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Ostprignitz-Ruppin Fasching mit jungen Flüchtlingen gefeiert
Lokales Ostprignitz-Ruppin Fasching mit jungen Flüchtlingen gefeiert
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14:56 19.02.2017
Von Donald Trump bis zur wandelnden Startfahne: die Jugendlichen waren bei ihrer Kostümwahl kreativ. Quelle: Christian Bark
Flecken Zechlin

Jede Demokratiewerkstatt bietet ihren jugendlichen Teilnehmern noch einen spaßigen Höhepunkt, sagt Stefan Marx von der Bildungsstätte des Deutschen Gewerkschaftsbundes in Flecken Zechlin. Bei der 16. Demokratiewerkstatt am Wochenende hieß das Motto „Fasching“. Und dabei waren der Kreativität der jungen Leute keine Grenzen gesetzt.

Für die jungen Flüchtlinge aus der sogenannten Clearingstelle in Wittstock war es eine besondere Erfahrung, kannten viele der hauptsächlich aus Afrika stammenden Jugendlichen Feste wie Karneval oder Fasching doch nicht. „Ich werde mich nicht verkleiden, aber alles amüsiert beobachten“, sagte der 17-jährige Yusuf Addi Kaafi. In seiner Heimat Somalia gebe es keinen Fasching und deshalb wisse er auch nicht, wie man sich zu solchen Anlässen schick mache.

Zusammen getanzt wurde auch. Quelle: Christian Bark

Die zehnjährige Hanna-Marie Schönfeld aus Wittstock wusste das hingegen. „Ich gehe als Sultan“, sagte sie. Das bunte Kostüm aus Satin habe sie von ihrer Cousine bekommen. Eine leuchtende Brille aus Knicklichtern sollte das orientalische Erscheinungsbild noch etwas aufpeppen. Fröhlich beim Verkleiden war auch Ahmad Ali. Der 17-jährige Algerier posierte noch vor Beginn der Faschingsparty im Hühnerkostüm vor den deutschen Jugendlichen. „Macht Spaß, sich zu verkleiden“, stellte er fest.

Donald Trump gab sich die Ehre

Auch die Bildungsstättenmitarbeiter hatten originelle Kostüme dabei. So kam Jugendsozialarbeiter Matthias Stock als Mann, der von einem Hai gefressen wird, sein Kollege Dirk Reinink als wandelnde Startfahne und Jugendsozialarbeiterin Uta Lauterbach als Clown in bunter Tracht.

Die Partygäste konnten ihr Lieblingskostüm wählen. Quelle: Christian Bark

Einen kurzen Schreck bekamen die Faschingsgäste, als sich hoher Besuch im Partykeller der Jugendbildungsstätte ankündigte. US-Präsident Donald Trump gab sich die Ehre. „Make Fasching grea­t again“, witzelte Finn Neumann. Der 18-jährige hatte sich ein Kissen unters Hemd gesteckt, trug einen großzügig geschnittenen Anzug und eine Trump-Maske. „Die habe ich selbst zusammengebastelt“, berichtete er. Während Finn und weitere Verkleidete es sich auf der Couch gemütlich machten, hatten andere auf der Tanzfläche Spaß. Darunter auch Yusuf, der sich mittlerweile doch verkleidet hatte: als Actionheld Batman. Ahmad war schon wieder in eine andere Rolle geschlüpft und trug nun statt des Hühnerkostüms eine Pudelmütze. „Wen ich genau darstelle, weiß ich auch nicht“, sagte er.

Danach ging es um die Prämierung der schönsten Kostüme. Dabei konnten alle Faschingsgäste Flummibälle in Gefäße mit den Namen ihrer Favoriten legen. Bei den Teambetreuern sicherten sich Uta Lauterbach und Finn den Sieg. Auch Hanna-Marie hatte sich nicht umsonst schick gemacht. Sie trug das originellste Kostüm bei den Kindern. Doch unabhängig davon waren sich die Jugendlichen einig: Der Spaß stand natürlich im Vordergrund.

Von Christian Bark

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