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Fasziniert von der Präzision des Schießsports

Gadow Fasziniert von der Präzision des Schießsports

Er ist mit Mitte Dreißig einer der jüngsten aktiven Mitglieder im Gadower Schützenverein. Florian Schwanda hat der Schießsport schon immer fasziniert, besonders die Präzision, die er dabei an den Tag legen muss. Deshalb ist der Wittstocker vor zwei Jahren in den Verein eingetreten. Sehr zur Freude des Vorstands, den dem Beispiel folgen nicht viele Junge.

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Gut getroffen? Vereinspräsident Jürgen Kontak (vorne) kontrolliert mit Florian Schwanda die Einschusslöcher in der Scheiben.

Quelle: Christian Bark

Gadow. Gutes Augenmaß und eine ruhige Hand sind wichtig beim Schießen. Florian Schwanda zielt mit seiner Sportpistole auf die 25 Meter entfernte Scheibe. Er feuert seine fünf Schuss aus dem Magazin ab. Per Knopfdruck fährt die Scheibe zum Schießstand. „Gar nicht so schlecht“, stellt Jürgen Kontak fest. Er ist Präsident des Gadower Schützenvereins und beim Training an diesem Tag Schießstandwart. „Allein dürfte Florian hier nicht schießen, das würde gegen die Sicherheitsregeln verstoßen“, erklärt Kontak. Sie halten die Treffer und die verschossene Munition minuziös fest – beim Schießsport gelten eben strenge Vorschriften.

Je fünf Patronen kann Florian Schwanda mit seiner Sportpistole pro Magazin abfeuern

Je fünf Patronen kann Florian Schwanda mit seiner Sportpistole pro Magazin abfeuern.

Quelle: Christian Bark

Mit seinen 61 Jahren gehört Jürgen Kontak schon zur gestandenen Riege des Vereins. Er ist stolz, dass sich auch jüngere Männer und Frauen für den Sport interessieren. Und obwohl das jüngste Mitglied erst vier Jahre alt ist, gehört Florian Schwanda zu den jüngsten aktiven Schützen des Vereins. „Bei den Kurzwaffen kann ich ihm schwer noch das Wasser reichen“, berichtet der Präsident von den Fortschritten des „Nachwuchsschützen“. Der bevorzugt die kurzen gegenüber den Langwaffen, wie er sagt. Und auch sonst bringe er sich sehr ins Vereinsleben ein.

Präzision und eine ruhige Hand sind wichtig

Präzision und eine ruhige Hand sind wichtig.

Quelle: Christian Bark

Irgendwie hat Florian Schwanda der Schießsport schon immer fasziniert. Noch bevor der Wittstocker vor zwei Jahren Mitglied im Gadower Schützenverein wurde, hatte er sich auf den Schießplätzen der Region ausprobiert. Ein Arbeitskollege hatte den 35-jährigen Industriemechaniker von seiner Mitgliedschaft in Gadow berichtet, auf dem Schützenfest im Mai 2015 fasste Florian Schwanda dann den Entschluss – er wollte Mitglied werden. „Fußball hätte mir nichts gegeben, der Schießsport hat mich schon immer gereizt“, begründet er, warum gerade dieses Hobby für ihn in Frage kam. Zudem fasziniere ihn die Präzision, die sowohl der Schütze als auch seine Waffe bei diesem Sport mitbringen müssten.

Florian Schwanda startete in der Herrenklasse, paukte im ersten Jahr Waffensachkunde. „Das waren 25 Stunden Theorie“, blickt der Sportschütze zurück. Dabei habe er gelernt, wie man die Waffen sicher verwahrt und was beispielsweise wann Notwehr ist. Hinz kam regelmäßiges Training. In dem einen Jahr Ausbildung muss der Schütze Jürgen Kontak zufolge mindestens 18 Mal mit der Waffe geschossen haben. Seien die Voraussetzungen nach dem Jahr nicht erfüllt, gebe es keine Waffenbesitzkarte.

25 Meter trennen den Schützen am Pistolen-Schießstand von der Zielscheibe

25 Meter trennen den Schützen am Pistolen-Schießstand von der Zielscheibe.

Quelle: Christian Bark

Doch das Ganze hat Florian Schwanda erfolgreich hinter sich bringen müssen – auch wenn es harte Arbeit war. „Ich merke, dass ich mich immer wieder verbessern muss“, beschreibt er seinen Ehrgeiz. Aber der und die Teilnahme an Meisterschaften seien nicht alles. „Wichtig ist auch Brauchtumspflege und Geselligkeit“, sagt der 35-Jährige. Das habe ihn sogar dazu bewogen, bei feierlichen Anlässen Schlips und Kragen zu tragen. „Das war vorher gar nicht so meins“, berichtet er. Und er will noch mehr für den Verein und den Platz erreichen. Ein modernes Computersystem für die Anlage ist eines seiner Ziele.

Natürlich steht auch das Gewinnen weiterer Nachwuchsschützen auf dem Programm. „Das ist gar nicht so leicht“, weiß Jürgen Kontak. Zwar äußerten viele bei den Schützenfesten ihr Interesse am Sport, Mitglieder würden aber die wenigsten von ihnen.

Von Christian Bark

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