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Fastenzeit: 7 Wochen bewusster Umweltschutz

Kirchenkreis Wittstock-Ruppin Fastenzeit: 7 Wochen bewusster Umweltschutz

Beate Corbach ist ehrenamtliche Klimaschutzbeauftragte im Kirchenkreis Wittstock-Ruppin. Die Evangelische Landeskirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) beteiligt sich in diesem Jahr erstmals am Klimafasten. Beate Corbach erläutert, worum es dabei geht.

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Beate Corbach will selbst auch Klimafasten.

Quelle: Christamaria Ruch

Wittstock. Die siebenwöchige Fastenzeit zwischen Aschermittwoch und Ostersonntag gehört zu den christlichen Traditionen. Sie bietet die Gelegenheit für innere Einkehr. Die Evangelische Landeskirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) beteiligt sich in diesem Jahr erstmals am Klimafasten. Beate Corbach ist im Bereich Öffentlichkeitsarbeit und Bürgerbeteiligung bei einem Windenergieplanungsbüro tätig und seit Februar ehrenamtliche Klimaschutzbeauftragte im Kirchenkreis Wittstock-Ruppin. Sie unterstützt das Klimafasten.

Was bedeutet Klimafasten?

Beim Thema Fasten geht es in erster Linie um Verzicht beim Essen oder eine veränderte Ernährung. Im Bereich Klima geht es aber um Aktionen, bei denen die Umwelt geschont wird. Das bedeutet, sich in ausgewählten Bereichen bewusst einzuschränken oder zu verändern.

Bitte erläutern Sie einige Möglichkeiten zum Klimafasten.

Die Landeskirche hat eine Broschüre herausgegeben. Dort ist für jede Woche der siebenwöchigen Fastenzeit ein Thema vorgeschlagen, um sich einzuschränken oder zu verändern. Es geht um die Bereiche Kochen, Verkehr, Einkauf, Energie, Geld, Einkehr und gemeinsames Nachdenken.

Veranstaltungen zum Klimafasten

22. März, 16 Uhr, Café Nadi, Rudolf-Breitscheid-Straße 38, Neuruppin: Info-Nachmittag zum Fasten und zum Klimatschutz.

27. bis 30. März, 9 bis 14 Uhr beim Netzwerk Gesunde Kinder in Neuruppin (Puschkinstraße 6d), Kyritz (Perleberger Straße 10) und Wittstock (Gröperstraße 20), Tauschen statt kaufen für Baby- und Kleinkindkleidung in den Größen 50 bis 98

20. bis 24. März, ab 14 Uhr, Montagecafé „Reparieren statt Wegschmeißen“, Fahrräder und Kleingeräte reparieren mit Hilfe.

1. April, 14 Uhr: Gemeinsam unterwegs, Fahrradtour um den Ruppiner See mit Stopp in Wustrau, Abfahrt in Neuruppin, Breitscheidstraße 38

12. April, 16 Uhr, Café Hinterhof in Neuruppin, Rudolf-Breitscheid-Straße 38, Achtsam ein- und ausschalten, Tipps zu Stromsparmöglichkeiten und Vorstellung von nützlichen „Haushaltshelferchen“.

Wie kann das Klimafasten praktisch umgesetzt werden?

Man kann allein, in einer Gruppe, in der Kirchengemeinde, dem Chor oder mit Schulkameraden fasten. Anregungen dazu kann sich jeder aus der Broschüre holen. Entweder man trifft sich wöchentlich oder am Anfang und Ende der Fastenzeit.

In dieser Woche steht das Thema Verkehr beim Klimafasten im Mittelpunkt. Welche Möglichkeiten ergeben sich für die Bevölkerung im ländlichen Raum?

Wie wäre es, mal Fahrgemeinschaften zu bilden? Oder den Nachbarn einzuladen, gemeinsam zum Einkauf zu fahren? Es geht aber auch um vorausschauendes und langsameres Fahren. Auf Bus und Bahn im ländlichen Raum umzusteigen, gestaltet sich eher schwierig. Die Gesamtkirchengemeinde Wittstock nutzt seit letzter Woche ein Elektroauto, um den Ausstoß an Kohlendioxid zu reduzieren.

Wie sieht Ihr persönliches Klimafasten im Bereich Verkehr aus?

Ich habe mir den Busplan in meinem Wohnort Berlinchen angesehen und bin erstaunt, dass doch einige Busse fahren. Ich bin dienstlich durchschnittlich 500 Kilometer in der Woche unterwegs. Dafür kommt ein Elektroauto nicht in Frage. Ich finde die Idee der Klimakollekte gut. Da kann jeder die gefahrenen Kilometer entsprechend des Schadstoffausstoßes umrechnen und eine Spende als Emissionsausgleich geben. Perspektivisch sehe ich in der Klimakollekte eine Möglichkeit, eine konkrete Spende zu geben.

Welche Aktionen sind im Kirchenkreis geplant?

Die Gemeinden haben die Broschüre „Klimafasten“ erhalten und sind informiert. Im April werten wir die Aktion aus und erfahren dann, wofür sich einzelnen Gemeinden entschiedenen haben.

Klimafasten

2015 rief die Landeskirche Westfalen das Klimafasten ins Leben.

Erstmals ist auch die Evangelische Landeskirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) dabei. Das Klimafasten steht unter dem Leitsatz „So viel du brauchst“.

In der siebenwöchigen Fastenzeit geht es darum, mit kleinen Schritten im Alltag die übliche Routine zu durchbrechen und das eigene Handeln zu überdenken.

www.ekbo.de/klimafasten

 

Von Christamaria Ruch

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