im Jahr 2003 war der Fanfarenzug in der Lage, den gesamten Tonumfang zu spielen. „Von nun an gab es keine Grenzen mehr für uns“, sagt Lemke. Der Zug spielte fortan bei Dorf- und Stadtfesten, Hochzeiten und Geburtstagen. Man kann ihn auch buchen.

Die Amtsausschussmitglieder haben Ende vergangenen Jahres die Satzung für den Fanfarenzug erneuert und sich dazu bekannt, dass er eine vom Amt getragene Einrichtung ist, die jedermann zur Verfügung steht. Er soll möglichst früh die musikalische Ausbildung fördern. In Neustadts Haushalt gibt es jährlich einen kleinen Etat unter anderem für Zubehör und Noten, war aus dem Ordnungs- und Schulverwaltungsamt zu erfahren.

Die Truppe von 1992. Quelle: privat

Dietmar Lemke, der von Anfang an der Chef des Fanfarenzuges ist, hat im vergangenen Vierteljahrhundert viele Mitspieler kommen und gehen sehen. Viele gingen wegen der Arbeit weg, einige kamen zurück. Heute gehören sieben Trompeten, ein Tenor-Saxofon, zwei große Trommeln, ein Beckenspieler, fünf Snare- und drei Timp-Tom-Spieler zum Ensemble. „Wir sind zu einer Gemeinschaft zusammengewachsen und ein sehr guter Klangkörper geworden, der nicht nur in der Region um Neustadt, Kyritz und Wusterhausen bekannt ist“, freut sich Dietmar Lemke. Er dankt allen, die den Fanfarenzug über die Jahre immer wieder mit Spenden unterstützen oder persönlich als Helfer oder Fahrer zur Seite stehen. Nicht vergessen will er Edmund Bublitz, der noch heute den Fanfarenzug unterstützt und natürlich die Mitglieder, ohne die es kein Konzert geben würde.

Wer sich der Formation anschließen möchte und ein Blasinstrument, sei es Saxofon, Klarinette, Tuba, Tenorhorn, Querflöte oder ähnliches spielen kann, ist willkommen.

Interessenten melden sich beim Chef des Fanfarenzugs Dietmar Lemke unter 0173/2 06 38 93.

Von Sandra Bels

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