Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -4 ° wolkig

Navigation:
Fehrbellin: Keine Blumen zum 91. Geburtstag

Kommune kritisiert Meldegesetz Fehrbellin: Keine Blumen zum 91. Geburtstag

Seit der Einführung des Meldegesetztes werden Personendaten strenger geschützt. Was gut klingt, treibt aber auch Blüten: Aufgrund der neuen Regelung dürfen Meldeämter Ortsvorstehern, die zum Geburtstag gratulieren wollen, nur alle fünf Jahre verraten, wann der Ehrentag ist. Die von Fehrbellin kritisierte Folge: Zum 91.Geburtstag gibt es keine Blumen.

Voriger Artikel
Neuruppin berät hinter verschlossenen Türen
Nächster Artikel
„Jesus war auch ganz klar ein Flüchtling“

Bisher haben Fehrbellins Ortsvorsteher jedes Jahr Senioren gratuliert, die älter als 90 Jahre waren. Jetzt soll es Blumen oder Präsente jährlich erst ab einem Alter von 100 Jahren geben.

Quelle: Peter Geisler

Fehrbellin. Bisher bekamen Fehrbelliner ab ihrem 90. Geburtstag jedes Jahr ein kleines Präsent oder Blumen vom Ortsvorsteher. Meistens kam er dann auch persönlich vorbei und plauschte ein wenig mit den Senioren. Jetzt sind diese regelmäßigen Besuche in Frage gestellt – und zwar durch das neue Bundesmeldegesetz, wie Fehrbellins Bürgermeisterin Ute Behnicke berichtet.

In diesem zum 1. November in Kraft getretenen Regelwerk ist ein besserer Schutz von Personendaten verankert. Deshalb dürfen nun die Meldeämter den Ortsvorstehern nur alle fünf Jahre verraten, wenn ein Senior Geburtstag hat. Erst bei Über-100-Jährigen wird der Datenschutz gelockert und alle Welt darf jedes Jahr vom Ehrentag erfahren.

„Sicher hat der Gesetzgeber nicht bedacht, dass sich die Leute auf dem Lande wirklich darüber freuen, wenn sie eine Glückwunschkarte vom Ortsvorsteher oder von der Bürgermeisterin kriegen“, kritisiert Ute Behnicke. Über das Bundesgesetz könne sich die Kommune aber nicht einfach hinwegsetzen. Deswegen wird sie auch bald ihre Jubiläumsordnung anpassen müssen, die sie vor nicht allzulanger Zeit überarbeitet hat.

Von Celina Aniol

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Ostprignitz-Ruppin
123c76c4-dff8-11e7-a15f-f363db308704
Fontanestadt Neuruppin „damals und heute“

Neuruppin ist die Kreisstadt des Landkreises Ostprignitz-Ruppn. Der Ort erhielt 1256 das Stadtrecht und ist bekannt als Geburtsstadt von Schriftsteller Theodor Fontane und Baumeister Karl Friedrich Schinkel.

c001ffb8-fc5e-11e7-90a2-a388f9eff187
Kyritz damals und heute

Über ihre mittelalterlichen Grenzen wuchs die Knatterstadt erst im 19. Jahrhundert hinaus. Aber dann richtig: Die Stadt ist im steten Wandel begriffen. Viele alte Bauten mussten bis in die jüngste Zeit hinein neuen Ideen und Bedürfnissen weichen.

7d84d8be-fb68-11e7-b11f-9a7b802e86ee
Lindow damals und heute

Die MAZ lädt ein zu einer Zeitreise. Wir haben historische Ansichten von Lindow zusammengestellt und vom gleichen Ort aus wie damals heute noch einmal eine Aufnahme gemacht. Die Ergebnisse zeigt diese Bildergalerie. Die historischen Karten stammen aus dem Privatarchiv des Lindowers Udo Rönnefahrt.

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg