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Fehrbellin Nach Tierquälerei-Skandal: Betrieb schlachtet wieder
Lokales Ostprignitz-Ruppin Fehrbellin Nach Tierquälerei-Skandal: Betrieb schlachtet wieder
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01:15 02.12.2018
Ausschnitt aus einer der Aufnahmen mit versteckter Kamera. Quelle: Animal Rights Watch/Screenshot
Hakenberg

Die Tierschutzorganisation Animal Rights Watch (Ariwa) hat Ende Juli mit versteckten Kameras bei der Hafleg in Hakenberg rund 60 Stunden Filmmaterial von der Schlachtung gedreht. Davon geht Jens Winter, der Geschäftsführer der Hafleg, aus. Die Zusammenschnitte der Videosequenzen, die gravierende Verstöße gegen den Tierschutz dokumentieren, hätten auch die Beschäftigten bei der Hafleg betroffen gemacht. Gegen die beteiligten Mitarbeiter seien “arbeitsrechtliche“ Schritte ergriffen worden, so Winter. Das heißt wohl, dass sie gekündigt wurden. Zudem hatte das Veterinäramt jenen Mitarbeitern die Genehmigung zum Schlachten entzogen.

Ob in Hakenberg wieder geschlachtet wird, ist unklar

Deshalb sucht die Hafleg derzeit neue Schlachter. Bis diese gefunden sind, werden Rinder aus und um Linum nach Teterow in Mecklenburg-Vorpommern zum Schlachten gebracht. Ob und wann wieder in Hakenberg geschlachtet werden könne, sei noch nicht klar, so Winter.

In dem Hakenberger Betrieb soll falsch geschlachtet worden sein. Quelle: Peter Geisler

Derweil laufen gegen vier Hafleg-Beschäftigte Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Neuruppin wegen des Verdachts, gegen den Tierschutz verstoßen zu haben. „Wir stehen noch ganz am Anfang“, sagt Oberstaatsanwalt Detlef Hommes. Demnach müssen die Ermittler noch umfangreiches Material auswerten.

Rinder waren nicht fachgerecht betäubt worden

Die Tierschutzorganisation Ariwa hatte dem Kreis und der Öffentlichkeit Anfang November ein fünfminütiges Video zur Verfügung gestellt. Dabei ist zu sehen, dass mehrere Rinder nicht fachgerecht betäubt wurden. Die Aufnahmen hatten landesweit für Entsetzen bei Verbrauchern und auch bei Politikern geführt (die MAZ berichtete).

Von Andreas Vogel

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