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Fehrbellin Gesunde Früchtchen
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14:15 11.08.2018
Über die vielen großen Aronia-Beeren freut sich die Rheinbergerin Hildegard Alheit, die zum Pflücken nach Linum gekommen ist. Quelle: privat
Linum

Die Aronia-Ernte auf dem Linumer Hof Landleben ist beendet – diesmal viel früher als in den vergangenen Jahren. Gwendalina Bluhm konnte sich in diesem Jahr über große, pralle Beeren freuen. „Durch die viele Sonne war der Geschmack der Beeren auch nicht so bitter“, sagt sie.

Im Garten der Linumerin wachsen mittlerweile 200 Sträucher auf einer Fläche von 0,5 Hektar. Im Herbst 2007 entfernte Gwendalina Bluhm Kohl und Kartoffeln aus ihrem Garten und pflanzte 60 Sträucher. In einer Kelterei in Berlin-Buchholz hatte sie den dunkelvioletten Aroniasaft entdeckt. Sie erfuhr von den besonderen Inhaltsstoffen der Beeren und recherchierte im Internet.

Aroniabeeren sind bei Gesundheitsbewussten sehr beliebt

Seit mehreren Jahren bietet sie in ihrem kleinen Laden im Storchendorf Linum bei Fehrbellin in der Nauener Straße Aronia-Produkte an – getrocknete Beeren, Konfitüre, Likör und Saft. Besonders begehrt ist ihre Marmelade.

Wenn die Erntezeit gekommen ist, melden sich viele Kunden zum Selbstpflücken der Ernte an. Sie kommen aus Neuruppin, Rheinsberg, Oranienburg. „Viele von ihnen sind sehr gesundheitsbewusst“, sagt Gwendalina Bluhm. „Obwohl der Geschmack der Beeren ja eher gewöhnungsbedürftig ist – eher zum Gesicht verziehen.“ Dennoch kommen jedes Jahr zahlreiche Kunden. Viele von ihnen haben bei Gwendalina Bluhm auch Sträucher gekauft und in ihren Garten gepflanzt.

Gwendalina Bluhm hat 200 Aroniasträucher

Auch die Rheinsbergerin Hildegard Alheit hat von der gesundheitsfördernden Wirkung der Aroniabeeren erfahren und gehört zum Kundenkreis. In der vergangenen Woche hat die 83-Jährige in Linum 4,5 Kilogramm Beeren gepflückt. Die Hofbetreiberin hatte ihr bereits gepflückte Beeren angeboten, doch die Rheinsbergerin wollte ihre Aroniabeeren selbst ernten – trotz der großen Hitze. Sie besitzt selbst einen Strauch, doch der Ertrag reichte nicht aus.

Die heißen Tage setzten allerdings auch den Beerenpflückern zu. „Sonst haben wir an einem Tag etwa 50 Kilogramm geerntet, diesmal waren es nur 25 Kilogramm. Gwendalina Bluhm ist nun damit beschäftigt, die Beeren zu trocknen. „Das funktioniert in diesem Jahr ganz prima“, sagt sie.

Man kann bei ihr auch selber pflücken

Die Beeren breitet sie im Garten aus und bedeckt sie mit Gaze. Nach etwa einer Woche sind sie fertig getrocknet. „Bei ungünstigem Wetter habe ich das immer auf meinem Dachboden gemacht. In der Sonne funktioniert das natürlich viel besser.

Einen großen Teil der Beeren verstaut die Linumerin erst einmal in ihrer Tiefkühltruhe. Daraus kocht sie in ruhigeren Zeiten Marmelade. „Aroniabeeren sind sowieso saftiger, wenn man sie vor der Verarbeitung einfriert“, sagt sie.

Wer die Ernte verpasst hat und auch gern die gesundheitsfördernde Wirkung nutzen möchte, kann im Linumer Hof eingefrorene Beeren erstehen.

Der Hofladen in der Nauener Straße 46, ist dienstags bis freitags von 11 bis 17 Uhr geöffnet, sonnabends und sonntags von 11 bis 18 Uhr.

Von Cornelia Felsch

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