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Ostprignitz-Ruppin Fehrbellin streicht Zuschuss für Kirchturm
Lokales Ostprignitz-Ruppin Fehrbellin streicht Zuschuss für Kirchturm
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00:18 20.07.2017
Der Putz des Wustrauer Kirchturms hat Risse. Handwerker bessern die Risse derzeit mit einem speziellen Kalkputz aus. Quelle: Reyk Grunow
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Wustrau

Die Gemeinde Fehrbellin hat einen bereits genehmigten Zuschuss für die Sanierung des Wustrauer Kirchturms wieder gestrichen. Die Gesamtkirchengemeinde Protzen-Wustrau-Radensleben, die mit den 15 000 Euro bereits fest gerechnet hat, weiß noch nicht, wie sie diese Finanzierungslücke ausgleichen soll. „Das ist erst einmal ein Schlag“, sagt Geschäftsführer Gregor Hamsch. Bei einer Dienstberatung am morgigen Mittwoch müsse überlegt werden, wie die Summe anderweitig aufgebracht werden kann. Die Arbeiten am Turm laufen längst. „Alle Firmen sind beauftragt“, sagt Hamsch. „Wir können den Bau nicht mehr stoppen.“

Die Fehrbelliner Gemeindevertreter hatten am Donnerstagabend beschlossen, den Beschluss über den Zuschuss vorerst wieder zurückzunehmen – weil die Kirche im Juni vergangenen Jahres eine Klage gegen die Kommune vor dem Potsdamer Verwaltungsgericht angestrengt hatte. Die Gemeindevertreter wollen zunächst den Ausgang dieses Verfahrens abwarten und dann eventuell erneut über den Zuschuss beraten.

Uneins über den Ausgleichsbetrag

In dem Gerichtsverfahren geht es um einen Ausgleichsbetrag von knapp 24 900 Euro, den die Kirche nach Abschluss der städtebaulichen Sanierung in Wustrau wegen der erreichten Wertverbesserungen an die Gemeinde zahlen sollte. Diesen Bescheid hatte die Kirche angefochten. „Es war nicht klar, wie dieser Betrag berechnet worden ist“, sagt Hamsch.

Nach Einschätzung von Fehrbellins Vizebürgermeister Rasmus Krebs hat die Kirchengemeinde von der Sanierung erheblich profitiert. Rund 458 000 Euro flossen in die Sanierung des Pfarrhauses, des Kirchenschiffes, des Kriegerdenkmals und historischer Grabplatten. Ein Drittel der Summe steuerte die Gemeinde Fehrbellin bei, der Rest kam von Bund und Land. Dass die Kirche als Besitzerin „recht großer Liegenschaften“ einen Ausgleichsbetrag zahle, ist für Krebs nur selbstverständlich. „Die Kirche ist nicht besser oder schlechter gestellt als andere.“

Gemeindevertreter wussten zunächst nichts von der Klage

Die Gemeindevertreter hatten dem Zuschuss im Juni zunächst zugestimmt, ohne von der Klage vor dem Verwaltungsgericht zu wissen. Krebs hatte schließlich Bedenken gegen den Zuschuss angemeldet. Prinzipiell bestehe das Risiko vor Gericht zu unterliegen und auf allen Kosten – auch den Gerichtskosten selbst – sitzen zu bleiben. Vor diesem Hintergrund sei zu überlegen, ob die Gemeinde noch die Kirchturmsanierung unterstützen wolle.

„Wir haben der Kirchengemeinde nicht die Tür zugeschlagen“, sagt Hans-Peter Erdmann, der Vorsitzende der Gemeindevertretung. Der Zuschuss sei nicht endgültig abgelehnt. Wie andere Gemeindevertreter auch ist er durchaus bereit, ein weiteres Mal über den Zuschuss zu reden – wenn es denn in der Frage des Ausgleichsbetrags eine Einigkeit gibt.

Unverständnis über Argumentation

Hamsch kann dieser Argumentation nicht ganz folgen. „Das eine hat doch mit dem anderen nichts zu tun“, sagt er. Die städtebauliche Sanierung von Wustrau und der Erhalt von Kulturgut wie jetzt die Sanierung des Kirchturms seien „zwei Paar ganz unterschiedliche Schuhe“. Prinzipiell, so Hamsch, sei die Kirchengemeinde bereit, einen Ausgleichsbetrag zu zahlen. Allerdings müssten die Berechnungsgrundlagen klar sein. „25 000 Euro sind viel Geld.“

Handwerker bessern derzeit Risse im Putz des Wustrauer Kirchturms aus. Zugleich müssen Fenster und Dach saniert werden. Die Arbeiten sollen im Herbst abgeschlossen sein.

Von Frauke Herweg

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