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Fehrbellin investiert zwei Millionen Euro

Minus im Etat der Gemeinde Fehrbellin investiert zwei Millionen Euro

Fehrbellin will auch in diesem Jahr kräftig investieren. Rund zwei Millionen Euro hat die Gemeinde für kleine und große Investitionen vorgesehen. Die Kommune rechnet damit, dass sie am Ende des Jahres ein Minus von 1,4 Millionen Euro in der Haushaltskasse haben wird. Der Griff in den Sparstrumpf tut not – soll aber nicht leichtfertig erfolgen , mahnt die Bürgermeisterin.

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Weil das Linumer Feuerwehrgerätehaus so marode ist, will die Gemeinde Fehrbellin möglichst noch 2016 das Gebäude abreißen und ein neues bauen.

Quelle: Peter Geisler

Fehrbellin. Ebbe in der Kasse? Fehrbellin wird dieses Schicksal, vor dem die Gemeinde seit Jahren Angst hat, wohl auch in diesem Jahr nicht ereilen. Und das, obwohl die Kommune am Ende des Jahres unter Umständen ein Minus von 1,4 Millionen Euro wird ausgleichen müssen. Dieser Fehlbetrag entsteht, wenn die Fehrbelliner alle ihre Ideen umsetzen, die jetzt als Investitionen im Haushaltsentwurf vorgesehen sind, und nicht doch noch mehr Geld einnehmen als im Moment erwartet.

Ende 2014 schlummerten in Fehrbellins Sparstrumpf 4,1 Millionen Euro

Dieses Kunststück ist möglich, weil die Gemeinde über eine erhebliche Rücklage verfügt. Wie hoch diese ist, das kann die Verwaltung zwar im Moment nicht sagen, weil nicht klar ist, wie viele Miese 2015 Fehrbellin produziert hat. Da der Sparstrumpf der Kommune aber Ende 2014 mit 4,1 Millionen Euro gefüllt war und das Minus im vergangenen Jahr höchstens 1,5 Millionen Euro betrug, ist davon auszugehen, dass die Kasse immer noch relativ voll ist.

2015 überwiesen Firmen 3,1 Millionen Euro an die Gemeinde

Dennoch warnt Bürgermeisterin Ute Behnicke davor, das Geld jetzt mit beiden Händen auszugeben. Denn die Rücklage reicht nicht für alle Zeit. Es könnte sogar sein, dass die Gemeinde schon im kommenden Jahr tiefer in die Tasche greifen muss als bisher. Das liegt paradoxerweise daran, dass die Kommune im vergangenen Jahr zu gute Einnahmen bei der Gewerbesteuer hatte. Denn die 3,1 Millionen Euro, die Firmen 2015 an Fehrbellin überwiesen, dienen für Berechnungen für Hilfeleistungen vom Land und Ansprüche des Landkreises im nächsten Jahr. Sprich: Wenn die Gemeinde 2015 viel verdient hat, bekommt sie 2017 weniger Geld aus Potsdam, muss aber mehr an den Kreis abführen. „Und wenn’s ganz dumm kommt, dann kriegen wir gar keine Schlüsselzuweisung vom Land und müssen dann auch noch die Gewerbesteuer zurückzahlen“, so Ute Behnicke. Denn bei den Überweisungen der Unternehmen handelt es sich um eine Vorauszahlung, die nach dem Einreichen von Jahresabschlüssen korrigiert wird – und einer Kommune finanziell das Genick brechen kann.

Kommune will 735 000 Euro für Straßenreparaturen ausgeben

Für diesen Fall sollte die Gemeinde gewappnet sein – und über ein gut gefülltes Konto verfügen, mahnt die Bürgermeisterin. Zumal eine Unterstützung des Landes bei Investitionen bis 2019 gegen Null gefahren wird. Trotzdem will die Gemeinde deshalb nicht auf alles verzichten und sieht eine stattliche Summe von etwa zwei Millionen Euro für Investitionen vor. Daneben plant Fehrbellin, für die Unterhaltung von Straßen 2016 rund 735 000 Euro auszugeben, während es im Vorjahr dafür nur 483 000 Euro gab.

Von Celina Aniol

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