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Ostprignitz-Ruppin Fast die Hälfte ist auf den Bus angewiesen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Fast die Hälfte ist auf den Bus angewiesen
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02:15 10.06.2017
Fast die Hälfte der rund 11 600 Schüler in Ostprignitz-Ruppin nutzen für den Weg zur Schule den Bus. Quelle: Peter Geisler
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Neuruppin

Obwohl die Zahl der Einwohner in Ostprignitz-Ruppin weiterhin Jahr für Jahr leicht sinkt, macht sich das derzeit nicht in den Schülerzahlen bemerkbar. Aktuell gibt es rund 11 600 Schüler im Landkreis – und an dieser Zahl wird sich wohl so schnell auch nichts ändern, sagte am Mittwoch Anke Somschor, die bei der Kreisverwaltung in Neuruppin das Amt für Bildung und Liegenschaftsverwaltung leitet. „Die Gesamtzahl der Schüler ist relativ stabil.“ Laut Somschor wird sich daran vorerst auch nichts ändern. Das gehe aus den Daten für den neuen Schulentwicklungsplan hervor.

5600 Fahrschüler gibt es derzeit

Dieses Papier umfasst die Jahre 2017 bis 2022 und soll beim Bildungsausschuss, der nächste Woche in Neuruppin tagt, vorgestellt und beraten werden. Trotz der Konstanz bei den Schülerzahlen muss der Landkreis jedes Jahr mehr Geld für die Schülerbeförderung ausgeben. Das liegt nicht etwa daran, dass immer mehr Mädchen und Jungen den Bus nutzen, um zur Schule und wieder zurück nach Hause zu kommen. Auch diese Zahl sei mit 5600 relativ konstant, sagte Somschor. Jedoch steigen die Kosten, die derzeit bei 3,5 Millionen Euro pro Jahr liegen, jährlich um gut zwei Prozent. Der Grund: Der Landkreis und seine Busgesellschaft, die ORP, sind Mitglied im Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) und damit an die Tarifsteigerungen des VBB gebunden.

Die Kosten für die Beförderung der rund 5600 Schüler muss der Landkreis aus seinem Haushalt aufbringen. Fördermittel gibt es dafür nicht. Denn Träger der Schülerbeförderung sind in Brandenburg die Landkreise und kreisfreien Städte.

Eltern müssen sich an den Buskosten nicht beteiligen

In Ostprignitz-Ruppin müssen sich Eltern schon seit Jahren nicht an den Kosten für die Fahrten ihrer Kinder in die Schule beteiligen. Die Abgeordneten sehen in dem Busgeld eine Benachteiligung der Kinder, die auf einen Bus angewiesen sind, gegenüber denen, die auch zu Fuß oder mit dem Rad zur Schule kommen können. Der Kreistag in Neuruppin hatte sich mit seiner Meinung trotz des Drucks aus dem Potsdamer Innenministerium durchgesetzt. Das Land änderte daraufhin sogar das Schulgesetz.

Allerdings gilt weiterhin, dass die Eltern einen Antrag für einen Ausweis stellen müssen, damit ihr Kind kostenlos den Bus zur Schule und wieder nach Hause nutzen darf. Dabei gilt, dass für Grundschüler (Klasse 1 bis 6) die Entfernung vom Wohnort bis zur Schule mehr als zwei Kilometer betragen muss. Von der 7. bis 10. Klasse gibt es den Ausweis für Schüler, wenn ihr Wohnort mehr als 3,5 Kilometer entfernt ist, ab der 11. Klasse muss die Schule oder die Lehrstelle mehr als fünf Kilometer entfernt sein.

Das Amt erwartet noch etwa 1600 Anträge

Bis zum 31. Mai lagen beim Bildungsamt 3300 Anträge für einen so genannten Schülerfahrausweis vor, 930 Anträge waren bereits bearbeitet. Die Busgesellschaft hat bisher bereits 800 Ausweise, die mit einem Passbild des jeweiligen Schülers versehen sind, verschickt, sagte Somschor.

Das Amt erwartet noch rund 1600 Anträge. Denn erst in der vergangenen Woche fielen die letzten Entscheidungen, von welchen weitergehenden Schulen die jetzigen Sechstklässler im neuen Schuljahr aufgenommen werden. „Die Eltern sollten jetzt schnell Kontakt zur neuen Schule aufnehmen und den Antrag für den Ausweis stellen“, so Somschor. Nur dann könnten die Ausweise auch noch rechtzeitig bis zum Schuljahresbeginn am 4. September verschickt werden.

Von Andreas Vogel

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