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Fehrbellin Grünes Licht für Solaranlage auf Deponie
Lokales Ostprignitz-Ruppin Fehrbellin Grünes Licht für Solaranlage auf Deponie
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00:37 31.05.2018
Im zweiten Anlauf könnte auf der ehemaligen Mülldeponie Plakotex in Fehrbellin ein Solarpark entstehen. Quelle: Peter Geisler
Fehrbellin

Auf der einstigen Plakotex-Betriebsdeponie in Fehrbellin kann zwischen Luchstraße und Autobahn schon bald ein Solarpark errichtet werden. Die Gemeindevertreter haben jetzt grünes Licht gegeben, dass der dafür notwendige Bebauungsplan aufgestellt wird.

Schon mal 2500 Zauneidechsen umgesiedelt

Das wirtschaftliche Risiko liege allein bei der Berliner Firma Parabel-Solar-GmbH, sagte Mark Thien, der das Projekt am Donnerstag kurz vorstellte. Demnach sind vier kleine Anlagen geplant, die jeweils eine Maximalleistung von 750 Kilowattstunden erzielen könnten. Trotz des einstimmigen Votums in Fehrbellin können die Arbeiten aber nicht sofort beginnen, vielmehr muss sich das Unternehmen noch mit der Naturschutzbehörde des Kreises abstimmen. Die Firma, die es seit 20 Jahren gibt und Solaranlage auch auf sogenannten Konversionsflächen mit militärischen Altlasten baut, hat mit derartigen Verhandlungen durchaus Erfahrung. „Wir kennen solche Themen, das schreckt uns nicht“, versicherte Thien. So habe Parabel bei einem Projekt in der Prignitz mal 2500 Zauneidechsen einsammeln und umsiedeln müssen. Ob ähnliches auch in Fehrbellin notwendig sein wird, das ist noch offen. Derzeit wird das Gelände gerade erst kartiert, wobei seltene Pflanzen und Tiere erfasst werden. Thien zeigte sich „guten Mutes“, dass sich das Unternehmen mit der Naturschutzbehörde in Neuruppin über die Auflagen einigen können wird.

Vor fünf Jahren hatte schon einmal eine Firma Interesse an der einstigen Deponie in Fehrbellin bekundet, die dort Solarpaneele errichten wollte. Das Unternehmen aus Nürnberg kündigte aber den Vertrag wieder.

Unterschrift für ein Projekt im Gewerbegebiet Herzberg

Nun will Parabel-Solar in Fehrbellin bauen. Das Unternehmen hat derzeit noch ein weiteres Projekt in der Region: Vor rund zwei Wochen wurde der Vertrag geschlossen, um im Gewerbegebiet von Herzberg auf einer Fläche von etwa zwei Hektar Solarflächen zu errichten. „Die Verhandlungen haben etwas länger gedauert, weil es mehrere Anbieter gab“, sagte am Montag Lindows Amtsdirektor Danilo Lieske. Nun wolle das Unternehmen aber in Kürze den Bauantrag für die Fläche im Gewerbegebiet in Herzberg stellen. Demnach soll dort erst mal eine Anlage mit einer Leistung von bis zu 750 Kilowattstunden erreicht werden.

Diese Stromleistung in das öffentliche Netz einzuspeisen sei kein Problem, so Lieske. Offen ist demnach aber, ob das ebenfalls für die zweit Anlage gilt. Die Gespräche dazu mit dem Energieversorger sind noch nicht abgeschlossen. Laut dem Amtsdirektor ist das aber wohl kein Problem. Denn Parabel-Solar habe erklärt, dass die Anlagen sowieso erst nach und nach errichtet und an das Stromnetz angeschlossen werden sollen.

Von Andreas Vogel

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