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Fast so wie im wilden Westen

Barsikow Fast so wie im wilden Westen

Weil das Kinderprogramm beim Dorffest im Juli ausgefallen war, feierten am Sonnabend die Barsikower ein Indianerfest. Große und kleine Festbesucher verwandelten sich mittels Federschmuck und Fransenhemd in Indianer. Sogar richtige Indianernamen wurden vergeben. Bei der Gelegenheit wurde auch ein Pavillon eingeweiht.

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Die Erwachsenen amüsierten sich unter freiem Himmel und auch im Festzelt bei Kaffee und Kuchen.

Quelle: André Reichel

Barsikow. Um „echte Indianer“ mit Federschmuck und Pfeil und Bogen zu sehen, muss man nicht immer extra nach Amerika reisen. Am Sonnabendnachmittag verwandelte sich der Festplatz am Gutspark in Barsikow, auf dem sonst die allgemein üblichen Dorffeste stattfinden, in einen Treffpunkt großer und kleiner Indianer.

Es sollte kein Fest wie jedes andere werden, dachten sich die Barsikower und so kam ihnen die Idee, ein Indianerfest zu veranstalten und hatten dabei besonders die Kinder im Blick. „Bei unserem Dorffest Mitte Juli fiel nämlich das Kinderprogramm aus und so wollten wir unbedingt noch was für die Knirpse machen“, erklärte der Ortsvorsteher von Barsikow, Willem Schoeber, bei der Eröffnung des Festes. Mit von der Partie bei der Organisation und Durchführung war der etwa ein Dutzend Mitglieder zählende Dorfverein.

Der Holzpavillon wird zum Tipi

Bereits am Vortag wurde das von der Gemeinde Wusterhausen bereitgestellte Partyzelt geschmückt. Der beim Indianerfest feierlich eingeweihte nagelneue Holzpavillon wurde mit buntbemalten Laken in ein großes Tipi umgestaltet. Doch man musste nicht unbedingt im Verein sein, um sich in die Gemeinschaft einzubringen, betonte der Ortsvorsteher und führte als bestes Beispiel jene jungen Mütter an, die beim Fest im „Tipi“ den jungen Indianern ihre Kriegsbemalung verpassten.

„Häuptling“ Helmut Voigt (r) nahm die Kinder   feierlich in den Stamm auf und gab ihnen Indianernamen

„Häuptling“ Helmut Voigt (r.) nahm die Kinder feierlich in den Stamm auf und gab ihnen Indianernamen.

Quelle: André Reichel

Das Gemeinschaftliche, das Willem Schoeber und den engagierten Leuten von Dorfverein besonders wichtig ist, kam beim Indianerfest auf jedem Fall zum Tragen. So gut wie jeder machte mit. Die Frauen hatten leckere Kuchen gebacken und betreuten die Kaffeetafel im Zelt. Die Männer bereuten zu späterer Stunde den Grill und den Bratwurststand sowie ein winzigkleines Lagerfeuer, damit die Kinder ihr beliebtes Stockbrot backen konnten. Für die rund 60 Kinder hatten sich Helmut Voigt und Detlef Tebling von der Kyritzer Umweltmanufaktur ein buntes reichhaltiges Programm einfallen lassen.

Kinder suchen mit einem Metalldetektor Schätze

So nahm gleich zu Beginn der „Stammeshäuptling“ Helmut Voigt die Kinder in die indianische Gemeinschaft auf und vergab passende indianische Namen an sie. Mit Detlev Tebling konnten die Kinder Traumfänger basteln und Bogenschießen. Zudem gingen die Kinder auf Schatzsuche. Die richtige Stelle zum Graben verriet eine handgemalte Schatzkarte. Abenteuerlich ging es dann auf dem Spielplatz weiter, wo die Kinder mit einem Metalldetektor nach verborgenen „Schätzen“ suchten. Mit Spannung lauschten die Kinder den Geschichten von der Büffeljagd, die ihnen Helmut Voigt erzählte. Der „Häuptling“ übte mit den jungen Indianern auch zwei Tänze ein, die sie später bei der Pavilloneinweihung vorführten. Besonders die Eltern und Großeltern der kleinen Indianer waren begeistert. Mit Geschichtenerzählen im Pavillon ging es bis in den späten Nachmittag weiter.

Von André Reichel

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