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Ostprignitz-Ruppin Fast 250 Millionen Euro für die Wirtschaft
Lokales Ostprignitz-Ruppin Fast 250 Millionen Euro für die Wirtschaft
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02:15 05.06.2017
Zahntechnikerin Sabine Ziesch (32) erklärt zur Freude von Steffen Kammradt, Chef der Wirtschaftsförderung Brandenburg (3. v. r.), Neuruppins Bürgermeister Jens-Peter Golde (2. v. r.) und Wirtschaftsförderer Axel Leben (r.), wo sie an dem Gebiss noch Hand anlegen muss. Quelle: Peter Geisler
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Neuruppin

Der Mann weiß, worauf es ankommt: „Wir müssen keine Angst vor der Digitalisierung haben“, sagt Hans-Joachim Steinberg (66). Der Geschäftsführer von Ruppin Zahntechnik setzt jedoch nicht allein auf moderne Technik, sondern ebenfalls auf manuelle Endkontrolle des Zahnersatzes, der von 60 Mitarbeitern in Neuruppin hergestellt wird. Dirk Krüger und Marcus Rohnke prüfen täglich gut 200 Zahnkronen, Brücken und Stiftzähne, bevor diese zurück an die Zahnärzte gehen, die den Zahnersatz für ihre Patienten bestellt haben. Mit Erfolg. „98 Prozent unserer Arbeiten gehen fehlerfrei raus“, sagt Steinberg – und erntet beeindruckende Blicke.

Gut vier Millionen für Neubau investiert

Steffen Kammradt, der Chef der Wirtschaftsfördergesellschaft Brandenburg (WFBB), die bis April noch ZAB hieß, sah sich am Donnerstagnachmittag in dem Unternehmen um. Denn Ruppin Zahntechnik, das im vergangenen Jahr von Neuruppin aus in einen rund vier Millionen teuren Neubau im Gewerbegebiet Treskow umgezogen ist, gehört zu den starken mittelständischen Unternehmen, die in den vergangenen Jahren vom Land unterstützt wurden. „Die Wirtschaftsförderung schafft keine Arbeitsplätze, sie unterstützt aber die Unternehmen dabei“, sagte Kammradt. Die Hilfe lässt sich beziffern: Laut Brandenburgs oberstem Wirtschaftsförderer wurden in den vergangenen 16 Jahren 219 Projekte in Ostprignitz-Ruppin betreut, darunter 60 Investitionen und 159 technologische Verbesserungen in den Unternehmen.

Ruppin Zahntechnik trotzt der Konkurrenz aus China und Polen

„Mit den Ansiedlungen und Innovationen sind 878 Arbeitsplätze sowie ein Investitionsvolumen von 249 Millionen Euro verbunden“, betonte Kammradt. Neben Ruppin Zahntechnik, das sich gegen die Konkurrenz aus China, der Türkei und Polen behauptet, stehen ebenfalls die Firmen Hüffermann aus Neustadt, Swiss Krono in Heiligengrabe, Huch Behälterbau in Werder oder PAS in Neuruppin für den starken und erfolgreichen Mittelstand in Ostprignitz-Ruppin. „Es gibt in der Region keinen großen, sprunghafte Wechsel in der Entwicklung, sondern ein sehr starkes Wachstum der bestehenden Unternehmen“, so Kammradt. Gleichwohl hofft auch das Land auf Neuansiedlungen in der Region. Immerhin gibt es im Gewerbegebiet Temnitzpark 56 Hektar, die vermarktet werden können.

Der Temnitzpark hat weiterhin einen Gleisanschluss

Kammradt bezeichnete die Lage des Temnitzparkes direkt an der Autobahn A 24 zwischen Hamburg und Berlin als ideal und versicherte, dass das Land die Entwicklung in Ostprignitz-Ruppin weiterhin „aktiv“ unterstützen werde. Das hörte Wirtschaftsdezernent Werner Nüse (SPD) gern. Immerhin gelang es mit finanzieller Hilfe von Kreis und mehreren Kommunen, die Schienenanbindung an den Temnitzpark zu erhalten. Der Gleisanschluss wird wieder von einem Unternehmen genutzt –und könnte auch für neue Ansiedlungen interessant sein.

Ruppin Zahntechnik denkt ebenfalls an die Zukunft, nicht nur bei der Digitalisierung: Die Firma hat eine komplett eingerichtete Zahnarzteinheit sowie einen Schulungsraum für Zahnärzte, der zum Jahresende fertig sein soll.

Von Andreas Vogel

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