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Ostprignitz-Ruppin Fantastischer Gang über das Klostergelände
Lokales Ostprignitz-Ruppin Fantastischer Gang über das Klostergelände
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00:17 29.06.2016
Silvia Ladewig unterhielt die Gäste an vier Stationen. Quelle: Matthias Anke
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Kyritz

So umfangreich wie am zurückliegenden Sonnabend kann der wegen der Bebauungsdebatten schon berühmte Kyritzer Klostergarten gerne noch öfter genutzt werden als Kulisse für Musik, Tanz und Theater in einem. Die Stadt und der Förderverein Klosterviertel hatten eingeladen zu diesem „Sommernachtsreigen“, dargeboten von einem kleinen Künstlerheer aus Violinistinnen (Vivien Zeller, Usula Suchanek), Trommlern, Tänzerinnen, Schauspielern und Artisten (De Fundus). Sie kamen wie etwa Tänzerin Valeska Rein aus der Region oder reisten von weiter her an, so Ravi Srinivasan, der aus Singapur stammt und allein mit seiner Percussion die Gäste verzauberte. Sie alle nutzten nahezu jeden Winkel des Geländes für ihre Darbietungen.

Shakespeare persönlich wandelte einst über dieses Gelände?

Die Besucher, derer getrost mehr hätten kommen können als die anwesenden zwei Dutzend, hielt es daher nicht lange auf den Bänken. Märchenerzählerin Silvia Ladewig nahm sie sofort mit auf eine fantastische Reise, bei der verschiedene Figuren ihre Wege kreuzten. Eine dichtende, tanzende Waldfee (Valeska Rein) etwa, die einst einen reisenden Engländer auf eben diesem Gelände traf. Ohne einen ihrer Texte wäre er heute wohl kaum so berühmt: William Shakespeare.

Die Jongleure von „De Fundus“ bei ihrem Auftritt. Wer genauer hinsieht, erkennt, dass die vollbusige Dame in der Mitte ein Wildschwein reitet. Quelle: Matthias Anke
Die Künstler nutzten nahezu jeden Winkel auf dem Gelände: Tänzerin Valeska Rein entsprang als Waldfee einem hohlen Baum. Quelle: Matthias Anke
Diese Nymphe verschwand nach ihrem Auftritt wieder im Brunnen des Klostergartens. Quelle: Matthias Anke
Künstler Matthias Buhrow alias „Tollwurf“ ließ die Besucher über eine ganz eigene Form der Jonglage staunen. Quelle: Matthias Anke

Noch irrer, weil noch kreativer, noch getanzter und mit noch mehr Bezug zur Klostergeschichte zeigte sich die Nymphe aus dem Brunnen. Anhand ihrer ließ sich eine spannende Erzählung rund um die Grundsteinlegung für das Kloster spinnen. Zwischendurch sprangen Jongleure übers Gras, begleitet von handgemachter Musik, bis sich am Ende alle auf der Bühne zusammenfanden zum feurigen Finale.

Die nächsten Veranstaltungen im Kloster folgen

Wer Kunst und Kultur im Kyritzer Klostergarten in dieser Saison noch miterleben möchte, hat die nächste Gelegenheit dazu schon kommendes Wochenende. Am Sonnabend, 2. Juli, aber auch Sonnabend, 9. Juli, zeigen die auf dem Gelände angestammten Kyritzer „Knattermimen“ in der diesjährigen Reihe „20. Theaternächte“ das Stück „Die spanische Fliege“, ein Schwank von Franz Arnold und Ernst Bach. Alles Infos dazu gibt es unter www. kyritzer-knattermimen.de.

Vom 8. bis 10. Juli laden die Knattermimen dann unmittelbar zum Festwochenende „20. Theaternächte“ ein. Den Auftakt macht am Freitag die „Kleine lange Nacht des Bassewitz“ bei mittelalterlicher Musik. Den Abschluss bildet am Sonntag eine gemütlichen Matinee im Klostergarten. „Eingeladen sind alle Freunde dieses Kleinods, die bei einem gemütlichen Picknick mit musikalischer Begleitung zusammen mit den Knattermimen die Theatersaison ausklingen lassen möchten“, heißt es.

Dann aber gibt es noch eine Veranstaltung, zu der erneut die Stadt in Zusammenarbeit mit dem Förderverein Klosterviertel einladen: Die „Simon & Garfunkel Revival-Band“ beginnt ihren Auftritt im Klostergarten am Donnerstag, 21. Juli, um 20 Uhr. „Allein die mit den Originalen nahezu perfekt übereinstimmenden Stimmlagen sind dabei an Authentizität kaum zu überbieten. Die instrumentalen Fertigkeiten der Musiker sind ebenso beeindruckend wie Ihre Bühnenpräsenz. Sie zeigen eine perfekte Show, ohne dass Sie große Showeffekte nötig haben“, kündigen die Veranstalter an. Kartenvorbestellungen sind in der Tourist-Information in Kyritz, Maxim-Gorki-Straße 32, möglich unter 033971/5 23 31 oder via E-Mail unter info@dosse-seen-land.de.

Von Matthias Anke

Seit mehr als 35 Jahren locken die Sommerkonzerte in das Kloster Stift zum Heiligengrabe. Von Anfang Juni bis Ende August stehen jeden Sonnabend um 19 Uhr verschiedene Musikformate auf dem Programm. Neben die geistliche Musik rücken seit mehreren Jahren auch Stücke aus dem 20. Jahrhundert und der Gegenwart.

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