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Fehrbellin Die Storchenschmiede erhält einen Neubau
Lokales Ostprignitz-Ruppin Fehrbellin Die Storchenschmiede erhält einen Neubau
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02:26 30.04.2018
Virginija Kryziokaite vom Nabu erhielt vom Landrat erst Blumen und dann den Förderscheck über 30 000 Euro für Neubau der Storchenschmiede in Linum. Quelle: Andreas Vogel
Linum/Neuruppin

Der Naturschutzbund (Nabu) kann vermutlich doch bereits im nächsten Jahr in Linum ein neues Verwaltungs- und Umweltbildungshaus für die sogenannte Storchenschmiede bauen. Denn Landrat Ralf Reinhardt (SPD) überreichte am Donnerstagabend bei seinem Jahresempfang in der Neuruppiner Pfarrkirche einen symbolischen Scheck über 30 000  Euro von der Stiftung des Landkreises an den Nabu Berlin.

Ehrgeiziges Projekt kostet mehr als 450 000 Euro

„Das hilft uns sehr weiter“, freute sich am Freitag Jutta Sandkühler, die Geschäftsführerin des Nabu-Landesverbandes Berlin. Demnach soll schon im Sommer ein Bauantrag eingereicht werden, um noch eine Förderung über das Leader-Projekt zu bekommen. Läuft alles glatt, könnten die Arbeiten Anfang 2019 beginnen, sagte Sandkühler.

Das Projekt ist ehrgeizig. Mehr als 450 000 Euro kosten der Abriss des alten, um 1900 errichteten Hauses und der Neubau eines neuen, zweistöckigen Gebäudes an gleicher Stelle, das 270 Quadratmeter groß und barrierefrei ist. Wegen des schlechten Zustandes wäre eine Sanierung des alten Hauses zu aufwendig gewesen, so der Landrat. Das sieht der Nabu genauso. Er hat schon eine ganze Reihe Spenden für sein Projekt in Linum gesammelt. So hat die Vattenfall-Umweltstiftung 50 000 Euro zugesagt – auch weil jedes Jahr rund 14 000 Besucher an den Führungen, Vorträgen und Seminaren teilnehmen, zu denen die Storchenschmiede einlädt.

Weitere Spenden sind notwendig

Gleichwohl benötigt der Nabu noch weitere Spenden, da mit dem erhofften Geld aus dem Leader-Topf nicht alle geplanten Arbeiten gefördert werden, sagte Sandkühler. Die Pläne für das neue Haus liegen längst vor: Im Erdgeschoss sind eine Kräuterküche, eine kindgerechte Werkstatt sowie Räume für die Umweltbildung und praktische Naturschutzarbeit sowie ein Gemeinschaftsbüro geplant. Oben sollen Übernachtungs-, Sanitär- und Lagerräume entstehen.

Derzeit müssen Mitarbeiter der Storchenschmiede mit jungen Besuchern, die beispielsweise einen Nistkasten bauen wollen, auf den Hof gehen – und sind dabei stets auf gutes Wetter angewiesen.

Ehrenamtliche Helferin aus Litauen

Zu den ehrenamtlichen Helfern der Storchenschmiede gehört Virginija Kryziokaite. Die 28-Jährige war 2016 aus Litauen für ein ökologisches Jahr nach Deutschland gekommen und in Linum gelandet. Ihr freiwilliges ökologisches Jahr ist längst zu Ende. Gleichwohl ist Virginija Kryziokaite, die inzwischen in den Ruppiner Kliniken eine Ausbildung zur Krankenpflegerin begonnen hat und in Neuruppin lebt, weiterhin regelmäßig in der Storchenschmiede anzutreffen. Nach der Schule und dem jeweiligen Schichtdienst hilft sie, in Linum Ausstellungen vorzubereiten, bei Kranichführungen oder bei der Gartenarbeit.

„Sie fühlt sich bei uns wie in einer großen Familie“, sagt Marion Szindlowski, die seit 2012 die Storchenschmiede leitet. Virginija Kryziokaite durfte als Anerkennung für ihre ehrenamtliche Arbeit deshalb auch stellvertretend für den Nabu Berlin den symbolischen Scheck über die 30  000 Euro von Landrat Reinhardt entgegennehmen.

Informationen zur Spendenaktion unter www.berlin.nabu.de

Großer Dank an Ehrenamtler

Einen Scheck über gut 8100 Euro hat die Stiftung der Sparkasse dem Neuruppiner Tempelgartenverein überreicht – für Nachbildungen barocker Skulpturen im Tempelgarten.

3300 Euro erhält der Verein Rheinsberger Bahnhof für neue Farbe am historischen Castorwagen des KKW Rheinsberg.

300 Euro bekommt Antje Schulz, die Chefin des Neuruppiner Ruderclubs (NRC), für die jahrelange Organisation der Benefizregatta von Rudern gegen Krebs.

Von Andreas Vogel

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