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Ostprignitz-Ruppin Fast alle Videotheken sind verschwunden
Lokales Ostprignitz-Ruppin Fast alle Videotheken sind verschwunden
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17:30 29.07.2016
Vielerorts haben Videotheken dichtgemacht. Quelle: Peter Geisler
Wittstock/Neustadt

Wer im Internet nach Videotheken zwischen Lindow und Putlitz sucht, der bekommt eine ganze Reihe von Treffern angezeigt. Der Haken an der Sache: Die meisten der gelisteten Verleihmöglichkeiten existieren gar nicht mehr. Mitunter taucht der Hinweis „Dauerhaft geschlossen“ auf, manchmal führt erst ein Anruf ins Nichts zu der Erkenntnis, dass die Videothek von der Bildfläche verschwunden ist. Das „Empire“ in Neuruppin beispielsweise machte letztes Jahr seine Pforten dicht – nach 25 Jahren. Auch in Pritzwalk und Rheinsberg gibt es keine Videos mehr zu leihen.

Wer einen Film nicht kaufen möchte, sondern bloß leihen, muss weite Wege zurücklegen. In Wittstock und in Neustadt befindet sich jeweils noch eine Videothek. Dass tatsächlich jemand eine längere Autofahrt auf sich nimmt, kommt jedoch praktisch nicht mehr vor, erzählt Olaf Krause, Inhaber von „Olafs Werkstatt“ in Neustadt. Das Angebot im Internet und im Pay-TV habe den klassischen Videotheken den Rang abgelaufen. „Viele schwärmen zum Beispiel davon, was Sky zu bieten hat“, sagt Krause. Die Produktionen seien in der Tat oft hochwertig – doch die Preise seien meist höher als in der Videothek. 2,50 Euro verlangt Krause für einen Film von einem auf den anderen Tag. Zum Vergleich: Bei Amazon sind in der Regel mindestens 2,99 Euro fällig.

Kunden aus Kyritz und Wusterhausen

„Früher kamen die Kunden auch aus Kyritz oder Wusterhausen her“, erinnert sich der Chef. Krause eröffnete seine Videothek ebenfalls schon 1990, erweiterte das Angebot „drumherum“ jedoch sukzessive. „Mir war recht schnell klar, dass eine Videothek alleine nicht bis zur Rente reichen wird“, sagt Krause. Noch immer findet er die Idee toll, im Regal nach Filmen stöbern zu können – „aber Geld lässt sich damit heute nicht mehr verdienen“, sagt er. Olaf Krause sieht die Ausleihe als Zusatzangebot, bei dem der Servicegedanke im Vordergrund steht.

Konkurrenz im Internet

Für Bernd Richter aus Wittstock ist es die Bequemlichkeit, die viele Filmfreunde zu den Internet-Angeboten statt zur oft günstigeren Leihe im Geschäft greifen lässt. Seine Frau Helga betreibt in der Dosse­stadt eine Videothek. „Im Netz gibt es zum einen legale Angebote wie Netflix oder Amazon Prime, zum anderen Illegales. Selbst uns wurden Raubkopien angeboten, um die Filme schon vorher anzusehen. Das ist eine ganz schöne Frechheit“, sagt Bernd Richter. Das Gros der Videos liehen mittlerweile Stammkunden aus. Horrorfilme seien gefragt und natürlich Kinoschlager. Die ­Bandbreite an Genres sei zurückgegangen. Früher habe es mehr alternative Filme im Programm gegeben.

Olaf Krause sieht in solchen Nischen eigentlich eine Stärke der Videotheken. „Wir haben gerne deutsche Filme ins Sortiment genommen, die im Kino nicht so der Brüller waren“, sagt Krause. Mittlerweile seien es eben die Enthusiasten, die nach wie vor Videos ausleihen. In Neuruppin waren es offenbar zu wenige. Inhaberin Petra Lebrecht gab ihren Laden schweren Herzens auf, nachdem die Geschäfte bis 2010 „super“ gelaufen waren. 6500 Filme hatte sie zuletzt noch im Angebot gehabt.

Von Mischa Karth

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