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Ostprignitz-Ruppin Fehrbellin: Feuerwehr steht vor Fusionen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Fehrbellin: Feuerwehr steht vor Fusionen
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02:15 28.01.2016
Gegen den Personalmangel bei den Fehrbelliner Wehren helfen wohl nur noch Zusammenschlüsse. Quelle: Peter Geisler
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Fehrbellin

Das Urteil der Fachleute ist vernichtend: Die Fehrbelliner Feuerwehr ist nur bedingt einsatzfähig. Zu diesem Schluss kommen Experten, die den aktuellen Gefahrenabwehrbedarfsplan für die Gemeinde erarbeitet haben. „Sie haben messerscharf belegt, dass unsere Einheiten zu kleinteilig sind, um die Einsatzbereitschaft auf Dauer abzusichern“, sagt Fehrbellins Bürgermeisterin Ute Behnicke. Zwar haben die 268 aktiven Feuerwehrleute, die in 18 Einheiten organisiert sind, bei ihren Einsätzen bislang „alles super auf die Reihe gekriegt“, wie die Gemeindechefin betont. „Man fragt sich aber schon, wie sie das geschafft haben.“

Aufgrund der kleinteiligen Strukturen herrsche an vielen Orten ein Mangel an Personal und Führungskräften. Deshalb klaffe jetzt zwischen der Zahl der Einheiten, die laut Strategiepapier zu Einsätzen hätten ausrücken sollen, und der Zahl der Einheiten, die tatsächlich ausgerückt sind, eine „heftige Lücke“, so Behnicke. „Um das Überleben unserer Feuerwehr abzusichern, brauchen wir größere Strukturen. So wie wir jetzt aufgestellt sind, haben wir keine Zukunft.“

Fehrbellins Bürgermeisterin Ute Behnicke. Quelle: Peter Geisler

Die Stimmung unter den Feuerwehrleuten, die Ende 2015 über die Lage informiert wurden, sei derzeit „ein bisschen betreten“, berichtet die Bürgermeisterin. „Es ist ja nie angenehm, wenn einem Defizite vorgehalten werden – und dann auch noch so massiv.“ Dennoch lassen die Feuerwehrleute nicht die Köpfe hängen, sondern richten den Blick auf das, was verändert werden muss. So haben die Ortswehren Wustrau, Altfriesack und Langen bereits beschlossen, dass sie sich zu einer Einheit zusammenschließen. Auch in Protzen und Walchow sowie in Brunne, Lentzke und Betzin zeichnet sich eine Fusion ab. „Ich gehe davon aus, dass sich dieser Trend fortsetzt“, sagt Ute Behnicke.

Die Fusionen werden nicht nur personelle Folgen haben. Auch bei der Technik wird sich voraussichtlich viel ändern. „Das ergibt sich zwangsweise“, so Behnicke. „Wenn ich Einheiten verschmelze, hat das auch Einfluss auf den Bestand der Fahrzeuge. Das heißt aber nicht, dass die Orte völlig nackig gemacht werden.“ Zwar werden dann nicht mehr in jeder Ortswehr Löschfahrzeuge stehen. Im Gegenzug sollen die kleinen Dörfer aber mit Mannschaftswagen ausgestattet werden, die zehnmal weniger als Einsatzwagen kosten. Dass dadurch der Feuerwehrposten im Etat der Kommune viel geringer ausfällt, glaubt Ute Behnicke nicht unbedingt. „Das Sparen ist aber nicht unser vordergründiges Ziel. Unser Ziel ist es, am Ende eine leistungsfähige Feuerwehr zu haben.“

Dabei will Ute Behnicke darauf achten, dass durch die Fusionen der Einheiten die Strukturen in den Dörfern nicht zerstört werden. „Mir ist bewusst, welche Aufgaben für die Gemeinschaft die Feuerwehren in den Orten übernehmen“, sagt die Bürgermeisterin. Die Wehren seien oft die letzten Institutionen des Dorflebens in Orten, in denen es keine Gast- oder Kindertagesstätten mehr gibt. Ute Behnicke will sich nun umhören, wie es andere Kommunen geschafft haben, ihre Feuerwehrkräfte zusammenzuziehen, ohne die Dörfer auszuhöhlen. Über die Fusionen werde die Gemeindewehrleitung debattieren.

Von Celina Aniol

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