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Fehrbellin Eine Frau übernimmt das Brandenburg-Preußen-Museum
Lokales Ostprignitz-Ruppin Fehrbellin Eine Frau übernimmt das Brandenburg-Preußen-Museum
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01:16 16.02.2019
Claudia Krahnert (l.) und Andreas Bödecker führten Ministerin Martina Münch am Mittwoch durchs Museum. Quelle: Peter Geisler
Wustrau

Das erste Foto strahlt großen Patriotismus aus: In Reih und Glied marschieren Soldaten des 24. Infanterie-Regiments durch die Hauptstraße von Neuruppin. Sie sind 1914 auf dem Weg in den Krieg. Hunderte Menschen jubeln den Soldaten zu, begeisterte Kinder sind auf dem Foto zu sehen. Wer ahnte da schon, wie viele Männer bald ihr Leben verlieren werden.

Das zweite Bild zeigt die Soldaten an der Front. Sie marschieren in eine riesige Wolke aus Staub, Dreck und Ungewissheit. 1916 ist das, auf dem Schlachtfeld vor Verdun, wo hunderttausende Soldaten sinnlos ihr Leben lassen.

Eine Ausstellung gegen den Krieg

Beide Bilder sind in der aktuellen Ausstellung des Brandenburg-Preußen-Museums in Wustrau zu sehen. „Das ist eine Antikriegsausstellung“, betont Museumschef Andreas Bödecker mehrfach, als der Brandenburgs Kulturministerin Martina Münch am Mittwochnachmittag durch die Räume führt.

Jugendliche aus Deutschland und aus Polen haben die Ausstellung zum Ende des Ersten Weltkriegs konzipiert. Sie soll mit ganz persönlichen Geschichten zeigen, wie der Krieg in beiden Ländern wahrgenommen wurde. Die Schau ist so erfolgreich, dass das Museum sie jetzt noch einmal verlängert hat, bis 24. März.

Claudia Krahnert ist seit August in Wustrau

Stephan Theilig als Museumsleiter hat das Jugendprojekt zum Laufen gebracht. Dann wurden er und seine Familie bei einem Unfall im Sommer sehr schwer verletzt. Claudia Krahnert (40) hat das Projekt so zu Ende gebracht.

Die Historikerin hat zuletzt an der Universität Leipzig gearbeitet und für die Akademie der Wissenschaften dort. Seit August ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin in Wustrau. Jetzt wird sie kommissarische die Leitung des Hauses übernehmen. Nach seinem Unfall hatte Theilig um die Auflösung seines Vertrages gebeten.

Ministerin Münch wollte sich am Mittwoch ein eigenes Bild von dem Haus zu machen. Das wollte sie schon länger, jetzt habe sich endlich eine Gelegenheit ergeben, sagt sie. Andreas Bödecker nutzte die Chance, das Museum vorzustellen und dessen Wandel.

Das Museum verändert sich

Sein Vater, der Bankier Erhard Bödecker, hat das Museum 2000 gegründet, nicht unumstritten. „Mein Vater hatte einen etwas heroisch-patriotistischen Ansatz“, räumt Andreas Bödecker ein. In den vergangenen Jahren aber wandelt sich das Haus: weg von der Glorifizierung des Preußentums hin zu einem realistischen Geschichtsbild. Wo früher Husarenuniformen zu sehen waren, zeigt das Haus jetzt die Portraits von Frauen, die wichtig waren für das Land.

Von Reyk Grunow

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