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Ostprignitz-Ruppin Faulbrut bei Bienen: 140 Völker getötet
Lokales Ostprignitz-Ruppin Faulbrut bei Bienen: 140 Völker getötet
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12:44 19.02.2018
Faulbrut in einem Bienenstock. Quelle: Landkreis Oberhavel
Neuruppin

Der Landkreis Ostprignitz-Ruppin hat weiterhin mit der Amerikanischen Faulbrut bei den Bienenvölkern zu kämpfen. Zwar wurden bereits mehr als 140 Völker im Großraum Rheinsberg getötet, aber es besteht weiterhin die Gefahr, dass sich Völker mit dem sogenannten sporenbildenden Bakterium anstecken können, sagte am Dienstag Eileen Rosendräger, die stellvertretene Amtstierärztin. Deshalb bleibt der im Sommer erlassene Sperrbezirk auch bestehen, vorerst bis zum Frühjahr. Aus dem Sperrgebiet dürfen Bienvölker weder heraus- noch hineingebracht werden. Damit soll verhindert werden, dass sich die Krankheit ausbreitet. In dem Gebiet befinden sich etwa 160 Völker, die untersucht werden müssen. Das soll ab März passieren, so Rosendräger. Die 20 betroffenen Imker wissen darüber Bescheid. Denn seitdem im Frühjahr 2017 die Amerikanische Faulbrut im Landkreis ausgebrochen ist, müssen die Imker ihre Bienenstandorte melden. Wer das ignoriert, muss mit einem Bußgeld von mindestens 60 Euro rechnen. Einige Verfahren laufen bereits, so Rosendräger.

Experten: Keine Gefahr durch Verzehr von Honig

Zudem hat der Landkreis alle Imker aufgesucht, die ihre Völker in den vergangenen zwei Jahren in dem betroffenen Gebiet aufgestellt hatten. Auch so soll verhindert werden, dass sich die Seuche ausbreitet. Unklar ist, ob die Krankheit aus Oberhavel oder dem Havelland eingeschleppt wurde. Beide Nachbarkreise haben ebenfalls Fälle der Amerikanischen Faulbrut. Die Sporen sind sehr widerstandsfähig und selbst bei Temperaturen von bis zu 120 Grad ansteckungsfähig. Der Erreger befällt dabei ausschließlich die Brut der Honigbiene. Eine Gefährdung von Verbrauchern durch den Verzehr von Honig ist nicht zu befürchten, heißt es von Experten.

In Ostprignitz-Ruppin gab es im Sommer 2017 rund 300 registrierte Bienenstandorte mit etwa 3500 Völkern. Die Amerikanische Faulbrut war laut Kreissprecherin Britta Avantario zum letzten Mal 2006 im Landkreis nachgewiesen worden. Im Vorjahr gab es dann gleich vier Ausbrüche.

Von Andreas Vogel

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