Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Ostprignitz-Ruppin Fehrbellin: mehr Geld für Feuerwehrleute
Lokales Ostprignitz-Ruppin Fehrbellin: mehr Geld für Feuerwehrleute
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:18 11.04.2016
Fehrbelliner Feuerwehrleute werden jetzt höher entschädigt. Quelle: Peter Geisler
Anzeige
Fehrbellin

Rund 30 000 Euro pro Jahr hat die Gemeinde Fehrbellin bisher ihren Feuerwehrleuten sozusagen als Prämie für die Ausübung ihrer Aufgaben bezahlt. Nun wird die Kommune für diesen Zweck über 70 000 Euro vorhalten. Das haben die Gemeindevertreter am Donnerstagabend indirekt beschlossen. Denn entschieden haben sie nicht über diese Summe, sondern über die neue Satzung zur Aufwandsentschädigung für ehrenamtlich tätige Brandschützer.

Bislang war diese Sondervergütungsregelung Teil der allgemeinen Entschädigungssatzung der Kommune. Weil aber bei der Fehrbelliner Feuerwehr ein starker Wandel zu erwarten ist (die MAZ berichtete), wurde sie nun ausgekoppelt. So stellt die Verwaltung sicher, dass bei den geplanten Veränderungen nur die Feuerwehr-Satzung erneut angepasst werden muss.

Wer mehr Verantwortung übernimmt, bekommt auch mehr Geld

Doch nicht nur formal beschreitet die Gemeinde an dieser Stelle einen neuen Weg. Sie stellt in der Satzung, die rückwirkend zum 1. Januar in Kraft tritt, auch insgesamt neue Weichen für die Feuerwehrarbeit. Zum einen erhöht sie die Sätze der Aufwandsentschädigung im Schnitt um 10 Euro. Zum anderen verankert sie in dem Papier neue Motivationsanreize, die es vorher in Fehrbellin nicht gab. Bisher erhielten Brandschützer, die mehr als einen Posten innehatten, eine Entschädigung nur für die Ausübung einer Aufgabe. Jetzt werden Ehrenamtler, die zwei und mehr Funktionen wahrnehmen, für alle Posten bezahlt.

Erstmals werden dabei auch nicht nur die Leitungsebene sowie Geräte- und Jugendfeuerwehrwarte berücksichtigt. Geld bekommen stattdessen in Zukunft alle 265 aktiven Feuerwehrleute, die mindestens 40 Ausbildungsstunden im Jahr absolviert haben. Das schaffen im Schnitt bis zu 60 Prozent. Eine Extra-Vergütung gibt es zudem für jeden erfolgreich abgeschlossenen Lehrgang.

Entschädigung dient als Anerkennung, aber auch als Motivationsanreiz

Genau an diesem Punkt schieden sich die Geister am Donnerstag. Bürgermeisterin Ute Behnicke trat für den bereits im Satzungsentwurf vorgeschlagenen Weg ein, nur den Besuch von Lehrgänge für Funker, Gerätewarte und die Führungskräfte zu honorieren. Die SPD beantragte hingegen, dass jedwede Schulung belohnt werden soll – und gewann die Mehrheit der Gemeindevertreter dafür. Diese Ausweitung gefällt der Bürgermeisterin nur mäßig. „Wir wollten mit dieser enger gefassten Bestimmung erreichen, dass sich mehr Feuerwehrleute weiterqualifizieren“, erklärt Ute Behnicke. Dieser Anreiz sei auch, wie alle anderen Punkte des Papiers, so mit der Gemeindewehrführung sowie den Leitern der Einheiten abgestimmt gewesen.

Die neue Satzung ist Teil der Feuerwehroffensive der Gemeinde, die nach einem vernichtendem Urteil von Experten im aktuellen Brandschutzbericht gestartet ist. Die Fachleute meinten, dass die Fehrbelliner aufgrund von Personalknappheit, Mangel an Führungskräften und kleinteiligen Strukturen „nur bedingt einsatzfähig“ sind (die MAZ berichtete).

Die Änderungen bei der Aufwandsentschädigung sind nur ein Schritt zur Neuausrichtung. Daneben haben sich bereits einige Feuerwehreinheiten wie Wustrau, Altfriesack und Langen aus eigenem Antrieb zusammengeschlossen. „Nun sind wir wie bei einem Puzzle am Basteln, wie man darauf reagiert und nun auch die Menschen, Technik und Gebäude am sinnvollsten zusammenbringt“, sagt Ute Behnicke.

Von Celina Aniol

Äußerlich und inzwischen auch weitgehend im Inneren präsentiert sich die Kantower Kirche nach jahrelanger Sanierung als Schmuckstück – und als einziger Raum im Dorf, der sich für vielfältige Veranstaltungen eignen würde. Doch die fehlende Heizung schränkt die Nutzungsmöglichkeiten erheblich ein.

11.04.2016

Erst vor ein paar Jahren hat die Gemeinde Fehrbellin kräftig in den DSL-Ausbau investiert. Durch den technischen Fortschritt ist der so geschaffene Standard fürs schnelle Internet allerdings wieder überholt. Deswegen will sich die Gemeinde unbedingt darum bemühen, dass sie beim kürzlich neu aufgelegten Förderprogramm des Bundes wieder zum Zuge kommt.

11.04.2016
Ausbildung & Beruf 19-Jähriger bildet sich in der Natur weiter - Ökologisches Jahr im Pritzwalker Hainholz

Um Erfahrungen zu sammeln und sein Umweltbewusstsein zu schärfen macht der 19-jährige Manuel Hill-Grade ein Freiwilliges Ökologisches Jahr über die Oberförsterei Bad Wilsnack. Sein Einsatzort ist das Pritzwalker Hainholz. Hier pflegt er unter anderem den „Park der Jahresbäume“.

11.04.2016
Anzeige