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Fehrbellin Fehrbellin drängt auf ein Kulturzentrum
Lokales Ostprignitz-Ruppin Fehrbellin Fehrbellin drängt auf ein Kulturzentrum
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20:26 11.02.2019
Bisher weichen die Fehrbelliner bei größeren Veranstaltungen oft auf die Rhinhalle aus, wie hier 2016 bei der Lesung von Walter Kohl. Quelle: Peter Geisler
Fehrbellin

Das ist eindeutig: 92 Prozent der Teilnehmer einer Online-Umfrage halten das Städtchen Fehrbellin für den richtigen Ort für ein Kulturzentrum, 76 Prozent von ihnen sprechen sich dabei für einen neuen Veranstaltungsort aus, der Platz für 200 bis 250 Menschen bietet.

Mehr als 300 Leute machten mit

„Derzeit geht alles sehr eng in der Rhinhalle zu oder in der Turnhalle der Oberschule“, sagte am Montag Jürgen Sternbeck. Der Fehrbelliner Ortsvorsteher ist über die Ergebnisse der Umfrage, bei der sich bis zum Ende des vergangenen Jahres mehr als 330 Menschen beteiligten, keineswegs überrascht. Schließlich vermisse das Rhinstädtchen schon seit gut vier Jahren einen Saal, der nicht nur regelmäßig Platz für die vielen Fans der Fehrbelliner Karnevalisten bietet, sondern beispielsweise auch für die Kindertanzgruppen des SV 90 Fehrbellin, so Sternbeck. Zudem wünscht sich der Ortsvorsteher ein Gebäude, in dem auch regelmäßig Konzerte stattfinden und das kulturelle Leben im Rhinstädtchen bereichern können.

Um zu erfahren, wie die rund 9000 Einwohner der Gemeinde Fehrbellin so ein Kulturzentrum sehen und was sie davon erwarten, hatte sich die Kommune im vergangenen Jahr für die Online-Umfrage entschieden, die das Büro complan Kommunalberatung organisierte. „Für so eine kleine Stadt sind mehr als 300 Leute eine ganz gute Beteiligung“, sagte Josephine Lenk, die bei complan die Umfrage für Fehrbellin betreute. Damit allein ist es aber nicht getan. Vielmehr soll es vermutlich Ende März noch einen Workshop zu dem möglichen Kulturzentrum geben, bei dem über das Projekt informiert wird.

Ortsvorsteher hofft auf Förderung

Allerdings sind noch viele Fragen ungeklärt. Während sich Ortsvorsteher Sternbeck vorstellen kann, dass das Kulturzentrum an der Luchstraße oder am Kurfürstenpark entsteht, gibt es noch keinerlei Angaben, wie viel Geld die Gemeinde für den Bau so eines Zentrums investieren muss und ob es Fördermittel geben wird. Sternbeck hofft, dass für Kultur auf dem Lande Zuschüsse bewilligt werden.

Ob davon auch Bürgermeisterin Ute Behnicke ausgeht, das blieb am Montag offen. Behnicke war den ganzen Tag nicht erreichbar.

Ortsvorsteher Sternbeck will indes, dass die Gemeinde nach der Online-Umfrage schon in diesem Jahr ein Zeichen für das Projekt setzt und im Haushalt Geld für die Planung des Kulturzentrums einstellt. Auch der Ortsbeirat drängt darauf. Doch ob die Gemeinde das auch so sieht, das ist noch unklar. Denn Fehrbellin hat den Haushalt für dieses Jahr noch nicht beschlossen. Das soll erst Mitte März passieren.

Von Andreas Vogel

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