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Fehlalarm kann bis zu 300 Euro kosten

Kyritz Fehlalarm kann bis zu 300 Euro kosten

Neue Regeln sollen künftig in der Stadt und den Kyritzer Ortsteilen gelten für Leistungen, die Feuerwehrleute erbringen. Ein Fokus liegt dabei auf den in letzter Zeit vor allem in Kyritz häufigen Fehlalarmen. Künftig können dafür bis zu 300 Euro von der Feuerwehr in Rechnung gestellt werden.

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Einsätze nach Fehlalarmen wie hier im Gebwerbegebiet Leddiner Weg häufen sich. Sie verursachen aber regelmäßig nicht unerhebliche Kosten.

Quelle: Matthias Anke

Kyritz. Für die Leistungen, die die Feuerwehren der Stadt Kyritz erbringen, sollen demnächst neue Regeln gelten. Erarbeitet wurde auch eine entsprechende Entgeltsatzung, die nun als erstes den Ortsbeiräten vorgelegt wird. In Mechow, Holzhausen und Lellichow wurde bereits am Donnerstag darüber gesprochen.

Als Vertreter der Verwaltung erläuterte Kämmerer Michael Köhn beispielsweise in Mechow die Hintergründe. Demnach unterhalten Kyritz und auch viele der zur Stadt gehörenden Dörfer derzeit eine leistungsfähige Feuerwehr, und für deren Einsätze müssten regelmäßig Kosten erstattet werden. Die entsprechende Satzung, die dies regelt, stammt aus dem Jahr 2004 und wurde damals an einer sogenannten Mustersatzung ausgerichtet. Dabei seien die tatsächlichen Kosten allerdings nicht korrekt zu berechnen gewesen, führte Michael Köhn aus. Aus dem Grund müsse jetzt eine neue Satzung her. Dazu setzte die Stadtverwaltung in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Wusterhausen auf professionelle Hilfe: Das Institut für Public-Management in Berlin kalkulierte die Kosten neu.

Fehlalarm kann bis zu 300 Euro kosten

Ein Fokus lag dabei auf den in letzter Zeit vor allem in Kyritz häufigen Fehlalarmen. „Es können jetzt zum Beispiel bei einem Fehlalarm bis zu 300 Euro von der Feuerwehr in Rechnung gestellt werden“, erklärte Michael Köhn. Außerdem sollen die betreffenden Feuerwehreinheiten die entstehenden Personalkosten ausgezahlt bekommen. Darüber hinaus sei das Ziel der Zusammenarbeit mit Wusterhausen, eine einheitliche Satzung für die Feuerwehren im gesamten Kleeblattverbund zu gestalten.

Im Mechower Ortsbeirat gab es dazu schon mal ausschließlich positive Stimmen. Ortsvorsteherin Petra Höger erhofft sich eine gerechte Aufwandsentschädigung und verwies darauf, dass in Mechow die freiwillige Feuerwehr vor Jahren wegen Personalmangels geschlossen werden musste. „Eine Feuerwehr nach der anderen in den ländlichen Gegenden zerfällt, weil einfach kein Nachwuchs kommt“, sagte Petra Höger.

Mehr Geld für den Feuerwehr-Nachwuchs

Deutlich mehr Geld für Nachwuchsgewinnung und Ausstattung wird die Feuerwehr auch mit der Neuordnung nicht zur Verfügung haben: Laut Beschlussvorlage führt die neue Satzung „bei einer gleichbleibenden kostenpflichtigen Einsatzhäufigkeit“ zu jährlichen Mehreinnahmen von rund 3000 Euro. Die jetzt ebenfalls geplante künftige Entgeltordnung für freiwillige Leistungen der Wehren soll zusätzlich rund 1500 Euro einbringen, die direkt den einzelnen Einheiten zugutekommen.

Ab Montag tagen als nächstes die Ortsbeiräte in Drewen, Kötzlin, Berlitt und Rehfeld. Auch deren Mitglieder beschäftigen sich dann mit diesem Thema, bevor die Stadtverordnetenausschüsse an der Reihe sind und die Stadtverordnetenversammlung eine Entscheidung fällt.

Von Gina Wiesner

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