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Fehrbellin Nach Lkw-Unfall: Trauer um Feuerwehrmann
Lokales Ostprignitz-Ruppin Fehrbellin Nach Lkw-Unfall: Trauer um Feuerwehrmann
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17:37 10.04.2018
Der in seinem Tanklaster bei einem schweren Unfall auf der A10 tödlich verunglückte 27-jährige Lkw-Fahrer war Mitglied der Feuerwehr Fehrbellin. Quelle: Julian Stähle

Bei dem am Mittwochnachmittag auf der A 10 bei einem schweren Unfall bei Oranienburg ums Leben gekommenen 27-jährigen Lkw-Fahrer handelt es sich um den Jugendwart der Ortsfeuerwehr Fehrbellin. Als Fahrer eines mit etwa 20000 Litern Heizöl beladenen Tanklasters war der junge Mann vor einem Stauende nicht mehr rechtzeitig zum Stehen gekommen und fuhr aus noch ungeklärtem Grund nahezu ungebremst auf den vor ihm stehenden Lkw auf. Der junge Mann starb sofort. Zwei Männer, 52 und 55 Jahre alt, die in der Sattelzugmaschine vor ihm saßen, wurden bei dem Zusammenprall schwer verletzt.

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Die Bergungsarbeiten gestalteten sich für die rund 100 Rettungskräfte schwierig. Neben der Bergung des tödlich verunglückten Lkw-Fahrers sowie der schwer verletzten Insassen weiterer, in den Unfall verwickelten Sattelzugmaschinen, galt es für die Feuerwehrleute, das Heizöl aus dem verunfallten Tanklaster abzupumpen.

Für die Bergung des jungen Mannes, der in einem Fehrbelliner Familienunternehmen beschäftigt war, benötigten die Rettungskräfte schweres Gerät, da das Fahrerhaus enorm demoliert war. Ein Teil des Heizöls lief bei dem Unfall auf die Straße aus. Die Bergungsarbeiten auf der viele Stunden gesperrten Autobahn dauerten bis in die Morgenstunden. Auslöser für den Stau könnten ersten Ermittlungen der Polizei nach sogenannte Gaffer gewesen sein, die einen Unfall auf der Gegenfahrbahn beobachtet hatten.

Verstorbener war engagierter Kamerad der Feuerwehr

Die Fehrbelliner Feuerwehr trauert nun um ihren langjährigen, engagierten Mitstreiter und Feuerwehrjugendwart. „Es ist ein Schock für uns alle“, sagte am Donnerstag der Fehrbelliner Ortswehrführer. Die Brandschützer der gesamten Gemeinde seien von dieser Nachricht sehr mitgenommen, berichtet Gemeindewehrführer Cornelius Voyé. Zum Teil so sehr, dass sie nicht einsatzfähig sind. „In unseren Gedanken sind wir jetzt aber vor allem bei seiner Familie und seinen engsten Freunden.“ Weiter äußern wollten sich die beiden Feuerwehrleute nicht zu dem Tod des jungen Fehrbelliners – zu frisch und zu schmerzhaft sei die Nachricht.

Etwas mehr sagt ein Freund, der den nun Verunglückten von Kindesbeinen an kannte, mit dem späteren Kapitän der Faustballer beim SV 90 Fehrbellin schon im Grundschulalter der Sektion beigetreten ist und mit ihm bis vor Kurzem in einer Mannschaft spielte. „Wenn man seine Hilfe brauchte, dann ist man immer auf offene Ohren gestoßen“, sagt Henning Christ. „Er war auch überall präsent – das hat ihn schon ausgezeichnet. Wir werden ihn vermissen.“

Von MAZonline/Celina Aniol

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